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Quelle Berichte: Rheinzeitung www.rhein-zeitung.de
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1:0 gegen Westerburg: Müschenbach/Hachenburg gewinnt und bleibt in der Bezirksliga

Fußball - Durch einen knappen 1:0 (0:0)-Sieg gegen die SG Westerburg/Gemünden hat sich die SG Müschenbach/Hachenburg, ein Jahr nach dem Aufstieg, ein weiteres Jahr in der Fußball-Bezirksliga Ost gesichert. "Ich bin stolz auf die Mannschaft. Sie bleibt in der Bezirksliga, und das hat sie sich auch redlich verdient", freute sich Müschenbachs Trainer Marco Schnell.

Nachdem bereits am Samstag die Entscheidung in der Ober- und Rheinlandliga gefallen war und klar war, dass die SG Malberg/Rosenheim in die Bezirksliga Ost abgestiegen ist, brauchte die SG Müschenbach auch zwingend die drei Punkte. Schließlich wurden jetzt vier Absteiger gesucht.

In der Anfangsphase hatten beide Seiten eine Chance zu verzeichnen. Michael Merz testete Westerburgs Schlussmann Carsten Wolf, der aber zur Ecke klärte (6.). Für die Gäste trat David Gläser zum Freistoß an, schoss jedoch links vorbei (8.). Danach tat sich in beiden Strafräumen lange Zeit nichts. Die Hausherren zeigten zu selten, dass sie unbedingt gewinnen wollten, und auch Marco Schnell räumte hinterher ein: "Westerburg war in der ersten Hälfte noch einen Tick aggressiver." In der Tat waren die Westerburger nicht gekommen, um die Punkte herzuschenken, sondern machten den Hausherren das Siegen schwer.

Erst nach der Pause kam etwas mehr Leben ins Spiel. Müschenbach Fisnik Blakaj setzte sich schön über die linke Seite durch, traf im Abschluss aber nur den Außenpfosten (48.). In der 65. Minute fiel der entscheidende Treffer. Ihsan Sönmez kam über die rechte Seite und hatte ein Auge für den in der Mitte gut postierten Michael Merz, der aus zehn Metern frei zum Schuss kam und zum umjubelten 1:0 traf.

Die Gäste antworteten prompt, David Gläser traf aus der Distanz aber nur den Pfosten (68.). In der Folge zeigten die Gastgeber Nerven, als sie gute Möglichkeiten ausließen, den knappen Vorsprung auszubauen. Fabian Hüsch passte zu Sönmez, der aber das Ziel verfehlte (72.), und nach einem Eckball kam Steffen Ecker am langen Pfosten zum Kopfball. Nicolas Reßmann klärte aber auf der Linie (76.). So wurde es noch eine lange Schlussviertelstunde für die Müschenbacher, ehe sie sich über den Klassenverbleib freuen durften.

Westerburgs Coach Oliver Meuer war nach dem Spiel trotzdem zufrieden: "Wir wollten unter den besten vier Teams und vor Guckheim bleiben. Das haben wir trotz der Niederlage noch geschafft. Wir haben ganz ordentlich gespielt, gut dagegen gehalten und keine Geschenke verteilt", resümierte er nach einer erfolgreichen Saison. Seinem Gegenüber fehlten zunächst die Worte. "Ich bin total am Ende. Wir wussten, dass Westerburg es uns nicht leicht machen würde. Es war bis zum Ende spannend, weil wir das 2:0 nicht nachgelegt haben. Und im Moment sind wir nicht so gefestigt, dass man draußen bei dem 1:0 hätte ruhig bleiben können", sagte Schnell.



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SG Miehlen/Nastätten beginnt nach 1:0-Sieg gegen die SG Müschenbach/Hachenburg wieder zu hoffen

Der Begriff Entscheidungsspiel macht im Miehlener Ehrlich wieder die Runde. Nach einem glücklichen 1:0-Arbeitssieg über die SG Müschenbach/Hachenburg scheint zu guter Letzt denkbar, was vor Wochen bereits als Utopie erschien: Die SG Miehlen/Nastätten könnte doch noch den Klassenverbleib in der Bezirksliga Ost erreichen. Auch die Gäste stecken nach wie vor im Abstiegskampf.

Die Zuschauer erlebten zunächst ein intensives Spiel, dem die klaren Tormöglichkeiten fehlten. Die Müschenbacher hatten Feldvorteile und kamen bis zur Pause auf 6:2 Ecken. Die Einheimischen setzten eher auf Konter. Ein Schuss Lars Leibigs auf Seite der Miehlener (21.) und ein Freistoß Steffen Eckers (25.) für den Aufsteiger stellten die einzigen großen Herausforderungen für die Torleute dar.

Entschieden wurde die Partie schließlich vom Elfmeterpunkt. Müschenbachs Christian Hüsch hatte Jannik Fischer zu Fall gebracht, der für den verletzten Dominic Kaiser aufs Feld gekommen war. Der erst 18 Jahre alte Dennis Lenz verwandelte den Strafstoß ganz kühl (61.). Hitzig waren dagegen die Reaktionen der Westerwälder, die kein elfmeterreifes Foul gesehen hatten und stattdessen ein nicht geahndetes Handspiel im Strafraum der Mühlbachtaler monierten.

"Es ist lächerlich, dass so ein Elfmeterpfiff das Spiel entscheidet", schimpfte Müschenbachs Trainer Marco Schnell. Der Schiedsrichter habe dadurch seinen Beitrag zum Ergebnis geleistet, die Verantwortung für die Niederlage suchte Schnell jedoch lieber bei der eigenen Mannschaft. "Das hatte mit Abstiegskampf nicht viel zu tun. Wir haben viel zu wenig getan", kritisierte er.

In der Tat wurden die Westerwälder erst richtig gefährlich, als sie in Rückstand lagen. Fabian Hüsch, Fisnik Blakaj, Maximilian Mies per Kopfball und der frei stehende Andreas Bleich verzogen aber, scheiterten an Tormann Bastian Hofmann oder einem Abwehrbein. Die Miehlener und Nastättener kämpften vorbildlich, ihr Trainer Rüdiger Graden hob Moral und Laufbereitschaft hervor.


Außerdem seien die Nerven ausschlaggebend, und da befanden sich die Stärken ebenfalls auf Seiten der Gastgeber, denn die Müschenbacher und Hachenburger handelten sich in der Schlussphase noch zwei Ampelkarten ein. "Wir haben den Sieg ein bisschen mehr gewollt", analysierte Graden, der zugleich dem Kontrahenten die reifere Spielanlage zugestand. Doch der Druck in den letzten 20 Minuten war zu wenig.

Dass das Match nach Gradens Worten "auf Messers Schneide" blieb, resultierte auch aus einem zweiten Elfmeter, den Julian Walter neben den linken Pfosten setzte - John Breuer hatte Leibig gefoult. Der zuvor erfolgreiche Lenz wurde in diesem Moment angeschlagen behandelt und fehlte deshalb am ominösen Punkt. Dafür war er beim finalen Jubel wieder dabei. In die Freude über den zweiten 1:0-Sieg in Folge mischten sich rasch die Spekulationen über ein Entscheidungsspiel.

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Foulelfmeter bringt Müschenbach früh auf die Verliererstraße

Fußball - Durch den 1:0-Erfolg bei der SG Müschenbach fehlt dem FV Engers nur noch ein Punkt zum direkten Wiederaufstieg in die Rheinlandliga. Dem 22. Engerser Saisonsieg waren allerdings 90 Minuten vorangegangen, in denen die abstiegsbedrohten Müschenbacher dem Tabellenführer alles abverlangt hatten. "Die Mannschaft hat gut dagegen gehalten. Vielleicht hätten wir einen Punkt verdient gehabt", attestierte SG-Trainer Marco Schnell seiner Mannschaft, die Engers im November des vergangenen Jahres die vorerst letzte Niederlage beigefügt hatte, eine ansprechende Leistung.

Doch die Partie begann für die Hausherren alles andere als gut. Nicht einmal zwei Minuten waren gespielt, da sahen sich die Müschenbacher bereits im Rückstand, ohne zuvor auch nur einmal am Ball gewesen zu sein: Mit dem Anstoß spielte Engers einen ersten Angriff in Richtung Müschenbacher Tor, Björn Kremer dribbelte sich in den Strafraum und wurde dort von Michael Merz ungestüm von den Beinen geholt. Schiedsrichter Berkan Kaya zögerte keinen Moment und entschied auf Strafstoß. "Durch solche Dinger bringen wir uns selbst um den Lohn", ärgerte sich Schnell. Arne Moskopp trat an und verwandelte sicher zum 1:0 für die Gäste, die mit der frühen Führung im Rücken und dem Selbstvertrauen aus zuletzt zwölf Siegen in Serie das Spiel fortan kontrollierten. Müschenbach beschränkte sich darauf, den Gegner vom eigenen Tor fernzuhalten und kam nur sporadisch zu Entlastungsangriffen über die einzige Sturmspitze Fisnik Blakaj. Während ersteres weitestgehend funktionierte und der FVE im ersten Durchgang nur noch einmal durch Kremer zu einer nennenswerten Torchance kam (7.), stand Blakaj überwiegend allein auf weiter Flur. Ein Flachschuss Steffen Eckers blieb der einzige Vorstoß der Gastgeber in Halbzeit eins (14.).

Nach dem Seitenwechsel traute sich die Elf von Trainer Schnell dann doch ein wenig mehr zu und gestaltete das Spiel ausgeglichener - auch dadurch begünstigt, dass die ansonsten spielstarken Engerser nun ein wenig den Faden verloren. Allerdings fehlte es der Heimmannschaft an den nötigen Mitteln, das Gästetor ernsthaft in Bedrängnis zu bringen, Hereingaben von Fabian Hüsch (53.) und Blakaj (70.) fanden in der Mitte keine Abnehmer. Auf der Gegenseite hatte Daniel Fiege dann nach 81 Minuten die Entscheidung auf dem Fuß, sein Schuss strich jedoch am langen Pfosten vorbei. Das hätte sich dann in der Schlussminute beinahe noch gerächt, als John Breuers Volleyabnahme in letzter Instanz vom eingewechselten Matthias Fink von der Linie gekratzt wurde. Nach dem Schlusspfiff sprach FV-Spielertrainer Sascha Watzlawik von einem "Arbeitssieg" seiner Mannschaft, die nun "drei Matchbälle zum Aufstieg" hat.

Müschenbach: Zenz - Christian Hüsch, Andreas Bleich I, Breuer, Merz (67. Klöckner), Mies, Andreas Bleich II, Ecker, Sönmez, Fabian Hüsch, Blakaj (84. Kloft).

Engers: Pütz - Watzlawik, Kremer (19. Schneeweis), Lücker, Daun, Merkler, Kaiser (69. Karpov), Fiege, Moskopp, Christof Fink, Sallashi (64. Matthias Fink).

Schiedsrichter: Berkan Kaya (Koblenz).

Zuschauer: 80.

Tor: 0:1 Arne Moskopp (2., Foulelfmeter).

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Guckheims Siegtor fällt in der Nachspielzeit

Fußball - In einem Nachholspiel der Bezirksliga Ost unterlag die SG Müschenbach der SG Guckheim mit 1:2. Nach überlegen geführter erster Hälfte und verdienter Pausenführung ließ Guckheim die Zügel schleifen und kassierte in der Schlussphase den Ausgleich, um in der Nachspielzeit doch noch alle drei Punkte zu entführen.

Es war herzlich wenig, was die SG Müschenbach ihren Anhängern in der ersten Hälfte bot. Die Gäste aus Guckheim beherrschten das Spiel fast nach Belieben und gingen in der 25. Minute in Führung. Niclas Schneider tauchte am rechten Strafraumeck auf, wo ihm die Müschenbacher Hintermannschaft viel zuviel Raum und Zeit ließ. Schneider bedankte sich mit einem platzierten Flachschuss ins lange Eck, der über den Innenpfosten den Weg zum 0:1 ins Netz fand. In der 33. Minute lag schon die Vorentscheidung in der Luft, aber Lukas Kuch vergab alleine vor dem Tor.

Zu Beginn des zweiten Abschnitts schien Guckheim dieses Versäumnis nachholen zu wollen. Gleich in der 47. Minute schoss abermals Lukas Kuch knapp am Tor vorbei. Mit zunehmender Spieldauer ließ es Guckheim jedoch immer mehr an Konsequenz vermissen. Konter wurden nicht sauber ausgespielt und Standardsituation verschwendet. Müschenbach kam nun buchstäblich über den Kampf ins Spiel. Angetrieben von Ihsan Sönmez versuchten die Gastgeber endlich, Druck aufzubauen. Echte Torchancen blieben jedoch weiterhin Mangelware, man versuchte sich nahezu ausschließlich mit eher harmlosen Weitschüssen. Die einzige Ausnahme war lange Zeit Fisnik Blakajs Gelegenheit in der 68. Minute, der nach Sönmez' Vorarbeit den Ball nicht an Guckheims Schlussmann Lars Henning vorbeibrachte.

Danach eröffnete Michael Merz die aufregende Schlussphase in der 78 Minute mit einem Distanzschuss, der nur knapp das Tor verfehlte. Guckheim antwortete zwei Minuten später mit einem Drehschuss von Marcel Mittler, den Müschenbachs Torwart Markus Zenz mit einer Flugparade zur Ecke abwehrte. Weitere zwei Minuten später gelang Müschenbach dann der Ausgleich. Dabei stand Lars Henning Pate, denn er konnte einen ungefährlichen Weitschuss nicht festhalten. Blakaj war zur Stelle und staubte zum 1:1 ab. Doch das war noch nicht das letzte Wort. In der Nachspielzeit schlug Stefan Schäfer eine Ecke hoch vor das Tor. Der an der Strafraumgrenze lauernde Tobias Kuch jagte den von der Müschenbacher Verteidigung zu kurz abgewehrten Ball vorbei an Freund und Feind zum viel umjubelten 2:1-Siegtor für Guckheim. Damit gewann am Ende die bessere Mannschaft, die sich aber durch eigene Nachlässigkeit gegen im zweiten Durchgang aufopferungsvoll kämpfende Müschenbacher fast noch die Butter vom Brot hätte nehmen lassen.

Natürlich saß bei Müschenbachs Trainer Marco Schnell der Stachel der Enttäuschung ob des späten Gegentores tief: "Das war ein ganz bitteres Ende für uns." Aber Schnell musste auch einräumen, dass die Gründe für die Niederlage auch in der extrem schwachen ersten Halbzeit zu suchen sind: "Da haben wir viel zu wenig getan, das 0:1 zur Pause ging in Ordnung. Wir hätten sogar noch höher zurückliegen können. Was wir hier zeigten, hatte mit Abstiegskampf wenig zu tun." Schnell attestierte seiner Truppe eine Steigerung nach einer Stunde: "Ab diesem Zeitpunkt war es ein Spiel auf Augenhöhe. Wir hätten in den letzten Minuten dann mit einem Punkt zufrieden sein sollen."

Guckheims Spielertrainer Stefan Schäfer stufte den Erfolg als verdient ein: "Wir haben kaum Chancen für Müschenbach zugelassen. Selbst der Ausgleich entsprang nicht wirklich einer Torchance, weil Lars den Ball hätte festhalten müssen. Selbstverständlich hätten wir früher ein zweites Tor nachlegen sollen."


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Sechs Tore, kein Gewinner: Montabaur gibt Sieg gegen Müschenbach aus der Hand

Fußball - Torreich ging es in der Fußball-Bezirksliga Ost beim 3:3 (2:1) zwischen dem TuS Montabaur und der SG Müschenbach/Hachenburg zu. Und hinterher waren beide Trainer im Unklaren, wie sie das Remis jetzt einordnen sollten.

Für TuS-Trainer Heiko Weidenfeller waren es zunächst einmal zwei verlorene Punkte: "Wir haben eine klare 3:1-Führung hergeschenkt, zu viele Torchancen ausgelassen - und hätten dann am Ende sogar noch den Punkt verlieren können. Wir produzieren einfach durch unnötige Fouls und Eckbälle zu viele Standards für den Gegner." Sein Team hatte in der ersten Viertelstunde gegen nahtlos an die Klasse-Leistung der vergangenen Woche in Hundsangen anknüpfende Müschenbacher einige Probleme. Michael Merz (5.) und Gästekapitän Steffen Ecker (8.) hatten für dicke Gefahr vor dem TuS-Tor gesorgt. Zwei Minuten später schlug es dann im Montabaurer Kasten ein.

Torhüter Andre Faller ließ den Ball abklatschen, seine Vorderleute bekamen das Spielgerät nicht weg. Fabian Hüsch ließ sich nicht lange bitten und hämmerte den Ball zum 0:1 in den Torwinkel. Die Kreisstädter brauchten bis zur 22. Minute, um erstmals zwingend für Torgefahr zu sorgen. Ein Direktschuss von Hamit Dinler strich nur knapp über das Gästegehäuse. Dann aber nahm die Weidenfeller-Elf mächtig Fahrt auf. Einen gefühlvoll hereingebrachten Eckball von Matthias Wincek köpfte Montabaurs Kapitän Tim Schenkelberg zum Ausgleich ein (27.), nur fünf Minuten später sorgte Wincek mit einem fulminanten Distanzschuss für die 2:1-Pausenführung der Gastgeber.

Nach dem Seitenwechsel kam der TuS weiter druckvoll ins Spiel und erwischte einen Blitzstart durch das zweite Tor von Matthias Wincek (47.), der ein zu zögerliches Eingreifen der Gäste-Hintermannschaft mit einem Flachschuss ins lange Toreck ausgenutzt hatte. Die Gastgeber hatten nun die klareren Spielanteile, schienen auf dem Weg, einen sicheren Sieg einzufahren, vergaben aber mehrere dicke Torchancen und vergaßen, den Sack zuzumachen. Die Gäste witterten Morgenluft und zeigten im Anschluss, dass sie noch am Leben waren. Ein toller Weitschuss von Gerrit Oettgen schlug im langen Eck des TuS-Gehäuses im Winkel ein (54.), und in der 78. Minute markierte Andreas Bleich I gar per Kopf den 3:3-Endstand.

"Kompliment an die Mannschaft", betonte SG-Trainer Marco Schnell. "Wir sind zurückgekommen und hätten fast noch den Dreier gemacht." Gemeint war die 89. Minute, als Faller mit starker Faustabwehr einen Blakaj-Kracher aus dem Winkel holte und den TuS-Punkt festhielt.


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SG Müschenbach macht alles richtig

Das war kein guter Abend für die SG Hundsangen/Obererbach, mit 0:4 (0:2) unterlag das Team von Trainer Ralf Hannappel der SG Müschenbach/Hachenburg, die mit einer bärenstarken, geschlossenen Mannschaftsleistung hochverdient drei wichtige Punkte im Abstiegskampf der Bezirksliga Ost einfuhr.
Die SG Müschenbach/Hachenburg (blaue Trikots) überholte in der Tabelle den VfL Bad Ems und zog mit ihrem 4:0-Sieg die SG Hundsangen/Obererbach in den Abstiegssumpf.

Müschenbachs Spielertrainer Marco Schnell saß verletzungsbedingt nur auf der Bank und sah, wie seine Mannschaft ein zu keiner Phase ins Spiel findende SG Hundsangen auf deren Platz nach Strich und Faden auseinandernahm. "Sensationell, heute haben wir ein deutliches Ausrufezeichen im Abstiegskampf gesetzt", war Schnell hochzufrieden.

Das Hannappel-Team hatte in der temporeichen und ausgeglichenen Anfangsphase die erste dicke Torgelegenheit. Eine mustergültige Hereingabe von Christopher Reusch erwischte Janik Hannappel vor Müschenbachs Schlussmann Lukas Brenner, verfehlte das Gästetor per Kopfball aber hauchdünn (17.). Danach war die Herrlichkeit der Gastgeber aber auch schon vorbei. Der überragende Spieler im Team von Marco Schnell, Gerrit Oettgen, verlud die teilweise unsortierte Hundangener Abwehr zweimal klassisch und leitete das Debakel mit einem Doppelschlag ein. Fisnik Blakaj hatte in der 27. Minute scharf hereingeflankt, Oettgen war zur Stelle und brachte den Ball per Kopf zum ersten Mal über die Torlinie. In der 39. Minute tanzte er die Abwehr mit einer klassischen Finte aus und versenkte den Ball trocken zum 2:0 für seine Farben im Netz.

Nach der Pause kam die Elf von Ralf Hannappel dann etwas druckvoller aus den Kabinen, fand aber weiterhin weder ins Spiel noch ein wirksames Mittel, die gut gestaffelte Gästeabwehr ernsthaft in Gefahr zu bringen. Im Gegenteil, die Müschenbacher, die mit Leidenschaft zu Werke gingen und denen die Spielfreude anzumerken war, setzten weitere Duftmarken. Fabian Hüsch zirkelte den Ball von der Strafraumgrenze mustergültige in den rechten Torwinkel (57.), Tobias Kesseler im Hundsangener Kasten war bei der 0:3-Vorentscheidung völlig chancenlos. "Wir haben heute ein überragendes Spiel gemacht", geriet Schnell ob der tollen Leistung ins Schwärmen, "waren in allen Belangen überlegen und haben uns auch endlich einmal mit Toren belohnt." Sein Team setzte dann auch noch einen drauf: Fisnik Blakaj nutzte wiederum die nicht konsequente Abwehrleistung der Gastgeber aus und drückte den Ball zum 0:4-Endstand über die Torlinie (69.). Die Schlusschance gehörte dann zwar der SG Hundsangen - Fabian Steinebachs strammer Schuss strich nur knapp über Müschenbachs Torlatte (86.) - änderte aber nichts mehr an dem gebrauchten Abend für Ralf Hannappel und seine Mannschaft.

Entsprechend war der Teamchef Hannapel restlos bedient. "Wir waren heute gar nicht auf dem Platz. Wenn man in der derzeitigen Tabellensituation nicht den Kampf annimmt, kommt so eine katastrophale Leistung zustande. Müschenbach hat alles richtig, wir alles falsch gemacht, entsprechend verdient ist das Endergebnis."


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SG Müschenbach holt Punkte statt Komplimente

Fußball - Bei nasskaltem Wetter holte sich die SG Müschenbach/Hachenburg auf rutschigem Geläuf mit dem 2:0-Sieg gegen die SG Nievern/Fachbach drei wichtige Punkte im Kampf um den Verbleib in der Bezirksliga.

Das Resümee von Spielertrainer Marco Schnell nach 90 Minuten brachte die vor allem in der zweiten Halbzeit sehr schwache Partie auf den Punkt: "Uns hat die Phase vor der Pause gereicht, um diese Partie für uns zu entscheiden. Die Zuschauer haben definitiv unsere schlechteste Leistung nach der Winterpause und eine spielerisch ganz dürftige Partie gesehen."

Der Reihe nach: Das Spiel war noch keine vier Minuten alt, als sich Markus Zenz im Müschenbacher Gehäuse hellwach zeigte und einen strammen Schuss der Gäste entschärfte. In der Folge lief bei den Mannen um den diesmal als Spielertrainer agierenden Murat Saricicek jedoch nicht mehr viel zusammen. Selbst die sonst oftmals gefürchteten Standardsituationen der Gäste erwiesen sich nur als begrenzt gefährlich - was sicherlich auch dem Fehlen des Spezialisten Timo Hoffmeyer geschuldet war. Als Schnell in der 20. Minute einen Kopfball nach einem Freistoß von Felix Waldorf von der Linie kratzen musste, lag seine Mannschaft bereits mit 1:0 in Front.

Fisnik Blakaj hatte gleich zwei Nieverner in Person von Timo Braun und Fabian Krämer auf der rechte Seite vernascht und mustergültig auf seinen Mitspieler Fabian Hüsch quer gelegt, der aus kurzer Distanz mühelos traf (16.). Sieben Minuten später passte erneut Blakaj auf Maximilian Mies, der mit einem sehenswerten Schlenzer aus knapp 15 Metern die Führung auf 2:0 ausbaute (23.).

In der Folge erspielten sich die Hausherren ein deutliches Plus an Chancen und hätten nach Möglichkeiten von Blakaj (25.+37.) zur Pause höher führen können.

Was schon in der ersten Hälfte als mäßige Bezirksligapartie beschrieben wurde, sollte in der zweiten Halbzeit seinen Superlativ finden. Eine empfindlich hohe Fehlpassquote und eine extreme Armut an Torraumszenen oder gar Chancen definiert das, was man in der Fußballsprache auch als "Not gegen Elend" bezeichnet.

Müschenbachs Steffen Ecker mit Fernschüssen (72., 75.) und ein Schuss von Nieverns Florian Panny nach Flanke von Martin Krämer (87.) waren die einzigen Aktionen, die wenigstens für einen Hauch von Gefahr vor dem gegnerischen Gehäuse sorgten.

Murat Saricicek wollte seiner Mannschaft dennoch keinen Vorwurf machen: "Wir pfeifen personell aus dem allerletzten Loch und sind mit nur zwei Ersatzspielern hier angereist. Jedoch fangen wir durch eigene Fehler zu einfache Tore, wo sonst sicherlich noch etwas drin gewesen wäre."

Schnell war angesichts der Punkteausbeute zufrieden: "In den letzten Wochen haben wir oft gut gespielt, Komplimente geerntet und die Punkte liegen gelassen. Heute war dieses Szenario rumgedreht, sodass man einfach zufrieden sein muss, obwohl die Partie von beiden Seiten sehr schwach war."

Müschenbach/Hachenburg: Zenz - Schnell (25. Sönmez) - Andreas Bleich I, Chr. Hüsch - Merz, Ecker, Andreas Bleich II - Oettgen (88. Kloft), Mies, F. Hüsch - Blakaj (73. Altgeld).

Schiedsrichter: Harun Tasci (Koblenz).

Zuschauer: 55.

Tore: 1:0 Fabian Hüsch (16.), 2:0 Maximilian Mies (23.).


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Nullnummer gegen Müschenbach: Berods Thomas Schäfer vermisst die Entschlossenheit

Fußball - In der Fußball-Bezirksliga Ost trennten sich der SC Berod-Wahlrod und die SG Müschenbach zwar mit 0:0, doch obwohl torlos, war das Spiel durchaus spannend und unterhaltsam. Allerdings treten die Müschenbacher trotz des Auswärtspunktes im Abstiegskampf auf der Stelle.

Bei Berod musste für den angeschlagenen Constantin Redel diesmal Markus Spitzer zwischen die Pfosten, und der konnte sich nach sieben Minuten gleich so richtig auszeichnen. Nach einer tollen Kombination der Gäste über Gerrit Oettgen, Maximilian Mies und Fabian Hüsch verhinderte Spitzer mit einer wahren Glanztat das 0:1. Nicht nur wegen dieser Großchance war Müschenbach im ersten Abschnitt die bessere Mannschaft. Nach einer halben Stunde stand Spitzer erneut im Fokus. Nachdem er Mies im Strafraum zu Fall gebracht hatte, entschied Schiedsrichter Jörg Langenhuysen auf Strafstoß. Erneut wähnte sich Müschenbach kurz vor der Führung, erneut bewahrte Spitzer Berod vor einem Rückstand, indem er Steffen Eckers Elfmeter abwehrte.

Dieser Elfer schien die Gastgeber aufgeweckt zu haben, denn nur zwei Minuten später hatten sie nun ihre beste Chance. Im Müschenbacher Strafraum war für kurze Zeit jegliche Ordnung verloren gegangen. Zweimal schon hatten Verteidiger den Ball von der Linie gekratzt, ehe ein Lattenkopfball von Daniel Frohn die turbulente Szene abschloss.

Da ansonsten von Berod im ersten Durchgang aber nicht viel gekommen war, sah sich Spielertrainer Thomas Schäfer zu mehreren Umstellungen veranlasst. So wurde Verteidiger Dennis Hähr in den Sturm beordert und René Nagel für Alexander Schneider eingewechselt. Vor allem letztere Maßnahme schien Früchte zu tragen, denn Nagel sorgte auf dem rechten Flügel für viel Wirbel. Überhaupt war Berod jetzt viel besser im Spiel als vor dem Seitenwechsel und beherrschte das Geschehen.

Allein ein Tor wollte nicht fallen. Dabei brannte es im Müschenbacher Strafraum nun öfters. So auch in der 59. Minute, als Nagel von rechts in den Strafraum flankte, Martin Müller jedoch nicht schoss, sondern die Verantwortung weiter zu Hähr schob, der vergab. Ganz ähnlich sah es eine Viertelstunde vor Schluss aus. Wieder hatte Nagel von rechts vorbereitet. Diesmal war es Schäfer selbst, der statt abzuziehen auf Felix Velten ablegte. Dessen missglückter Schussversuch landete sogar noch einmal bei Nagel, doch auch der brachte den Ball nicht über die Linie.

Berods Spielertrainer Thomas Schäfer fand: "Vor dem Tor - aber auch im gesamten Spielverlauf - haben uns heute der letzte Tick, die letzte Konsequenz, die nötige Entschlossenheit gefehlt." Müschenbachs Spielertrainer Marco Schnell sagte: "Wir waren in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft, Berod kam dann nach der Pause deutlich auf. Wir mussten unbedingt in der Anfangsphase die Chance zum 0:1 nutzen und dann den Elfmeter verwandeln."

Berod: Spitzer - Weller, Hähr, Frohn, Ünal (78. Kuhfeld) - Schneider (46. Nagel), Land, Ostermann - Velten, Müller - Schäfer.

Müschenbach: Zenz - Schnell - Christian Hüsch, Andreas Bleich, Michael Merz - Oettgen, Ecker, Mies, Andreas Bleich (65. Sönmez) - Fabian Hüsch - Blakaj (87. Altgeld).

Schiedsrichter: Jörg Langenhuysen (Niederwerth) - Zuschauer: 97.

Vorkommnis: Berods Torwart Markus Spitzer hält Foulelfmeter von Steffen Ecker (30.).

Beste Spieler: Spitzer, Nagel - Schnell, Mies.

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SG Weitefeld hat nach 1:0 leichtes Spiel

Lange Zeit hatten die Bezirksliga-Fußballer der SG Weitefeld-Langenbach/Friedewald Probleme, dank einer ordentlichen zweiten Halbzeit landeten sie aber ein letztlich ungefährdetes 3:0 (0:0) gegen die SG Müschenbach/Hachenburg.

Den besseren Start ins Spiel erwischten die Gäste. Gegen die verunsicherte Elf von Trainer Volker Heun bestimmten sie das Geschehen. Erst nach und nach kamen die Platzherren besser zum Zug - und wurden durch eine umstrittene Entscheidung des Unparteiischen Luca Schlosser gleich wieder aus dem Takt gebracht. Michael Kleinhens wurde wegen Meckerns mit Gelb bestraft. Er drehte sich zu seinem Gegenspieler, sprach mit diesem - und sah überraschenderweise Gelb-Rot (19.).

Kaum hatten sie etwas Sicherheit gefunden, mussten die Weitefelder also den nächsten Dämpfer wegstecken. "Irgendwie hat uns das aber in die Karten gespielt", fand Heun. Müschenbach hatte in der Folge zwar optisch ein Übergewicht, konnte damit aber nicht allzu viel anfangen. Gerrit Oettgen setzte einen Schuss aus 20 Metern rechts neben das Tor (21.), kurz darauf scheiterte Fisnik Blakaj von der Strafraumkante an Keeper Sören Trippler (23.).

Nach der Pause herrschte dann auch personell wieder Gleichstand, denn Müschenbachs Andreas Bleich I sah ebenfalls Gelb-Rot (48.). Die spielerisch überlegenen Weitefelder brauchten aber bis zur 70. Minute, ehe sie ihrer Dominanz auch durch Tore Ausdruck verliehen. Nach Fabian Lohmars Ecke brach Christian Hüsch per Kopf den Bann (70.). "Das war ärgerlich", monierte Marco Schnell, Spielertrainer der Gäste. "Die Ecke hätte nicht sein müssen." Danach hatte seine Mannschaft Probleme, weiter dagegenzuhalten. "Beim Gegner gingen die Köpfe runter", stellte Schnells Kollege Heun fest. Logische Folge: Kevin Lopata umkurvte Lukas Brenner und schob zum 2:0 ein (81.), nur drei Minuten später machte der eingewechselte Joshua Weller den Sacendgültig zu.


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1:0 in Müschenbach: Herdorfs Kenny Scherreiks trifft und fliegt

Durch einen Sonntagsschuss von Kenny Scherreiks behauptete sich Fußball-Bezirksligist SG Herdorf bei warmen Temperaturen auf dem Rasenplatz in Müschenbach mit 1:0 (0:0) bei der heimischen SG Müschenbach/Hachenburg. Nachdem es bis kurz vor Spielschluss noch 0:0 gestanden hatte, jagte Scherreiks das Spielgerät in der 84. Minute aus 25 Metern Torentfernung unhaltbar für Müschenbachs Torhüter Lukas Brenner in den linken Winkel.
Herdorfs Spielertrainer Dirk Spornhauer zeigte sich zufrieden über die eingefahrenen Punkte, gab aber zu: "Dass wir durch diesen Treffer das Spiel gewinnen, ist natürlich etwas glücklich. Für Müschenbach tut es mir leid, aber im Moment haben wir einfach einen Lauf. Da gehen auch solche Schüsse rein."



Die Partie selbst begann vielversprechend: In der siebten Spielminute flankte Herdorfs Daniel Novakovic in den Strafraum, wo seine Mitspieler den Ball nur knapp verpassten. Nur eine Minute später war es Müschenbachs Fabian Hüsch, der Herdorfs Keeper Marvin Scherreiks mit einem zu unplatzierten Torversuch aus halblinker Position auf die Probe stellte. In der 20. Minute setzten sich die Gastgeber auf der rechten Seite durch Gerrit Oettgen durch, der im Strafraum jedoch seine besser positionierten Mitspieler übersah und gegen den Herdorfer Schlussmann den Kürzeren zog. Weitere Chancen für Müschenbach vergab gleich zweimal Stürmer Fisnik Blakaj: Sein Schuss aus 20 Metern Entfernung verfehlte das Tor nur knapp (26.). Ein Kopfball nach Ecke von Michael Merz wurde erst auf der Linie durch den starken Herdorfer Schlussmann Scherreiks entschärft (32.). Während die zweite Spielhälfte zunächst schleppend begann, verzeichneten die Gäste in der letzten halben Stunde ein deutliches Chancenplus: Steffen Busch vergab gleich mehrfach (67., 72.), ein Freistoß von Sascha Cichowlas landete am Querbalken (79.). In einer Situation, in der niemand mit einem direkten Torabschluss rechnete, gingen die Gäste dann durch Kenny Scherreiks in Führung (84.). Der Torschütze fiel kurz darauf negativ auf, als er sich nach einem Foul im Mittelkreis die Ampelkarte von Schiedsrichter Fabian Schneider abholte (87.).

Müschenbachs Spielertrainer Marco Schnell zeigte sich nach Spielende enttäuscht: "Der Gegner war heute einfach effektiver und gewinnt dann durch einen solchen Sonntagsschuss. Wir waren sehr engagiert und haben Willen gezeigt, waren vor dem gegnerischen Tor aber einfach zu ungefährlich."


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4:2 gegen Müschenbach: Wirges II bleibt an Spitzenreiter Engers dran

Fußball - Auf der einen Seite die Trainervorgabe umgesetzt - auf der anderen Seite trotz toller kämpferischer Leistung nichts Zählbares - das war das Fazit nach dem 4:2 (1:0)-Sieg der Spvgg EGC Wirges II gegen die SG Müschenbach/Ha-chenburg in der Bezirksliga Ost.


Die Spvgg EGC Wirges II (Mitte Marvin Binge) bezwang die SG Müschenbach/Hachenburg (links Fabian Hüsch, rechts Andreas Bleich II) mit 4:2, musste aber gegen starke Gäste lange zittern.

"Unser Ziel und die Vorgabe für meine Mannschaft", so EGC-Trainer Stefan Waßmann nach Spiel-ende, "war, mit einem Sieg bis zum Topspiel am 16. April in Engers noch oben dran zu bleiben. Dies ist uns heute gelungen."

In der unterhaltsamen Partie gegen die abstiegsgefährdeten Müschenbacher ging es direkt munter los. Der Minutenzeiger hatte noch keine volle Umdrehung hinter sich, als der Wirgeser Keeper Thorsten Schmidt schon einen strammen Freistoß von Maximilian Mies mit den Fingerspitzen über die Torlatte lenken musste. Auf Wirgeser Seite köpfte Tim Schnug den Ball aus guter Position nur knapp über das Gästegehäuse (3.).

In der Folgeentwickelte sich eine ausgeglichene Partie mit zwingenderen Torgelegenheiten für die Waßmann-Elf. Marvin Binge prüfte Müschenbachs Torhüter Markus Zenz mit einem Flachschuss aus spitzem Winkel. Den anschließenden Eckball Thorsten Hehls köpfte Dennis Friedhofen nur knapp über den Torwinkel (25.). Fünf Minuten später zirkelte Hehl einen Freistoß nur hauchdünn über Müschenbachs linken Torwinkel.

Zum Erstaunen aller und zum Entsetzen der Gäste zeigte der Unparteiische in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit nach einem harmlosen Zweikampf auf den Elfmeter-punkt. EGC-Kapitän Sascha Blath ließ sich nicht lange bitten und verwandelte mit gewohnter Routine zur 1:0-Pausenführung. "Eine glatte Fehlentscheidung", war Müschenbachs Spielertrainer Marco Schnell entsprechend sauer. "Aber wir haben eine tolle Moral gezeigt und sind zweimal nach einem fast aussichtslosen Rückstand zurückgekommen."

Tim Schnug hatte nur vier Minuten nach dem Wiederanpfiff eine Hehl-Ecke per Kopf zum 2:0 in die Tormaschen gesetzt, bevor Steffen Ecker durch einen verwandelten Foulelfmeter den Anschlusstreffer für das Schnell-Team markierte (54.). Schnug stand in der 68. Minute erneut goldrichtig und drückte den Ball zum 3:1 über die Torlinie. Aber die Gäste steckten nicht auf, kamen durch Fisnik Blakaj nochmals zum Anschluss (70.), ehe Marco Schnell dann selbst die Riesenausgleichschance ("Das Ding muss ich machen") alleine vor EGC-Torhüter Schmidt vergab (90.) In der Nachspielzeit gelang Tim Schnug bei einem Konter gegen total aufgerückte Gäste sein dritter Treffer zum 4:2-Endstand.

Wirges II: Schmidt - Blath, M. Schnug, Hummerich, Helbach (33. Bruch) - Friedhofen, Poppe (62. Altin), Hehl, Binge (58. Julian Hannappel) - Jonas Hannappel, T. Schnug.

Müschenbach: Zenz - Merz, Kunz, Schnell, C. Hüsch - Mies, Andreas Bleich II, Oettgen, F. Hüsch - Blakaj (73. Altgeld), Ecker.

Schiedsrichter: Alexander Elbert (Holzhausen). - Zuschauer: 80.

Tore: 1:0 Sascha Blath (45.+1, Foulelfmeter), 2:0 Tim Schnug (49.), 2:1 Steffen Ecker (54., Foulelfmeter), 3:1 Tim Schnug (68.), 3:2 Fisnik Blakaj (70.), 4:2 Tim Schnug (90.+2).




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0:0 gegen Puderbach: Gerechte Punkteteilung für die SG Müschenbach


Fußball - Die SG Müschenbach/Hachenburg kam in der Bezirksliga Ost im Heimspiel auf dem Rasenplatz in Müschenbach nicht über ein torloses Unentschieden gegen die SG Puderbach hinaus und musste sich nach dem 1:1 bei der FSV Osterspai/Kamp-Bornhofen am Samstag mit der zweiten Punkteteilung an Ostern zufrieden geben.

Besonders im ersten Durchgang wurde den Zuschauern meist fußballerische Magerkost geboten, denn es dauerte länger als eine halbe Stunde, ehe sich Müschenbachs Fabian Hüsch auf der linken Seite einmal durchsetzten konnte, seine Flanke in der Mitte fand jedoch keinen Abnehmer (32.). Auf der Gegenseite verzog Puderbachs Christoph Neitzert kurz vor der Pause aus guter Position (45.).

Kurz nach Wiederbeginn lenkte Puderbachs Torhüter Julian Schmitz einen Distanzschuss des Müschenbachers Stefan Kloft über die Latte (51.). Nur zwei Minuten später zeichnete sich Müschenbachs Torhüter Markus Zenz aus, als er einen Kopfball von Gäste-Akteur Christian Schreiber aus dem Winkel fischte.

Auch der wohl agilste Feldspieler während der gesamten Spieldauer, Müschenbachs Mannschaftskapitän Steffen Ecker, fand in Schmitz aus acht Metern Entfernung seinen Meister (58.).

Die Gastgeber hatten bis zum Schlusspfiff des souverän leitenden Schiedsrichters Ehsan Amirian noch die eine oder andere Möglichkeit, doch vorne fehlte dann zumeist die Entschlossenheit und die Durchschlagskraft, um doch noch den Siegtreffer zu erzielen.

Nach der Partie sagte Müschenbachs Spielertrainer Marco Schnell zum insgesamt leistungsgerechten Ausgang der Partie: "Es war durchaus eine gute Leistung von uns. Besonders hat mir heute der Einsatzwille meiner Mannschaft gefallen. Wenn wir den weiterhin so beherzigen, dann werden wir unser Ziel erreichen."

Puderbachs Trainer Michael Roos war mit der Punkteteilung ebenfalls zufrieden und meinte nach Spielende: "Nach den zwei klaren Niederlagen in Montabaur und gegen Engers war es für uns wichtig, hier zu punkten."

Von unserem Mitarbeiter Horst Fechtner

Müschenbach: Zenz - C Hüsch, A. Bleich I (46. Kloft), Schnell, Merz, Mies, A. Bleich II, Ecker, Oettgen, F. Hüsch, Blakaj (86. Altgeld).

Schiedsrichter: Ehsan Amirian (Burgschwalbach).

Zuschauer: 100.
0:0 gegen Puderbach: Gerechte Punkteteilung für die SG Müschenbach


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Remis im Duell der Aufsteiger ist für FSV Osterspai/Kamp-Bornhofen gegen die SG Müschenbach/Hachenburg zu wenig


Fußball - Zwei Verlierer gab es beim 1:1 (1:1) zwischen den abstiegsbedrohten Aufsteigern FSV Osterspai/Kamp-Bornhofen und SG Müschenbach/Hachenburg. Beide Trainer waren sich nach dem Abpfiff der Partie einig: "Dieses Unentschieden hilft keinem von uns beiden weiter."

Die erste Aktion des Spiels gehörte dem Tabellenletzten vom Rhein. Florian Spengler Schuss ging knapp vorbei (1.). Genauer machte es der Angreifer knapp acht Minuten später: Einen zu kurz geratenen Abwehrversuch nutzte er mit strammem Schuss von der Strafraumkante zum 1:0.

Die Führung des amtierenden Rhein-Lahn-Kreismeisters hielt allerdings nicht lange. Nach einer Ecke von rechts stocherte Verteidiger Andreas Bleich I den Ball über die Linie (15.).

Der kleine und schwer bespielbare Rasenplatz in Kamp-Bornhofen ließ kein ansehnliches Kombinationsspiel zu, kampfbetont war es allemal. Es hatte den Anschein, als wäre der Ball mehr in der Luft unterwegs als auf dem grünen Geläuf. Besonders die Gästeabwehr um Spielertrainer Marco Schnell beförderte kompromisslos und konsequent die Kugel nach vorne und versuchte die schnellen Angreifer Andreas Bleich II, Gerrit Oettgen und Fisnik Blakaj in Szene zu setzen.

Nach einer halben Stunde stellten sich in der offenen Partie, bei der es hin und her ging, die Chancen im Zwei-Minuten-Takt ein. Antony Henrykowski, Florian Lehmler und Florian Spengler auf Seiten der FSV Osterspai (30., 32. und 36.) sowie Fisnik Blakaj auf Seiten der Gäste (34.) vergaben.

Die SG aus dem Oberwesterwald wurde im zweiten Abschnitt gefährlicher und spielbestimmender. "Wir haben die erste Halbzeit verpennt", so Marco Schnell vom letztjährigen Meister der Kreisliga A Westerwald/Sieg. Immer wieder trugen die Gelb-Blauen schnelle Konter vor. Einen der langen Bälle von Schnell nahm der sehr schnelle Angreifer Gerrit Oettgen auf, passte zielgenau vor dem Tor quer auf Fabian Hüsch, der dann das Kunststück vollbrachte, aus lediglich drei Metern über das leere Tor zu schießen (65.).

In der 81. schaffte dann Fisnik Blakaj ähnliches, als er frei stehend vor dem Gehäuse verpasste, den Gastgebern den berühmten Knock-out zu versetzen. In der Schlussminute vergab auf der anderen Seite Lukas Henrykowski für die Mies-Elf die Gelegenheit zum Sieg.

"In den letzten 25 Minuten haben wir nicht gut gespielt und Glück gehabt. Ein Punkt ist zu wenig, aber wir müssen damit leben", so Marc Mies von der heimischen FSV. Müschenbachs Spielertrainer Marco Schnell musste enttäuscht die Rückreise in den Westerwald antreten: "In der zweiten Halbzeit war es ein Spiel auf ein Tor. Dies sind zwei verschenkte Punkte, die uns in der Endabrechnung noch so richtig weh tun können."

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Doppelter Elfmeter lässt den SV Rheinbreitbach jubeln

Der abstiegsgefährdete Bezirksligist SV Rheinbreitbach wollte nach seinem jüngsten Erfolg unbedingt spielen und setzte am Sonntagmorgen alle Hebel in Bewegung, um die Spielfläche in Rheinbreitbach vom Schnee zu befreien. Die Arbeit hat sich gelohnt: Durch den 2:1 (0:0)-Erfolg über die ebenfalls im Abstiegskampf befindliche SG Müschenbach hat d...er SVR den Kontakt zu den Nichtabstiegsplätzen wieder hergestellt. Spieler und Verantwortliche des SV Rheinbreitbach hatten kräftig gearbeitet. Der Schnee auf dem Kunstrasen war fast vollständig beseitigt, als Schiedsrichter Benjamin Klapper die Partie planmäßig anpfiff. "Wir hatten nur in den ersten fünfzehn Minuten leichte Standprobleme. Doch danach wurde das Spielfeld von Minute zu Minute immer besser", zeigte sich auch SG-Spielertrainer Marco Schnell mit der einzigen Spieldurchführung in der Bezirksliga Ost einverstanden.
Doch was die 120 Zuschauer in Rheinbreitbach in den ersten 60 Minuten zu sehen bekamen, war nicht das Gelbe vom Ei. Beide Mannschaften suchten ihr Glück ausschließlich in der Defensive. Torchancen auf beiden Seiten waren absolute Fehlanzeige. "Wir wollten so lange wie möglich die Null halten, um dann erst in der Schlussphase auf die Führung zu drängen", verteidigte SVR-Trainer Michael Blankenheim die vorsichtige Gangart. Doch seiner Taktik machte ausgerechnet Kapitän Tim Eimermacher einen dicken Strich durch die Rechnung. Völlig sinnlos haute er nach 61 Minuten seinen Gegenspieler Fisnik Blakaj im Strafraum um. Den fälligen Strafstoß verwandelte Steffen Ecker sicher zur 1:0-Führung der Gäste. Nun wurde die durchwachsene Partie auf einen Schlag deutlich besser. Rheinbreitbach machte mächtig Dampf und schnürte Müschenbach in der eigenen Hälfte förmlich ein. So gelang Deni Galijas nur fünf Minuten später der 1:1-Ausgleich. "Da haben wir die Gastgeber durch einige persönliche Fehler im Vorfeld schon frühzeitig beschert", ärgerte sich Schnell. Nun erhöhte der SVR den Druck noch einmal. So verfehlte Enes Özbek (71.) aus sechs Metern freistehend das fast leere Tor. Für Aufregung sorgte dann ein weiterer Elfmeterpfiff von Klappert. Er sah in einem "Schubser" an Lukas Bornheim ein klares Foulspiel in Strafraum. Ein harte, aber vertretbare Entscheidung dessehr guten Schiedsrichters. Dieses Mal nahm Özbek etwas genauer Maß und jagte den Ball ins Tor. Doch Schiri Klappert zeigte erneut gute Übersicht und ließ den Strafstoß wiederholen. Einige Rheinbreitbacher Spieler waren schon vor dem Schuss in den Strafraum gelaufen. Özbek bewies Nervenstärke und verwandelte auch die Wiederholung sicher.
Der SVR führte 2:1 und schaukelte den knappen Sieg über die Zeit. "Nach 60 Minuten Taktik pur war es in der Schlussphase ein spannendes Spiel. Rheinbreitbach hat vielleicht einen Tick mehr investiert als wir. Deshalb ist der Sieg auch nicht unverdient", sagte
Schnell. Freude pur dagegen bei Blankenheim: "Es ist heute alles so gelaufen, wie wir uns das vorgestellt haben. Wir haben in den vergangenen zwei Wochen bewiesen, dass wir in die Liga gehören."

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Meuer leitet Wende ein: Westerburg dreht Spiel gegen Müschenbach

Fußball - Nach dem 3:1 (0:1)-Heimsieg gegen die SG Müschenbach/Hachenburg bleibt die SG Westerburg/Gemünden zum Ende der Hinrunde in der Bezirksliga Ost weiterhin als einzige Elf zu Hause ungeschlagen. Allerdings sah es lange Zeit nicht so aus, als würden die Punkte im Westerburger Stadion bleiben. Der Klassenneuling wollte seinen derzeit guten Lauf mit zuletzt drei Siegen in Folge durch eine vornehmlich in der ersten Halbzeit engagierte Vorstellung fortsetzen.

Die SG Westerburg tat sich enorm schwer, ins Spiel zu finden, während die Gäste ohne Ball mehr unterwegs waren und die größere Spielfreude entwickelten. Westerburg kam nicht in die Zweikämpfe, ließ dem Neuling zu viel Spielraum und ließ keine klare Struktur erkennen.

Völlig verdient hatte der Aufsteiger nach 23 Minuten die Nase vorn, als Steffen Ecker einen direkten Freistoß um die Abwehrmauer gedreht hatte. Die Mannschaft um Spielertrainer Marco Schnell trat als geschlossene Einheit auf und und wirkte in der Defensive sehr konzentriert. In der 38. Minute verzog der Müschenbacher Torschütze, nachdem er zwei Gegner versetzt hatte.

Unmittelbar nach Wiederbeginn zog Fisnik Blakaj aus kurzer Distanz ab, Westerburgs Schlussmann Carsten Wolf klärte per Fußabwehr. Die Gastgeber leisteten sich viele Fehler im Passspiel, eine gewisse Unruhe machte sich breit.

Spielertrainer Oliver Meuer hatte genug gesehen. Kaum im Spiel, holte er clever einen Strafstoß heraus. "Ein fragwürdiger Elfmeter hat das Spiel gedreht", ließ Müschenbachs spielender Übungsleiter Marco Schnell seine Enttäuschung nach der Schlüsselszene der Begegnung freien Lauf, nachdem sich einer seiner Nebenleute im Zweikampf ungeschickt angestellt hatte. Danach ging ein Ruck durch Westerburgs Elf, die binnen sieben Minuten mit zwei herrlichen Treffern den Aufwärtstrend des Gegners stoppte. Die Hausherren erhöhten den Einsatz, ihr Spiel gewann an Sicherheit, während sich beim Aufsteiger Resignation breit machte.

"Es war eine unverdiente Niederlage. Wir waren 60 Minuten klar überlegen und haben unsere Chancen nicht genutzt. Auf die Einwechslung von Oliver Meuer konnte ich angesichts unserer Personalnot nicht reagieren", war Marco Schnell ziemlich bedient. "In einer ganz schlimmen ersten Halbzeit haben wir alles vermissen lassen. Nach der Standpauke wurde es nach einer Stunde besser, und die Tore haben wir schön herausgespielt", war Meuer zumindest mit dem Ergebnis am Ende zufrieden.

Westerburg: Wolf - Heinen, Knabe (83. Thoma), Hartmann - Beutgen, Wengenroth, D. Meuer - Herkersdorf (58. O. Meuer), Gläser - Weber, Reßmann (46. Zinser).

Müschenbach: Zenz - Kemper, Schnell, Sönmez - Merz, Bleich - Mies, Ecker, Altgeld (73. Kunz) - Blakaj, Oettgen.

Schiedsrichter: Jan Lehmann (Hahnstätten).

Zuschauer: 120.

Tore: 0:1 Steffen Ecker (23.), 1:1 David Gläser (60., Foulelfmeter), 2:1 Björn Weber (65.), 3:1 David Gläser (67.).

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Der FV Engers verliert erst im Kopf und dann auf dem Spielfeld


Fußball-Bezirksliga Ost - Katerstimmung zum Karnevalsauftakt am 11.11. am Engerser Wasserturm. Mit 0:1 (0:1) endete die Serie des zuletzt famos auftretenden FV Engers in der Fußball-Bezirksliga Ost gegen den bis dato auswärts sieglosen Aufsteiger SG Müschenbach/Hachenburg. Im Lager der Gäste war der Jubel unbeschreiblich groß. Vorsitzender Bernd Kohlhaas hüpfte über den Rasen als hätten die Westerwälder den Aufstieg in die Bundesliga geschafft. Und Minuten nach dem Spiel versammelte sich die Mannschaft des Neulings am Anstoßpunkt, bildete einen Kreis, und hielt einige Zeit inne.

Die Rezeptur dieses überraschenden Ausgangs wurde mit den altbekannten "Klassikern" gewürzt: Glück, Pech, Unvermögen, Cleverness, Überheblichkeit, schwierigste Platzverhältnisse -je nach Sichtweise trafen diese Faktoren auf beide Mannschaften zu. Im Grunde genommen hatten beide Trainer mit ihren Analysen Recht. Sascha Watzlawik auf Engerser Seite: "Von Müschenbach war nicht viel zu sehen, wir haben unsere Chancen nicht verwertet. Sie haben zunehmend clever gestanden." Marco Schnell, Spielertrainer der Gäste: "Dem Gegner ist eigentlich nicht viel eingefallen, Engers war nur durch Standardsituationen gefährlich."

Wahrscheinlich wurde dieses Spiel bereits vor dem Anstoß entschieden. In den Köpfen der Engerser Spieler. Übungsleiter und Abwehrchef Watzlawik hatte die Seinen darauf hingewiesen, von Beginn an hellwach zu sein - doch die meisten Akteure hatten wohl nicht genau zugehört. Denn trotz optischer Überlegenheit von Beginn an dauerte es 20 Minuten, bis die Gastgeber richtig im Spiel waren. Bis zu dieser Phase gewannen die Kombinierten die Mehrzahl der Zweikämpfe, so auch nach sieben Minuten als Fisnik Blakaj aus kurzer Distanz zum 0:1 abstauben durfte. Dass das auch schon der Endstand sein sollte, darauf hätte wohl niemand der Zuschauer gewettet.

Nachdem Engers zweikampfmäßig im Spiel war, setzte sich das Geschehen zunehmend zwischen Mittellinie und Müschenbacher Strafraum fest. Eine Flut von Freistößen nach teilweise naiven Fouls des Aufsteigers beschwor bedrohliche Situationen vor dem Tor der Gäste herauf. Allerdings fehlte den FVE-Akteuren die Präzision im Abschluss, meist gingen die Schüsse vorbei oder drüber. Und wenn sie aufs Tor kamen, waren es Schüsse der Marke Kullerball. Eine leichte Beute für Torhüter Markus Zenz.

Es schien dennoch nur noch eine Frage der Zeit zu sein, wann ein Tor für Engers fallen sollte. Kurz nach Wiederbeginn war es eigentlich so weit. Vitalij Karpov bekam einen Abpraller sechs Meter vor dem Tor auf den Fuß. Er holte aus - und hob den Ball auf die Latte des leeren Kastens. In dieser Szene fehlte dem Angreifer die Standfestigkeit auf dem sumpfigen Geläuf. Watzlawik beklagte sich nach dem Spiel nicht über diese Portion Pech: "Die schlechten Platzverhältnisse galten für beide Mannschaften."

Diese vergebene Möglichkeit leitete eine Zäsur für den weiteren Spielverlauf ein. Obwohl die Gäste seit Mitte der ersten Halbzeit nicht mehr vor das Engerser Tor kamen, bekamen sie die Offensivbemühungen der Grün-Weißen fortan in den Griff. Immer seltener gelang es den Gastgebern in den Strafraum gegen tief stehende, aber keinesfalls destruktive Müschenbacher zu Chancen zu kommen. Es fehlte der Funke, für Außenstehende teilweise auch die Überzeugung, das Spiel noch umdrehen zu können. An kämpferischem Einsatz fehlte es keineswegs, "aber vielleicht haben einige bei uns gedacht, es läuft von alleine", wie Watzlawik bilanzierte.

Einem Schuss an die Unterkante der Latte durch John Peter Altgeld (82.) hatte Engers nur noch einen Latten-Kopfballtreffer durch Watzlawik entgegenzusetzen (88.). An Tagen wie diesen sollte der Ball nicht reingehen. "Das war ein Big Point im Abstiegskampf" , sagte Müschenbachs Schnell hinterher und lobte "die ständige Weiterentwicklung" seiner Mannschaft in den vergangenen Wochen.
Müschenbach feiert den dritten Dreier in Folge

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SG Müschenbach - SG Miehlen 4:1
Im letzten Heimspiel der Hinrunde konnte das Team von Spielertrainer Marco Schnell den positiven Trend der letzten Wochen bestätigen und einen wichtigen Dreier gegen einen direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenverbleib einfahren. Nach 90 Minuten hieß es: Müschenbach 4, Miehlen 1.
Bei trübem Novemberwetter ist der erste Durchgang schnell erzählt. Während es Müschenbach kaum gelang, spielerische Akzente zu setzen und Kombinationen über mehrere Stationen Mangelware waren, hatten die Miehlener Spieler noch elementarere Schwierigkeiten. Auf dem rutschigen Geläuf im Hachenburger Stadion waren die Mannen um Spielertrainer Rüdiger Graden hauptsächlich damit beschäftigt, die Bodenhaftung nicht zu verlieren.
So war es nur wenig verwunderlich, dass ausschließlich Standardsituationen für Torgefahr sorgten. Dass Müschenbach mit Steffen Ecker einen ausgewiesenen Spezialisten in den eigenen Reihen hat, zeigte sich bereits nach 16 Minuten. Von der Kante des Strafraums zog er ab und ließ Bastian Hofmann im Miehlener Tor keine Chance, 1:0. Das 2:0 fiel dann erneut durch eine Standardsituation: Michael Merz hatte mit einem Eckball Maximilian Mies mustergültig bedient und dieser köpfte unbedrängt ein. Trainer Graden analysierte anschließend treffend: "Wir haben die erste Halbzeit komplett verschlafen, überhaupt nicht ins Spiel gefunden und nicht eine einzige Torchance herausgespielt."
An der Tatsache, dass die Mannschaft aus dem Taunus sich keine klare Torchance herausspielte, sollte sich jedoch auch bis zum Ende der 90 Minuten nichts ändern. Der zwischenzeitliche Anschlusstreffer durch Bennet Hofmann fiel - wie sollte es anders sein - nach einem Standard. Aus knapp 30 Metern nahm sich der 20-jährige ein Herz und hielt einfach mal drauf, 2:1 (62.) In der Folge kam Miehlen zwar besser ins Spiel, zeigte aber nur selten gelungene Aktionen in Richtung des Tores der Hausherren. Als Andre Müller eine Viertelstunde vor Schluss wegen wiederholten Foulspiels vorzeitig zum Duschen musste, nutzte die heimische SG die sich bietenden Freiräume und schraubte das Ergebnis in die Höhe. In der 83. Minute traf erneut Mies, und kurz vor Ende der regulären Spielzeit setzte sich der eingewechselte Altgeld gegen eine nur zuschauende Miehlener Abwehr energisch durch, 4:1 (89.).
Nach 90 Minuten Krampf und Kampf war auch Spielertrainer Schnell nur bedingt zufrieden. "Mund abwischen und weiter", kommentierte er den dritten Sieg seiner Elf in Folge - betonte aber gleichzeitig, dass es vor allem im spielerischen Bereich noch Luft nach oben gibt.
Sein Gegenüber Graden resümierte: "Müschenbach hatte über die gesamte Dauer mehr Spielanteile, war aggressiver und reifer. Der Überraschungserfolg gegen Engers kommt nicht von ungefähr"

SG Müschenbach zerlegt TuS Montabaur

Fußball - Mit einem zumindest in der Höhe überraschenden 6:1 (2:1)-Sieg über den TuS Montabaur hat die SG Müschenbach/Hachenburg vorerst die Rote Laterne in der Fußball-Bezirksliga Ost abgegeben. "Unser Sieg war auch in dieser Höhe verdient", meinte SG-Spielertrainer Marco Schnell. "Wir waren von Beginn an hellwach und aggressiver und haben gezeigt, dass wir die drei Punkte einfahren wollten."

Die nur 40 Zuschauer im Hachenburger Stadion sahen eine unterhaltsame erste Halbzeit. Die Gastgeber erwischten dabei einen Traumstart, denn vom Anstoß weg schlossen sie ihren ersten Angriff mit dem 1:0 ab, bevor ein Montabaurer Spieler am Ball war. Maximilian Mies zog aus 25 Metern ab und traf in der 2. Minute zum 1:0 ins linke obere Eck. In der 14. Minute legte Mies das 2:0 nach. Torwart Markus Zenz warf den Ball zu Gerrit Oettgen, der das Spielgerät Mies maßgerecht in den Lauf passte. Der Doppeltorschütze tunnelte TuS-Torhüter Andre Faller zum 2:0.

Allerdings war der Müschenbacher Jubel noch nicht ganz verhallt, da hatte Montabaur bereits das Anschlusstor erzielt. Nach einem Handspiel im Strafraum verwandelte Nico Weber in der 15. Minute den fälligen Elfmeter.

Die Müschenbacher agierten bissig und aggressiv, beim TuS Montabaur klaffte zu oft ein großes Loch zwischen Abwehr und Angriff. Die Unzufriedenheit mit der eigenen schwachen Leistung gipfelte dann kurz vor der Pause in einer Gelb-Roten Karte für Dominic Reusch (42.) wegen wiederholten Meckerns.

Auch in der zweiten Halbzeit wurde der TuS Montabaur wie zu Beginn des Spiels kalt erwischt. Nach Fisnik Blakajs Pass von der rechten Seite erhöhte Fabian Hüsch schon in der 47. Minute auf 3:1. Acht Minuten später ließ der starke Maximilian Mies das 4:1 folgen. Nach Blakajs scharfer Hereingabe hatte er wenig Mühe, aus zwei Metern sein drittes Tor zu erzielen.

Danach schalteten die Gastgeber einen Gang zurück. Montabaur hatte nun in Unterzahl mehr Ballbesitz, ohne aber richtig gefährlich werden zu können. In der Endphase erhöhten Ihsan Sönmez (88.) auf Pass von Steffen Ecker und erneut Fabian Hüsch in der Nachspielzeit auf 6:1. Montabaurs Sportlicher Leiter Kurt Atzinger verkniff sich jeden Kommentar zum Spiel.

Müschenbach: Zenz - Schnell - Andreas Bleich I, Kemper (86. Rosenbauer) - Sönmez, Mies, Andreas Bleich II - Oettgen (72. Merz), Ecker (90. Klöckner), F. Hüsch - Blakaj.

Montabaur: Faller - Sprenger, Böhm, Schenkelberg (82. Hagemeyer), Leisenheimer - Römer, Dinler - Wincek (57. Bichert), Reusch, Wörsdörfer - Weber (69. Atzinger).

Schiedsrichter: Lukas Heep (Neuwied). - Zuschauer: 40.

Tore: 1:0, 2:0 Maximilian Mies (2., 14), 2:1 Nico Weber (15., Handelfmeter), 3:1 Fabian Hüsch (47.), 4:1 Maximilian Mies (55.), 5:1 Ihsan Sönmez (88.), 6:1 Fabian Hüsch (90.+1)..

Besonderheiten: Gelb-Rote Karte für Dominic Reusch (Montabaur, 42.), wiederholtes Meckern.

SG Nievern siegt dank Stefan Deusners Tor mit 1:0 gegen Aufsteiger SG Müschenbach

Die SG Nievern/Fachbach hat eine ganze Halbzeit lang geradezu um den Ausgleich gebettelt, doch die eigentlich dringend auf Punkte angewiesene SG Müschenbach/Hachenburg wollte den Gastgebern diesen vermeintlichen Wunsch einfach nicht erfüllen. So behielten die Mannen von Trainer Murat Saricicek nach einem durchwachsenen Kick in der Bezirksliga Ost beim 1:0 (1:0) gegen die Westerwälder alle drei Punkte an der Früchter Straße und rückten auf den sechsten Tabellenplatz vor.
Klare Überlegenheit, deutlich mehr Spielanteile, hochkarätige Torchancen - eigentlich machten die gastgebenden Kombinierten vor der Pause nahezu alles richtig. Auch, nachdem Stefan Deusner in der Anfangsviertelstunde gleich eine Großchance ausließ. Doch weil er es nach 19 Minuten besser machte, war bei den in Grün gekleideten Nievernern und Fachbachern zu diesem Zeitpunkt noch alles im grünen Bereich. Die Gäste hatten nach einem Schussversuch den Ball zu kurz abgewehrt, der erfahrene Mittelfeldmann Deusner versenkte das Leder aus 13 Metern entschlossen zur Führung in den Tormaschen.
Das 1:0 behielt bis zur Pause seine Gültigkeit, was den Gästen mehr schmeichelte als den Einheimischen. Bei einem langen Pass auf Salvatore Mayer kam Gästekeeper Markus Zenz einen Tick früher an den Ball als der Stürmer (30.). Als nur eine Minute später, wieder war es ein tiefer Ball, Matthias Hoffmann gefährlich im Strafraum aufkreuzte, ging der Ball nach einem schwachen Abschluss links neben das Tor. Hoffmann war es auch, der quasi mit dem Pausenpfiff eine Hereingabe von Florian Panny nicht voll erwischte und der Ball so leichte Beute von Zenz wurde.
Die SG Müschenbach/Hachenburg fand auch statt, aber nicht gerade gefährlich. Ein Freistoß von Andreas Bleich (33.) landete mitten vor dem Tor und damit ohne Probleme in den Armen von Nieverns bis dahin wenig beschäftigtem Keeper Florian Lindner.
Nach der Pause hingegen stellte Nievern den Spielbetrieb ein, überließ den Gästen das Feld. Die waren jedoch nur zu selten in der Lage, den Ball gefährlich an den Strafraum der Grünen zu bringen. Bei einem Kopfball des eingewechselten Maximilian Mies war noch ein Bein der Gastgeber dazwischen (66.), ein Freistoß von Steffen Ecker landete in Lindners Armen.
So blieb es auch nach vier hektischen Minuten Nachspielzeit beim 1:0 für die Gastgeber - doch selten dürfte man einen Sieger gesehen haben, der derart unzufrieden den Platz verließ. "Wir haben nicht gut gespielt", sagte Nieverns Trainer Murat Saricicek. "Dennoch hatten wir ausreichend Chancen in der ersten Hälfte, das Spiel vorzeitig zu entscheiden. Am Ende haben wir uns einfach zu naiv angestellt, haben viel zu überhastet agiert." Immerhin reichte die Leistung zu drei Punkten. Sariciceks Gegenüber Marco Schnell musste indes ohne Ausbeute zurück in den Westerwald reisen. "Insgesamt hätten wir einen Punkt verdient gehabt. Ich kann den Jungs keinen Vorwurf machen, wir haben gekämpft, wurden aber nicht dafür belohnt. Es war eine deutliche Steigerung unserer Leistung im Vergleich zur Vorwoche erkennbar, aber am Ende stehen wir wieder mit leeren Händen auf dem Platz."

Thomas Schäfer verwandelt beim klaren Auswärtssieg drei Elfmeter

Bei bestem Fußballwetter in Müschenbach boten die Gäste aus Berod eine gute Leistung und siegten am Ende verdient mit 5:1 (1:0). Mann des Spiels war Spielertrainer Thomas Schäfer, der drei Elfmeter verwandelte. Schiedsrichter Kochanetzki wirkte hingegen nicht immer sicher. Zuerst pfiff er einen Strafstoß, obwohl das umstrittene Foul außerhalb des Sechzehners lag (56.), und kurz vor Schluss nahm er dann auch noch eine Gelb-Rote Karte gegen Timo Land zurück, weil er die Ampelkarte gezeigt hatte, ohne den Spieler vorher verwarnt zu haben. Der SC Berod-Wahlrod war von Beginn an präsenter und der heimischen SG vor allem im kämpferischen Bereich weit überlegen. Die Folge war das frühe 0:1 durch René Nagel (8.). Nach dem Platzverweis gegen Ihsan Sönmez wegen wiederholten Foulspiels (34.) vergab Martin Müller die Chance, den Vorsprung auszubauen. "Wir haben in der ersten halbe Stunde dem Gegner richtig den Schneid abgekauft" kommentierte Thomas Schäfer die erste Halbzeit durchweg zufrieden. In der 56. Minute rückte dann der Schiedsrichter in den Mittelpunkt, als er nach einem zweifelhaften Foul von Michael Merz an Schneider, außerhalb des Strafraums, auf den Punkt zeigte. Den Elfmeter verwandelte Schäfer sicher (50.). Fast im direkten Gegenzug erzielten die Gastgeber, von denen offensiv bis dato wenig zu sehen gewesen war, durch Fabian Hüsch den 1:2-Anschlusstreffer (58). Die Freude über das Tor währte jedoch nur kurz. In der 63.Minute war es erneut Schäfer, der den Elfmeter nach einem Foul von Spielertrainer Marco Schnell sicher in die Maschen drosch (56.). In der 81. schickte der Schiedsrichter den eingewechselten Beroder Felix Velten mit Rot wegen groben Foulspiels zum Duschen (81.). Die Schlussphase hatte es dann in sich: Zuerst erhöhte Simon Oberender auf 1:4 (83.), ehe Schäfer auch den dritten Strafstoß sicher verwandelte (89.). SG-Spieler Merz hatte zuvor mit der Hand einen Angriff der Gäste vereitelt und sah dafür Rot. Spielertrainer Schnell äußerte sich nach dem Abpfiff entsprechend enttäuscht: "Wir haben vor allem in der ersten halben Stunde alles vermissen lassen, was insbesondere ein Derby kennzeichnet. Der frühe Platzverweis war für mich spielentscheidend." Sein Gegenüber Schäfer wirkte wesentlich euphorischer. "Wir haben heute ein klasse Spiel gemacht. Ich möchte auf der heutigen Leistung aufbauen und den Schwung für nächste Woche mitnehmen."

Müschenbach: Zenz - Schnell (67. Altgeld) - Andreas Bleich I, Chr. Hüsch (33.Oettgen) - Merz, Mies, Andreas Bleich II (69. Rein) - Sönmez, Ecker, F. Hüsch - Blakaj. Berod-Wahlrod: Redel - Neumann, Frohn, Hähr, Ünal - Kuhfeld (64. Ostermann), Land - Nagel, Müller (76. Oberender), Schneider (68. Velten) - Schäfer. Schiedsrichter: Richard Kochanetzki (Koblenz) -

Zuschauer: 260.

Tore: 0:1 René Nagel (8.), 0:2 Thomas Schäfer (56., Foulelfmeter), 1:2 Fabian Hüsch (58.), 1:3 Thomas Schäfer (63., Foulelfmeter), 1:4 Simon Oberender (83.), 1:5 Thomas Schäfer (89., Foulelfmeter).

Besonderheiten: Gelb-Rote Karte gegen Ihsan Sönmez (34., Müschenbach) wegen wiederholten Foulspiels; Rote Karte gegen Felix Velten (81., Berod) wegen groben Foulspiels; Rote Karte gegen Michael Merz (89., Müschenbach) wegen Handspiels im Strafraum.

Herdorf feiert ersten Heimsieg der Saison gegen Müschenbach

Fußball-Bezirksliga Ost - Die SG Herdorf hat den Bann gebrochen und den ersten Heimsieg der Saison eingefahren. Gegen die SG Müschenbach gewannen die Hellertaler trotz schwachem Spiels mit 2:0 (0:0) und verbesserten sich in der Tabelle der Fußball-Bezirksliga Ost auf den achten Rang.

Die Akteure der SG Herdorf (blaue Trikots) hatten gegen die SG Müschenbach nicht immer den Ball gespielt. Ihren ersten Saisonerfolg auf eigenem platz feierten die Gastgeber am Ende dennoch. Foto: Perro
Per

Auf dem holprigen Naturrasen hatten die Hausherren gegen den Aufsteiger erneut Probleme, ins Spiel zu kommen. Die ersten Chancen hatten die Gäste, einen 25-Meter-Schuss von Michael Merz wehrte Torwart Marvin Scherreiks nur mit Mühe nach vorne ab. Direkt im Anschluss forderten die Gäste nach einem Zweikampf zwischen Sascha Cichowlas und Ihsan Sönmez einen Elfmeter, doch die Pfeife von Schiedsrichter Marco Huber blieb stumm. Nach genau einer halben Stunde hatten auch die Gastgeber die erste Chance, doch den 18-Meter-Schuss von Daniel Novakovic lenkte Gästekeeper Markus Zenz über die Latte zur Ecke.

Helle Aufregung herrschte im Strafraum der Herdorfer dann in Minute 36: Fisnik Blakaj kam aus vier Metern frei zum Schuss und brachte es fertig, den einzigen Herdorfer auf der Torlinie, Spielertrainer Dirk Spornhauer, anzuschießen. Beim Nachschuss scheiterte Fabian Hüsch dann an Herdorfs Torwart Scherreiks, den Abpraller drosch Steffen Ecker übers Tor. Vier Minuten später verpasste Daniel Singhateh nach Kopfballvorlage von Kenny Scherreiks dann die mögliche Führung der Herdorfer, aus fünf Metern Entfernung schoss er Zenz an.

Direkt nach Wiederbeginn setzte sich der agile Kevin Denter auf der linken Seite durch und legte im Fünfmeterraum quer zu Steffen Busch, der aus kurzer Distanz nur noch den Ball einnicken muss (46.). Danach setzten die Gastgeber aber nicht nach, und die Partie verflachte. Die Gäste gaben nicht auf und hätten in der 70. Minute den Ausgleich erzielen müssen, doch Fabian Hüsch konnte einen genau getimten Pass von Ihsan Sönmez aus fünf Meter Entfernung nicht im Tor unterbringen.

In der letzten Viertelstunde machten die Gäste dann hinten auf, und Herdorf setzte den entscheidenden Konter. Nach einem langen Ball aus der Abwehr eroberten Scherreiks und Busch gemeinsam den Ball, legten den Ball an Zenz vorbei und Scherreiks vollendete schließlich aus kurzer Distanz zum 2:0 (80.).

Spornhauer bewertete anschließend den Auftritt seiner Elf: "Das war kein gutes Spiel, wir haben uns zu wenig bewegt und in der ersten Halbzeit Glück gehabt. Nach dem Führungstreffer haben wir nicht nachgelegt und zu wenig investiert. Zum Glück war der Gegner heute harmlos, und wir sind froh über die drei Punkte." Sein Gegenüber Schnell meinte noch: "Jede Niederlage ist schmerzhaft, aber diese schmerzt besonders. Trotzdem war dies unser bestes Auswärtsspiel und Kleinigkeiten haben heute das Spiel entschieden."

Müschenbach siegt dank Hüsch-Tor

Fußball - Nichts zu holen gab es für die Spvgg EGC Wirges II um Trainer Stefan Waßmann beim Bezirksliga-Aufsteiger SG Müschenbach/Hachenburg. Die Mannschaft von Spielertrainer Marco Schnell krönte mit einem 1:0 (1:0) die "englische Woche" durch ihren zweiten Heimsieg in Folge. "Wir haben wochenlang drum gebettelt - heute war es dann endlich so weit", kommentierte Waßmann die erste Saisonniederlage seiner Mannschaft.

Der Aufsteiger SG Müschenbach/Hachenburg (blaue Trikots) ist spätestens mit dem 1:0-Sieg über die bislang ungeschlagene Spvgg EGC Wirges II endgültig in der Bezirksliga Ost angekommen. Foto: Michael Wallrath
Michael Wallrath

Zwar hatte Wirges II die gesamte erste Halbzeit mehr Ballbesitz und auch ein deutliches Übergewicht im Mittelfeld, verpasste es allerdings, diese Vorteile in zwingende Torchancen umzusetzen. Lediglich durch Standardsituationen von Torsten Hehl erzeugten die Gäste Gefahr.

In der 27. Minute rettete der Pfosten der Heimmannschaft das Unentschieden, nachdem Marvin Binge im Anschluss an eine von Hehl getretene Flanke zum Abschluss gekommen war. Fünf Minuten später bediente Binge Frank im Strafraum, der die Flanke allerdings nicht verwerten konnte (32.).

Mehr oder weniger aus dem Nichts fiel dann die Führung für die Gastgeber, von denen die restliche erste Hälfte außer bei Fernschüssen von Steffen Ecker (24.) und Michael Merz (31.) recht wenig zu sehen war. Als sich alle schon auf ein torloses Remis zur Halbzeit eingestellt hatten, passte Ecker den Ball auf die rechte Seite zu Ihsan Sönmez. Der bediente Fabian Hüsch in der Mitte mustergültig, und so stand es plötzlich 1:0 (45+1.) für den Aufsteiger.

"Das Tor fiel in einer Phase, als wir deutlich mehr Ballbesitz hatten", kommentierte Waßmann. "Allerdings muss man auch ehrlich sagen, dass uns die Ideen gefehlt haben, den Gegner noch mehr unter Druck zu setzen und zwingende Torchancen herauszuspielen."

Nicht alleine deswegen nahm Waßmann in der Pause einen Verteidiger aus dem Spiel, stellte auf eine Dreierkette um und brachte mit Fabio Scumaci und Daniel Günster neue Kräfte zur Belebung der Offensive.

Die Heimmannschaft lauerte auf weitere Kontermöglichkeiten und bot den spielerisch überlegenen Gästen vor allem kämpferisch Paroli. Ein Hackentrick im Anschluss an eine Ecke (80.) sowie ein Schuss aus 25 Metern (83.) halfen den Wirgesern ebenso wenig zum Erfolg zu kommen wie ein Pfostenschuss von Günster nach einem langen Einwurf von Schnug (86.). Glück hatte die Mannschaft von Trainer Schnell kurz vor Schluss, als Tim Labonte frei vor Torwart Markus Zenz zum Abschluss kam, aber an dessen Oberkörper scheiterte (88.).

Marco Schnell freute sich über die Rückkehr "des Quäntchen Glücks. Das war heute ein hart erkämpfter Sieg, um den wir zum Schluss noch mächtig zittern mussten. Zwar haben wir aus dem Spiel heraus wenig zugelassen, im Gegenzug unsere Kontermöglichkeiten aber auch nicht verwertet. So blieb es - vor allem auch durch die gefährlichen Wirgeser Standardsituationen - spannend."

SG Müschenbach holt mit dem 2:0 gegen Osterspai die ersten Bezirksliga-Punkte seit ihrem Aufstieg

Fußball - m Duell der Bezirksliga-Aufsteiger haben die Fußballer der SG Müschenbach/Hachenburg den Bann gebrochen und sich durch einen ungefährdeten 2:0 (1:0)-Heimsieg gegen die FSV Osterspai/Kamp-Bornhofen die ersten Punkte in dieser Spielzeit gesichert.

Nach einer zehnminütigen Phase des Abtastens nahm die Mannschaft um Spielertrainer Marco Schnell, die wieder auf ihren etatmäßigen Torwart Markus Zenz zurückgreifen konnte, das Heft des Handelns in die Hand.

Eine Reihe von Torchancen zwischen der 11. und der 30. Minute waren die Folge von einem Übergewicht im Mittelfeld und präzisem Kombinationsspiel der Heimmannschaft. In der 14. Minute traf Ihsan Sönmez nach Zuspiel von Andreas Bleich II nur die Latte, zwei Minuten später verpasste ein Schuss von Michael Merz, den er zuvor mit einer Eckballvariante über Sönmez selbst eingeleitet hatte, sein Ziel nur knapp. Wiederum zwei Minuten später verpasste Fisnik Blakaj die mögliche Führung, ehe diese Steffen Ecker in der 20. Minute gelang. Andreas Bleich II war durch das gesamte Osterspaier Mittelfeld spaziert, und der Abpraller von Blakaj landete im Anschluss vor den Füssen von Ecker. Aus 18 Metern ließ er FSV-Torwart Kai Weiler keine Chance.

Auch nach der Führung kamen die Westerwälder zu Möglichkeiten, ohne diese aber zu verwerten. Müschenbachs Trainer Schnell kommentierte: "Wir haben heute super gespielt, wenn ich etwas bemängeln kann, dann ist es lediglich die Chancenverwertung." Osterspai fand in der ersten Halbzeit nie ins Spiel und prüfte Zenz lediglich im Anschluss an einen von Felix Lemler getretenen Freistoß (43.). Der zweite Durchgang begann so, wie der erste aufgehört hatte. Nachdem Weiler einen Kopfball von Maximilian Mies entschärfen konnte und einen Schuss von Blakaj parierte (50.), war auch er in der 59. Minute machtlos, als der agile Blakaj Fabian Hüsch bediente und dieser zur 2:0 Führung traf (59.). Von Osterspai war weiterhin nichts zu sehen, und bis zur 90. Minute entwickelten die Gäste vom Rhein keine einzige Chance aus dem Spiel heraus. Lediglich Standardsituationen von Lemler sorgten für einen Hauch von Gefahr. Die Gastgeber hingegen erspielten sich durch Stuart Dykewicz (76.), Sönmez (82.) und Mies (89.) weitere Möglichkeiten, verpassten es allerdings, die Führung auszubauen.

Gästetrainer Marc Mies attestierte seiner Mannschaft eine "unterirdische Leistung" und nahm lediglich seinen Torwart Kai Weiler in Schutz. "Wir haben zu keiner Zeit ins Spiel gefunden und die Grundtugenden Einsatzbereitschaft und Zweikampfverhalten schmerzlich vermissen lassen. Wir haben heute verdient verloren und die Chance, uns in der Tabelle abzusetzen, leichtfertig liegen lassen." Wesentlich zufriedener zeigte sich sein Kollege Marco Schnell: Ich bin sehr erleichtert. Das heutige Spiel war für uns der erhoffte Befreiungsschlag. Wir haben keine einzige Torchance zugelassen und uns im Gegenzug eine Reihe von Möglichkeiten erspielt. Wenn ich unbedingt etwas kritisieren wollte, dann sicherlich die mäßige Auswertung."

Rheinlandpokal SG Müschenbach/Hachenburg I - VfB Linz I 3:2 nach Verlängerung (2:2, 1:1).
Hundsangen vor dem Tor eiskalt - Nur Warme Worte für Müschenbach

Fußball - Für Komplimente kann man sich nichts kaufen, und gnadenlose Effektivität zahlt sich aus. Um diese Erkenntnis, aber auch nur um diese, war der Spielertrainer des Fußball-Bezirksligisten SG Müschenbach/Hachenburg, Marco Schnell, nach dem 2:6 (0:2) gegen die SG Hundsangen/Obererbach reicher. Schnell ereilten schon vor Spielbeginn Hiobsbotschaften. Carsten Rein war erkrankt, und nachdem der etatmäßige Keeper Markus Zenz mit Bänderdehnung ausfiel, verletzte sich die Nummer zwei Lukas Brenner beim Aufwärmen. So kam Matthias Hoffmann nach zwei Jahren zu einem spontanen Comeback.
An dieser Stelle noch mal vielen Dank an Matthias, der sich bereit erklärt hat als Ersatztorwart bereit zu stehen und diesen Sonntag sowohl in der zweiten, als auch in der ersten Mannschaft auszuhelfen.
Außerdem natürlich alles Gute an Lukas Brenner, für den der Tag wohl nicht hätte unglücklicher laufen können!

Im Duell zweier bislang in dieser Saison arg gebeutelter Mannschaften war der gastgebende Bezirksliga-Vorletzte dem Rheinlandliga-Schlusslicht in der ersten Hälfte recht deutlich überlegen. Zwar ging der VfB Linz durch einen 20-Meter-Schuss von Kemo Faljic in der 8. Minute in Führung, doch Andreas Bleich II glich in der 31. Minute mit einem herrlichen Schuss in den Winkel aus. Die SG Müschenbach war nun am Drücker, doch Fabian Hüsch (36.) scheiterte an VfB-Keeper Christopher Schady; nach einem Schuss von Stuart Dykewicz klärte der Linzer Abwehrspieler Sead Siljkovic auf der Torlinie (44.).
Auch nach der Pause blieb der Bezirksligist überlegen, nutzte aber seine Chancen nicht. Kemo Faljic brachte die Linzer erneut in Führung: Sein Freistoß aus 40 Metern flog in der 62. Minute an allen vorbei ins lange Eck. In der 85. Minute gelang dem erst zwei Minuten zuvor eingewechselten Maximilian Mies nach einer schönen Müschenbacher Kombination der verdiente Ausgleich. Ihm gelang auch der Siegtreffer in der 111. Minute.

VfL Bad Ems landet beim 4:1 gegen die SG Müschenbach den ersten Saison-Dreier

Fußball - Aufatmen beim Anhang des VfL Bad Ems: Am Freitagabend gelang den Kurstädtern mit dem am Ende deutlichen 4:1 (3:1)-Erfolg gegen den Aufsteiger SG Müschenbach/Hachenburg im vierten Anlauf der erste Bezirksliga-Dreier der Saison, während der Neuling weiter auf das erste Erfolgserlebnis warten muss.

Vor rund 100 Zuschauern im Stadion Silberau überraschten die Westerwälder mit einem von Beginn an forschen Auftritt. Nachdem sich beide Teams weitgehend im Mittelfeld neutralisiert hatten, sorgte Micha Krohmann mit einem sich in den Winkel senkenden Distanzschuss aus rund 25 Metern für die Führung der Platzherren - ein Treffer aus wahrlich heiterem Himmel (18.).

Müschenbach war jedoch nicht geschockt und suchte weiter im Vorwärtsgang seine Chance. VfL-Keeper Bastian Staudt entschärfte kurz darauf einen strammen Flachschuss John-Peter Altgelds (20.). Mehr Glück im Abschluss hatte David Hübel, der Markus Zenz im SG-Gehäuse mit einem Volleyschuss aus elf Metern zum zweiten Mal das Nachsehen gab (28.). Was einmal geht, funktioniert auch nochmals dachte sich Hübel und überwand Zenz aus halblinker Position zum 3:0 (43.). Doch nach Ihsan Sönmez' Anschluss per Vollspann-Schuss von der Strafraumgrenze (45.) gestaltete sich der Kabinengang für die SG-Elf um Spielertrainer Marco Schnell ein wenig erträglicher.

Beflügelt vom ersten Tor drängten die unermüdlichen Aufsteiger nach Wiederbeginn auf den Anschluss. Allerdings mussten sie zunächst bei einem Krohmann-Schuss, der nur knapp über den Kasten strich, den Atem anhalten (47.). VfL-Schlussmann Bastian Staudt zeigte dann gegen Andreas Bleich, den Mann mit der Nummer sieben, eine tolle Parade (66.) und hatte kurz darauf das Glück des Tüchtigen, als ein Freistoß des früheren Guckheimers Steffen Ecker ans Lattenkreuz krachte (70.). Eine Resultatsverbesserung für die nie aufsteckenden Kombinierten wäre hoch verdient gewesen. Doch im Fußball zählen eben einzig und allein die Tore. Und die gelangen dem VfL. Nachdem Nicholas Liefke noch freistehend am für den verletzt ausgeschiedenen Zenz zwischen die Pfosten gerückten Lukas Brenner gescheitert war, profitierte der Emser Goalgetter drei Minuten vor dem Abpfiff von einem schlimmen Patzer von gleich zwei Müschenbacher Verteidigern, die über den Ball schlugen und Liefke endgültig den Sack zumachte.

"Wir haben zwar verdient gewonnen, aber gegen einen harmlosen Gegner kein überzeugendes Spiel hingelegt", meinte VfL-Coach Frank Wendland. Sein Kollege Marco Schnell war hingegen restlos bedient. "Was nützen gefühlt 70 Prozent Ballbesitz, wenn man sich auskontern lässt. Unser Abwehrverhalten war heute nicht bezirksligareif."

Kevin Lopata nickt der SG Müschenbach die Punkte weg

Fußball - Am dritten Spieltag der Bezirksliga Ost verpasste der Aufsteiger SG Müschenbach/Hachenburg beim 0:1 im Heimspiel gegen die SG Weitefeld-Langenbach/Friedewald einen möglichen Punktgewinn.

Durch die sensationelle Vorarbeit von Joshua Weller und dem Torriecher von Kevin Lopata beim entscheidenden Treffer steht die SG Müschenbach nach drei Spieltagen weiterhin ohne Punkte im Tabellenkeller. Bei bestem Fussballwetter neutralisierten sich die Mannschaften über weite Strecke im Mittelfeld, ohne gefährliche Torraumszenen zu produzieren. Der Trainer der Gäste, Volker Heun, sprach nicht allein aufgrund dessen von einem typischen 0:0-Spiel.

Müschenbach störte den Gegner früh, stand in der Abwehr gut gestaffelt und ließ nur wenige Chancen zu. So dauerte es bis zur 31. Minute, bis Nicolai Weisang mit seinem Fernschuss erstmals das Tor der Heimmannschaft in Gefahr brachte. Zuvor hatte lediglich Steffen Ecker einen Torschuss abgegeben (5.), den Sören Trippler jedoch zur Ecke entschärfte.

In der 37. Minute war es erneut Trippler, der seine Mannschaft vor einem Rückstand bewahrte. Carsten Rein hatte Ihsan Sönmez auf rechts geschickt, dieser präzise auf Fabian Hüsch geflankt, dessen Schuss Trippler glänzend parierte.

Nach einer Stunde folgte dann der geniale Moment von Weller. Nach einem Klärungsversuch von Markus Zenz nahm Joshua Weller den Ball per Fallrückzieher und prüfte Zenz erneut. Der Torwart entschärfte den Ball, war aber beim anschließenden Kopfball von Kevin Lopata machtlos. "Den Ball trifft Joshua sensationell, und Kevin steht dann da, wo ein Stürmer stehen muss", resümierte Heun. Ähnlich sah die spielentscheidende Aktion auch sein Gegenüber Marco Schnell: "Wir haben kompakt gestanden, wenig zugelassen und bekommen dann so ein Tor. Das zeigt, dass uns im Moment auch das Quäntchen Glück fehlt."

Im weiteren Spielverlauf erarbeitete sich die Mannschaft von Schnell zwar einige Chancen, ohne jedoch den Weitefelder Sieg ernsthaft in Gefahr zu bringen. Der eingewechselte Stuart Dykewicz schoss nach Flanke von Johnny Altgeld (79.) über das Gehäuse, und auch der Drehschuss von Sönmez (82.) verfehlte sein Ziel. Auf der Gegenseite verpasste der agile Fabian Lohmar das zweite Tor (71.), nachdem er Zenz schon überwunden hatte.

"Es war das erwartet schwierige Spiel und Müschenbach kein Vergleich zu Osterspai letzte Woche. Wir hatten sicherlich die größeren Spielanteile, jedoch hatte ich mich schon fast auf ein 0:0 eingestellt", resümierte Heun. "Weitefeld gewinnt das Spiel sicherlich nicht unverdient, aber mit ein bisschen Glück holen wir auch einen Punkt. Wir müssen auf der heutigen Leistung aufbauen", meinte Schnell.

SG Müschenbach/Hachenburg: Zenz - Schnell - Andreas Bleich I, Chr. Hüsch - Wisser - Rein (76. Dykewicz), Ecker, F. Hüsch (62. Altgeld), Merz - Sönmez, Oettgen (69. Andreas Bleich II.)

Doppelter Elfmeter hilft der SG Puderbach

Den zweiten Sieg im zweiten Spiel holte die SG Puderbach/Urbach-Dernbach/Daufenbach/Raubach in der Bezirksliga Ost. Gegen den Aufsteiger SG Müschenbach/Hachenburg hieß es am Ende 5:3 (1:1).
Dabei waren die Gastgeber auf dem Kunstrasenplatz in Puderbach verhalten ins Spiel gestartet. Es fehlte eine Anspielstation und die vielen langen Bälle von der Mittellinie in den gegnerischen Strafraum fanden äußerst selten ihr Ziel. So war es der Aufsteiger, der sich die ersten Tormöglichkeiten erspielte, wie in der 8. Minute durch John Peter Altgeld. Doch wirklich gefährlich wurde es für die Puderbacher erst nach einem ruhenden Ball. Michael Merz trat den fälligen Freistoß, Ihsan Sönmez profitierte von der schlechten Zuordnung in der Puderbacher Abwehr und...köpfte zur Müschenbacher Führung ein (20.). Glücklich war dann knapp zwanzig Minuten später der Ausgleich der Gastgeber: Der Kullerball von Henrik Sawadsky traf das Müschenbacher Tor unerwartet (39.).
Kurz nach Wiederanpfiff der Partie kam es zur spielentscheidenden Szene. Schiedsrichter Chris Schneider aus Neuhäusel entschied nach einem Freistoß in den Strafraum aus unerfindlichen Grünen auf Foulelfmeter für die Gastgeber. Selbst überrascht über diese Entscheidung trat Vadim Pucha an, doch Müschenbachs Torwart Markus Zenz wehrte den Schuss ab. Weil einige Gästespieler zu früh in den Strafraum gelaufen waren, wurde der Elfmeter jedoch wiederholt, und diesmal traf Pucha zum 2:1 (51.).
Diese Szene brachte die Gäste aus dem Tritt, und nur kurze Zeit später erhöhte Daniel Seuser per Weitschuss auf 3:1. Der eingewechselte Florian Raasch brachte dann in der 75. Minute mit seinem Treffer zum 4:1 nach einem schönen Spielzug die Entscheidung.
Doch in der Schlussphase wurden die Puderbacher unkonzentriert, viele Pässe in der eigenen Hälfte kamen nicht an. So kamen die Müschenbacher wiederum durch ein Freistoßtor von Steffen Ecker in der 80.Minute auf 2:4 heran. Der ebenfalls eingewechselte Puderbacher Mergim Dobruna erhöhte auf 5:2, und in der Nachspielzeit trafen nochmals die Gäste: Gerrit Oettgen sorgte für den 5:3-Endstand.
Puderbachs Trainer Michael Roos war nach dem Sieg seiner Mannschaft erwartungsgemäß zufrieden: " Einziger Schönheitsfehler waren die unnützen Gegentore in der Schlussphase. Das 4:1 müssen wir am Ende einfach besser verwalten. Das hat mich und ich denke auch die Spieler geärgert." Marco Schnell, der Spielertrainer der SG Müschenbach/Hachenburg, konstatierte: "In der ersten Halbzeit haben wir gut gespielt und auch nicht unverdient geführt. Nach der 50. Minute haben wir aber den Faden verloren, und nach dem 3:1 war das Spiel gelaufen."

M. Zenz - M. Schnell, A. Bleich, C. Hüsch, C. Rein, M. Merz, J. Wisser, S. Ecker, F. Hüsch, I. Sönmez, J. Altgeld - A. Bleich II, G. Oettgen, M. Mies, S. Dykewicz

Zum Start der neuen Saison in der Bezirksliga Ost gelang dem SV Rheinbreitbach ein 2:1 (1:1)-Sieg beim Mitaufsteiger SG Müschenbach/Hachenburg.
Die Heimmannschaft begann selbstbewusst und kam in der ersten Viertelstunde zu einer Vielzahl von Möglichkeiten. Doch Carsten Rein, Ihsan Sönmez, Fabian Hüsch und Michael Merz zielten alle zu ungenau oder scheiterten am Rheinbreitbacher Schlussmann. In der 16. Minute landete Steffen Eckers Kopfball nach der ersten Müschenbacher Ecke an der Latte. Nur zwei Minuten später folgte dann die Kopie der Aktion, nur mit dem 1:0 als Ergebnis. Wieder hatte Michael Merz eine Ecke scharf hereingebracht und den freistehenden Ecker bedient, der den Ball problemlos einnickte. Die Freude über die Führung währte jedoch nicht lange. Nur vier Minuten später sah die Müschenbacher Abwehr nach einem Pass von Fabrizio Unterpertinger schlecht aus und konnte den überraschenden Ausgleich durch Lukas Bornheim (22.) nicht verhindern. Vor der Pause hatte Johnny Altgeld noch die Chance zur erneuten Führung, doch auch er scheiterte am Aluminium.
Die zweite Halbzeit begann, wie die erste aufgehört hatte - die Heimmannschaft ließ die Chancen liegen, und der Gast aus Rheinbreitbach schlug erneut zu.
In der 69. Minute tauchte Julian Welter, nach seiner Einwechslung noch keine Minute auf Platz, frei vor Torwart Markus Zenz auf und brachte den Ball im Tor unter.
In der Folge verflachte die Partie - nicht zuletzt wegen der hohen Temperaturen im Hachenburger Stadion. Die von Beginn an tief stehenden Gäste beschränkten sich auf ihre Defensive, und den Müschenbachern fiel trotz optischer Überlegenheit und mehr Ballbesitz nicht viel ein. Kurz vor Schluss hatte Sönmez noch die Möglichkeit zum Ausgleich, doch seinen Kopfball parierte Torwart Lothar Hilkes.
Müschenbachs Spielertrainer Marco Schnell war die Enttäuschung nach Spielschluss deutlich anzumerken: "Unseren Saisonstart haben wir uns anders vorgestellt. Wir haben spielerisch sicherlich nicht unsere beste Leistung geboten, sind aber dennoch zu einer Reihe von Torchancen gekommen, aus denen wir einfach mehr Kapital schlagen müssen." Sein Gegenüber Michael Blankenheim pflichtete Schnell bei: "Wir wollten defensiv gut stehen und nach Möglichkeit einen Punkt mitnehmen. Dass es dann nach zwei Torchancen zu drei Punkten für uns reicht, ist natürlich umso schöner."

Müschenbach: Zenz - Schnell (79. Dykewicz) - Andreas Bleich I, Chr. Hüsch, Wisser (71. Oettgen) - Rein (65. Andreas Bleich II), Ecker, F. Hüsch, Merz - Sönmez, Altgeld.

Schiedsrichter: Dirk Huster (Kasdorf). - Zuschauer: 100.

Tore: 1:0 Steffen Ecker (18.), 1:1 Lukas Bornheim (22.), 1:2 Julian Welter (69.).