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5:0 gegen Müschenbach: Westerburg sichert sich Rang vier

Gemünden - Mit einer spielerischen Glanzleistung hat die Mannschaft von Trainer Oliver Meuer eine gute Bezirksliga-Saison und der Wiederholung von Vorjahresplatz vier gekrönt. Die SG Müschenbach/Hachenburg fand zu keiner Zeit in die Begegnung und unterlag völlig verdient mit 0:5 (0:3).

Christian Knabe (blaues Trikot, rechts Müschenbachs Philipp Klöckner) steuerte für die SG Westerburg/Gemünden den Treffer zum 3:0 beim 5:0-Derbysieg bei.  Foto: Thomas Jäger
Christian Knabe (blaues Trikot, rechts Müschenbachs Philipp Klöckner) steuerte für die SG Westerburg/Gemünden den Treffer zum 3:0 beim 5:0-Derbysieg bei.

David Gläser setzte schon in den ersten Minuten die Abwehr der Gäste immer wieder unter Druck und bediente in der zehnten Minute den A-Jugendlichen Jannik Schmidt, der zur verdienten Führung traf. In der Folge hatten die Gäste immer wieder Schwierigkeiten mit dem 3-4-3-System der Westerburger und bekamen das schnelle Umschaltspiel über den enorm ballsicheren Valeri Betker kaum in den Griff. Sven Müller im Kasten der Gäste sorgte mit einigen guten Szenen dafür, dass seine Mannschaft im Spiel blieb. So entschärfte der Keeper im Eins gegen Eins gegen Christian Knabe (14.) ebenso wie sechs Minuten später einen Kopfball von Justin Keeler (20.). Nachdem seine Kollegen jedoch in der Vorwärtsbewegung leichtfertig den Ball verloren hatten, war auch Müller machtlos, als der agile Keeler nach Vorarbeit von Matthias Wengenroth ins lange Eck vollstreckte (24.). Gleichermaßen machtlos war Müller auch, als Christian Hüschs Kopfballabwehr viel zu kurz geriet und der schnelle Knabe dazwischenlief und keine Mühe hatte, den 3:0-Pausenstand zu erzielen (35.).

Das Trainergespann Kohlhaas/Hellinghausen korrigierte die Anfangsformation, doch auch mit den Einwechslungen von Bleich und Breuer kam keine Stabilität in die Müschenbacher Abwehr. So war Mario Wasna lediglich 60 Sekunden auf dem Feld, als er mit seinem zweiten Ballkontakt nach Flanke von Keeler auf 4:0 erhöhte (57.). Müschenbach fand in der Offensive kaum statt, ausschließlich der eingewechselte Gerrit Oettgen erreichte annähernd Normalform und setzte Akzente.

Auf der anderen Seite glitt dem sonst so starken Torwart Sven Müller der Ball nach einem Freistoß von Wengenroth zwischen den Händen hindurch und trudelte zum 5:0-Endstand (77.) in die Maschen.

Entsprechend zufrieden war Westerburgers Trainer Oliver Meuer: "Das war ein richtig gutes Spiel uns, das bei konsequenter Chancenverwertung sicherlich noch höher hätte enden können. Wir freuen uns über Platz vier und werden den gebührend feiern."

"Das war heute in allen Bereichen eine desolate Vorstellung", analysierte Bernd Kohlhaas. "Wir haben heute viele Leistungsträger der letzten Wochen geschont und wollten den Jungs aus der zweiten Reihe eine Chance geben. Trotz der heutigen Niederlage sind wir stolz auf die Saison und die Sicherung des Klassenverbleibs. Umso erfreulicher ist es auch, dass gestern alle Spieler bis auf Michael Merz ihre Zusage für die Saison 2014/2015 gegeben haben."

Auch bei der SG Westerburg/Gemünden laufen die Personalplanungen. Oliver Meuer verstärkt seine Defensive mit Manuel Jung vom RSV Weyer.

Westerburg: Leukel - Hartmann - Neubert, N. Heinen - D. Meuer, Betker (80. Krekel), Wengenroth, Schmidt - Keeler (72. Jung), Knabe (56. Wasna), Gläser.

Müschenbach: Müller - Kemper, Wenzelmann (46. Bleich), C. Hüsch (59. Breuer), Klöckner (36. Oettgen) - D. Dykewicz, Merz - F. Hüsch, Mies, Zeiler - Nauroth.

Schiedsrichter: Robert Depken (Koblenz). - Zuschauer: 210.

Tore: 1:0 Jannik Schmidt (10.), 2:0 Justin Keeler (24.), 3:0 Christian Knabe (35.), 4:0 Mario Wasna (57.), 5:0 Matthias Wengenroth (77.).


Müschenbachs Max Mies gleicht gegen Linz spät aus

Hachenburg - Als Maximilian Mies für die SG Müschenbach/Hachenburg im Bezirksligaspiel gegen den VfB Linz einen Foulelfmeter verwandelt und damit den Endstand von 2:2 (1:2) hergestellt hatte, konnten die Gäste ihren Ärger nicht mehr zurückhalten: Schiedsrichter Michel Lehmann entschied in der fünften Minute der Nachspielzeit auf Elfmeter für die Gastgeber. Bis der Strafstoß ausgeführt wurde, vergingen weitere vier Minuten, in denen nicht nur der Linzer Michael Krupp wegen wiederholten Meckerns des Feldes verwiesen wurde, sondern auch dessen Trainer Michael Roos. Unmittelbar nach Spielabpfiff erhielt zudem Nahsen Kesikci aufgrund einer Unsportlichkeit die Rote Karte.

Michael Roos konnte seinen Zorn kaum verbergen: "Das war eigentlich ein absolut faires Spiel, das vom Schiedsrichter kaputtgepfiffen wurde." Neben dem Elfmeter in der Nachspielzeit entschied der Schiedsrichter zwei weitere Male auf Strafstoß zugunsten der Müschenbacher. Bereits nach acht gespielten Minuten verwandelte Tim Zeiler einen Foulelfmeter zum 1:0 für die Hausherren.

Michael Krupp antwortete schnell: Sein Freistoß aus 20 Metern landete unhaltbar zum 1:1 im Müschenbacher Gehäuse (14.). Wenig später gingen die Linzer gar in Führung. Bei einem Schussversuch von Andreas Schuht sah die Abwehr der Gastgeber nicht gut aus, sodass Andreas Korf zum 2:1 für Linz traf (20.). In der Folge vergaben beide Mannschaften eine Vielzahl an Torchancen. In der 53. Minute entschied Lehmann auf Handelfmeter, den der überragende Linzer Torhüter gleich zweimal hielt. Nach dem ersten Versuch durch Gerrit Oettgen musste der Strafstoß wiederholt werden. Doch auch im zweiten Versuch vergab Müschenbach in Person von Spielertrainer Björn Hellinghausen. Insbesondere der SG Müschenbach gelang es nicht, meist hochkarätige Gelegenheiten in Tore umzumünzen. "Da war zum Schluss so viel Hektik im Spiel, obwohl es um überhaupt nichts mehr geht. Mit dem Punkt können wir aber natürlich leben", resümierte Hellinghausen, der die SG auch in der kommenden Saison gemeinsam mit Bernd Kohlhaas trainieren wird.

Müschenbach: Zens - Jochmann, Breuer, Bleich (67. Nauroth), Zeiler (46. Mies) - Kemper, D. Dykewicz (46. Wenzelmann) - Hüsch, Oettgen, S. Dykewicz - Hellinghausen.

Schiedsrichter: Michel Lehmann (Hahnstätten). - Zuschauer: 80.

Tore: 1:0 Tim Zeiler (8.), 1:1 Michael Krupp (14.), 1:2 Andreas Korf (20.), 2:2 Maximilian Mies (90.+9, Foulelfmeter).

Besonderheiten: Schady hält Handelfmeter von Hellinghausen (Müschenbach, 53.); Gelb-Rote Karte Michael Krupp (Linz, 90.+5, wiederholtes Meckern), Rote Karte Nahsen Kesikci (Linz, nach Abpfiff), grobe Unsportlichkeit.


4:2 gegen Gückingen: SG Müschenbach/Hachenburg macht ihren Klassenverbleib perfekt

Hachenburg - Mit einem 4:2 (1:2)-Heimsieg gegen den TuS Gückingen schaffte die SG Müschenbach/ Hachenburg in der Bezirksliga Ost endlich die erhoffte Entscheidung im Abstiegskampf. Dabei kämpften sich die Hausherren nach einem 0:2-Rückstand beherzt zurück und drehten die Partie im zweiten Durchgang eindrucksvoll.Hellwach und aggressiv sein sowie nur wenige Fehler machen: Dieses Rezept hatte Müschenbachs Spielertrainer Björn Hellinghausen seinem Team gegen die offensivstarken Gäste aus Gückingen verordnet. Doch die Hausherren setzten davon zunächst rein gar nichts um. So leistete sich Innenverteidiger Björn Klein einen kapitalen Bock im Aufbauspiel, und auch sein Störversuch gegen den ihm auf links davonlaufenden Darius Kloft misslang. Der Stürmer traf allein vor Torwart Markus Zenz zum 0:1 ins kurze Eck (15.). Wenig später leitete Gerrit Oettgen mit einem schlimmen Fehlpass einen Gästekonter ein und durfte sich bei Michael Merz bedanken, der in allerletzter Not noch vor dem pfeilschnellen Kloft klären konnte (19.). Auch beim 0:2 waren die Müschenbacher zu passiv und ließen Gückingen auf der rechten Seite zu viel Platz zum Kombinieren und Flanken: Im Strafraum verwertete dann Timon Konstantinidis aus der Drehung zum 0:2 (33.).Dass die Hausherren ihrerseits aus Geschenken kein Kapital schlagen konnten, war symptomatisch für ihren Auftritt in der ersten Hälfte: Ein Abwurf von TuS-Torwart Christopher Schreiber landete bei Gerrit Oettgen. Doch nach dessen Pass spielte Fabian Hüsch in aussichtsreicher Position im Strafraum zu umständlich statt den Abschluss zu suchen (36.). Ein wichtiger Glücksfall für die SG war so der Anschlusstreffer noch vor der Pause. Nach Flanke von Philipp Klöckner brachte Oettgen die Kugel zum 1:2 im Gästetor unter (38.). Mit dem Aufwind des Tores im Rücken startete die SG stürmisch in die zweite Hälfte: Doch nach überragender Vorarbeit von Stuart Dykewicz auf links verpasste Hüsch den direkten Abschluss 51.). Da machte es Dykewicz lieber selbst - und wie: Nach Flanke von rechts schoss er mit einem sehenswerten Seitfallzieher den 2:2-Ausgleich (52.). "Danach haben wir gezeigt, welches fußballerische Potenzial in dieser Mannschaft steckt", freute sich Hellinghausen. Sein Befreiungsschlag lieferte den Ausgangspunkt für das 3:2 durch Hüsch, das Oettgen überragend vorbereitet hatte (74.). Hüsch revanchierte sich mit der ebenfalls starken Vorbereitung des 4:2-Schlusspunkts, bei dem der TuS fälschlicherweise auf Abseits Oettgens spekulierte, der die Kugel abgebrüht am Torwart vorbeilegte (82.)."Wir pfeifen personell aus dem letzten Loch, und wer nach einem 0:2 noch 4:2 gewinnt, hat sicher verdient gewonnen," gratulierte der scheidende TuS-Trainer Georg Esser fair, während Hellinghausen und sein Team sich jubelnd in den Armen lagen: "Endlich sind die schlaflosen Nächte vorbei. Wir haben in der zweiten Halbzeit eine ganz starke Reaktion und ein anderes Gesicht gezeigt."

Müschenbach/Hachenburg: Zenz - Klöckner, Klein (64. Hellinghausen), Bleich, Zeiler - Merz, Breuer - F. Hüsch, Oettgen (85. Mies), Dykewicz - Nauroth (88. Kemper).

Gückingen: Schreiber - Weilberg, Hild, Esser, Schlosser - Kosuge (34. Eberling), Herber (64. Isselbächer) - Ceri, Konstantinidis - Kloft, Reifenberg.

Schiedsrichter: Jens Bachmann (Ransbach-Baumbach).

Zuschauer: 70.

Tore: 0:1 Darius Kloft (15.), 0:2 Timon Konstantinidis (33.), 1:2 Gerrit Oettgen (38.), 2:2 Stuart Dykewicz (52.), 3:2 Fabian Hüsch (74.), 4:2 Gerrit Oettgen (82.) .


Thomas Arzbachs Wunsch ist erfüllt: Zwei Tore reichen Wirges II gegen Müschenbach

Wirges - Das "glückliche Händchen" von EGC-Trainer Thomas Arzbach und eine insgesamt reifere Leistung waren in der Bezirksliga Ost die ausschlaggebenden Punkte beim 2:1 (1:1)-Erfolg der Spvgg EGC Wirges II gegen die SG Müschenbach/Hachenburg nach flotten, unterhaltsamen 90 Minuten.
Nach einer turbulenten Anfangsviertelstunde führten die Gäste mit 1:0 - Jan Nauroth hatte sich eine missglückte Rückgabe zum Torwart hellwach geangelt und den Ball ins Wirgeser Gehäuse bugsiert (14.). "Wir sind etwas glücklich in Führung gegangen", wusste Müschenbachs Spielertrainer Björn Hellinghausen nach Spielende, "vor allem in der ersten Halbzeit war Wirges doch eine Klasse besser." Sein Team hatte zuvor die erste Torgelegenheit, ein Distanzschuss von Fabian Hüsch strich aber hauchdünn über die Wirgeser Torlatte (6.). Kurz vor der Gästeführung hatten die Wirgeser dicht vor der Führung gestanden. Nach einem lang in den Strafraum gezogenen Freistoß von Tim Schenkelberg rutschte Ismajli Dervishay der Ball minimal über den Scheitel und nur äußerst knapp am Torpfosten vorbei (12.), ehe Nauroth fast im Gegenzug einnetzte. Beim Ausgleich in der 24. Minute erwischte Dervishay dann aber den Ball und drückte im Strafraumgetümmel das Spielgerät aus kurzer Entfernung über die Torlinie.

"Nach den zwei deftigen Niederlagen mit reichlich Gegentoren hatte ich heute meiner Mannschaft gesagt, dass jetzt mal zwei Tore zum Sieg reichen sollten", war Thomas Arzbach nach Spielende guter Dinge. "Aber Spaß beiseite, nach unserem guten Spiel in der ersten Halbzeit war die zweite dann doch etwas magerer, und wir haben unsere Konter nicht richtig zu Ende gespielt. Trotzdem denke ich, dass das Ergebnis so in Ordnung geht." Zunächst hatte Arzbachs Team nach dem Seitenwechsel kräftig Dusel, als Müschenbachs Gerrit Oettgen eine dicke Torchance ungenutzt ließ, völlig freistehend schoss er aus kürzester Entfernung über den Wirgeser Kasten (50.). In der 70. Minute verzog Stuart Dykewicz den Ball, ehe zwei Minuten später auf Wirgeser Seite Fabio Scumaci aus 20 Metern äußerst knapp über den linken Müschenbacher Torwinkel schoss.

Dann kam die 77. Minute - und der richtige Riecher von Thomas Arzbach. Antonio Brugnano wurde von ihm für Stephan Bruch eingewechselt. Brugnano bedankte sich nur eine Minute später bei seinem ersten Ballkontakt und setzte den Ball von der Strafraumgrenze in Müschenbachs Tormaschen.

"In der zweiten Hälfte haben wir enger gestanden und hätten durch Gerrit Oettgen sogar in Führung gehen können. Nach dem zweiten Gegentreffer war dann bei uns die Luft raus, obwohl wir zum Schluss noch die dicke Torgelegenheit hatten. Insgesamt hat Wirges einfach mehr investiert und daher auch verdient gewonnen", zeigte sich Björn Hellinghausen nach Spielende als fairer Verlierer.

In der 88. Minute hätte die EGC fast schon die endgültige Entscheidung machen können: Eine mustergültige Flanke von Arthur Henich hatte Brugnano mit einem fast perfekten Kopfball aus kurzer Entfernung verwertet, der Ball strich aber um Zentimeter über die Torlatte. Als Dykewicz einen satten 20-Meter-Schuss nur minimal neben den Torpfosten setzte (89.) und damit die letzte Gästegelegenheit verpasste, hatte die EGC ihren Zwei-Tore-Sieg eingetütet. "Wir müssen die jetzt folgenden Heimspiele gegen Gückingen und Linz gewinnen, um endgültig gerettet zu sein", sagte Hellinghausen.

Von unserem Mitarbeiter Klaus Sackenheim

Wirges II: Schmidt - Altin (85. Meuer), Blath, Dervishay, Henich - Poppe, Müller, Bruch (77. Brugnano) , Scumaci - Schenkelberg, Julian Hannappel.

Müschenbach: Zenz - Klöckner, Klein, Bleich, Zeiler - Breuer (81. Mies), Merz (58.Kemper), Hüsch, Dykewicz - Nauroth, Oettgen.

Schiedsrichter: Amir Amirian (Burgschwalbach).

Zuschauer: 80.

Tore: 0:1 Jan Nauroth (14.), Ismajli Dervishay (24.), 2:1 Antonio Brugnano (78.).

3:0 gegen tapfere Herdorfer: Müschenbach dreht erst am Ende auf

Hachenburg - Eine Halbzeit lang tat sich die SG Müschenbach/Hachenburg im Heimspiel gegen das bereits abgestiegene Schlusslicht SG Herdorf schwer, am Ende jedoch fuhren die Gastgeber in der Bezirksliga Ost verdient drei Punkte ein. Drei Tore in Hälfte zwei sicherten einen ungefährdeten 3:0 (0:0)-Heimsieg gegen engagiert auftretende Herdorfer.

Michael Merz (blaues Trikot, hier im Duell mit Herdorfs Felix Burbach) setzte sich mit der SG Müschenbach/Hachenburg durch den 3:0-Heimsieg weiter aus der Abstiegszone ab.  Foto: Tom Neumann

Michael Merz (blaues Trikot, hier im Duell mit Herdorfs Felix Burbach) setzte sich mit der SG Müschenbach/Hachenburg durch den 3:0-Heimsieg weiter aus der Abstiegszone ab.

Deutlich mehr Ballbesitz, aber kaum zwingende Torchancen: Müschenbach fand in den ersten 45 Minuten kaum ein Mittel gegen gut gestaffelte Gäste, die die Räume geschickt eng machten und auch in den Zweikämpfen präsent waren. Ein Flachschuss von Philipp Klöckner ging klar am linken Pfosten vorbei (22.), ein Freistoß von Gerrit Oettgen aus 20 Metern deutlich über das Tor (31.) - mehr gab es aus der ersten halben Stunde nicht zu berichten. Die Gäste hatten zu diesem Zeitpunkt bereits wechseln müssen: Stephan Reusch ging mit muskulären Problemen im Oberschenkel, für ihn kam Oguzhan Vural ins zentrale Mittelfeld.

Als sich die Gastgeber dann die erste hochkarätige Torchance erspielten, stand man sich gegenseitig im Weg: Fabian Hüsch hatte über rechts gut vorbereitet und in die Mitte geflankt, dort behinderten sich John Breuer und Stuart Dykewicz aber gegenseitig (35.). Und als Herdorfs Keeper Kevin Groß nach einem Schuss von Breuer nur fünf Minuten später ein erstes Mal beherzt eingreifen musste, da konnte Jan Nauroth den zu kurz abgewehrten Ball - der jedoch auch halbhoch angeflogen kam - nicht kontrollieren. Sein Schuss flog deutlich über das Tor.

"Wir haben uns in der ersten Hälfte richtig schwer getan", sagte Müschenbachs Spielertrainer Björn Hellinghausen. "Herdorf hat sehr kompakt und gut gestaffelt gestanden. Wir haben in Hälfte zwei versucht, den Ball flach zu halten und mehr zu kombinieren." Bis man dazu kam, galt es jedoch, zwei Schrecksekunden zu überstehen, denn die ersten beiden klaren Chancen gehörten Herdorf. Beim Schuss von Oguzhan Vural musste sich Müschenbachs Keeper Markus Zenz schon mächtig strecken, um das Leder noch zur Ecke zu lenken (48.). Und nur zwei Minuten später spielte Vural bei einem Konter einen schlampigen Pass in den Strafraum, den Zenz vor dem heraneilenden Kevin Klein sichern konnte. "Da hatten wir die große Chance zur Führung", ärgerte sich Herdorfs Spielertrainer Marco John. "Mir war klar: Wer hier das 1:0 macht, der hat eine große Chance auf den Sieg."

John sollte Recht behalten, nur fiel der Führungstreffer auf der Gegenseite: Mit einem starken Diagonalpass schickte Gerrit Oettgen Tim Kevin Zeiler in halblinker Position in den Strafraum, dessen flache Hereingabe drückte Jan Nauroth zum 1:0 über die Linie (57.).

"Dieser Führungstreffer war für uns wie eine Befreiung", sagte Hellinghausen. Und in der Tat, nur fünf Minuten später legte seine Mannschaft nach - wenn auch mit dem notwendigen Glück: Der Schuss von Fabian Hüsch wäre wohl nicht gefährlich geworden für Herdorfs Kasten, doch Nauroth fälschte das Leder ungewollt und unhaltbar zum 2:0 ab (62.). Die Partie war damit entschieden, der dritte Treffer lediglich noch Ergebniskosmetik zugunsten der Gastgeber: Stuart Dykewicz traf eine gute Viertelstunde vor dem Ende zum 3:0 (74.).

Müschenbach/Hachenburg: Zenz - Klöckner, Klein, Bleich, Zeiler - Breuer (53. Kemper), Merz - S. Dykewicz, Oettgen, Hüsch (63. Blakaj) - Nauroth (69. Hellinghausen).

Herdorf: Groß - Seifner, Neuser, Simon, Burbach - Baran, Dahl (70. John) - Walbersdorf (46. Klein), Reusch (21. Vural), Meyer - Bünyamin.

Schiedsrichter: Luca Schlosser (Stahlhofen).

Zuschauer: 70.

Tore: 1:0, 2:0 Jan Nauroth (57., 62.), 3:0 Stuart Dykewicz (74.

Fußball-Bezirksliga Ost: Frohns Eigentor entscheidet das Derby

Berod - Sie haben einfach einen Lauf, die Bezirksliga-Fußballer der SG Müschenbach/Hachenburg. Lange in der Abstiegszone verhaftet, startete die Mannschaft des Trainergespanns Björn Hellinghausen und Bernd Kohlhaas rechtzeitig eine Erfolgsserie, die sie auch im Gastspiel beim SC Berod-Wahlrod fortsetzte. In den vergangenen fünf Spielen blieb Müschenbach ungeschlagen, holte drei Siege und zwei Remis und schob sich auf den sicheren viertletzten Platz vor. Im Derby in Berod konnte sich das Kellerteam der Stunde sogar auf sein Glück verlassen: Den Siegtreffer beim 1:0 (0:0) besorgte mit Daniel Frohn in der 62. Minute ein Beroder Spieler, als er Jan Nauroths Pass auf die linke Seite unglücklich ins eigene Gehäuse abfälschte. "Trotzdem war es insgesamt ein verdienter Sieg", fand Müschenbachs Trainer Bernd Kohlhaas. "Wir hätten unsere Konter besser nutzen müssen, dann wäre es eine klarere Angelegenheit gewesen."

Unglücksrabe Frohn war es auch, der die erste Chance der Partie auf dem Fuß hatte. Nach einer Viertelstunde kam er nach einer von Berods Spielertrainer Thomas Schäfer vors Tor gezogenen Ecke an den Ball, sein Schuss aus leicht seitlicher Position ging aber knapp vorbei. "In der Anfangsphase hatten wir Vorteile", sagte Schäfer, dessen Team sich zwar einige Standardsituationen erarbeitete, daraus aber zu wenig machte. "Nach einem Foul an mir, das eine Behandlung notwendig machte, gab's dann einen Bruch", so Schäfer.

Alles andere als konsequent im Abschluss präsentierten sich auch die Gäste, die in der 38. Minute schon den Torschrei auf den Lippen hatten, dann aber mit ansehen mussten, wie der aufgerückte Innenverteidiger Andreas Bleich aus fünf Metern über das Tor schoss.

"Nach der Pause habe ich uns zunächst wieder etwas stärker gesehen", sagte SC-Coach Schäfer, übte aber Kritik am allzu großzügigen Umgang mit Chancen. "Ich fand, dass wir 60 Minuten besser waren. Wir hätten führen müssen", meinte er mit Blick auf den Kopfball von Damian Henzel, der knapp vorbei ging, und seinen eigenen Schuss, den Gäste-Keeper Markus Zenz zur Ecke klärte. Frohns Malheur in der 62. Minute läutete dann eine turbulente Schlussphase mit Möglichkeiten auf beiden Seiten ein. "Da ging es mit hohem Tempo hoch und runter", sagte Müschenbachs Bernd Kohlhaas, der insgesamt ein "Kampfspiel" sah, in dem sich "nichts geschenkt" wurde. Nur ein Präsent gab es, wie der SG-Coach eingestand: "Das Tor war schon glücklich."

Berod-Wahlrod: Redel - Neumann (65. Weller), Frohn, Hähr, Henzel - Land, Saygan, Schneider - Velten (75. Brandenburger), Müller - Schäfer.

Müschenbach/Hachenburg: Zenz - Klöckner, Klein, Bleich, Zeiler - Merz, Breuer (52. Kemper) - Dykewicz, Oettgen (59. Blakaj), F. Hüsch (80. Mies) - Nauroth.

Schiedsrichter: Lukas Heep (Neuwied).

Zuschauer: 150.

Tor: 0:1 Daniel Frohn (62., Eigentor).


Fußball-Bezirksliga Ost: Torjäger Björn Hellinghausen hält Müschenbachs Sieg gegen Ellingen fest

Müschenbach - Björn Hellinghausen, Spielertrainer der SG Müschenbach/Hachenburg, ist in der Regel dafür zuständig, Tore für sein Team zu erzielen. Im Heimspiel gegen die SG Ellingen/Bonefeld/Willroth jedoch trug er mit tollen Paraden zum 3:0 (1:0) gegen den Tabellenzweiten der Bezirksliga Ost bei. Was war geschehen? Nachdem Müschenbachs Torhüter Sven Müller in der 66. Spielminute aufgrund einer Notbremse vor dem Strafraum die Rote Karte gesehen hatte, zog Hellinghausen mangels eines Ersatztorhüters selbst die Handschuhe an.

Nach der Partie zeigte er sich begeistert von seiner Mannschaft, der durch den Erfolg ein wichtiger Schritt im Kampf gegen den Abstieg gelang: "In der ersten Halbzeit hat man noch gemerkt, dass wir nach dem Spiel am Mittwoch schwere Beine hatten. Man hat aber immer gesehen, dass die Jungs hoch motiviert waren und unbedingt gewinnen wollten. Hut ab." Dabei kamen zu Beginn beide Mannschaften nicht wirklich ins Spiel. Stanislav Petker (Ellingen, 7.) und Jan Nauroth (Müschenbach, 13.) ließen die ersten Torgelegenheiten ungenutzt. Nach einer halben Stunde scheiterte Petker aus abseitsverdächtiger Position erneut an Müschenbachs Verteidigung, die gleich zweimal auf der Linie retten musste. Eine Minute vor der Pause nutzte Nauroth seine zweite Gelegenheit nach toller Vorarbeit von Stuart Dykewicz zur 1:0-Führung für die Hausherren.

Zur zweiten Hälfte wechselten die Gäste zweimal und hatten gleiche mehrere gute Chancen: Florian Raasch (48.), Matthias Schulz (50.) und Petker (51.) scheiterten knapp. Dies wurde bestraft: Nach einen Fauxpas des Ellinger Schlussmanns Tobias Oost, der leichtfertig den Ball vertändelte, erhöhte Nauroth auf 2:0 (55.). In Überzahl warf Ellingen in den letzten 25 Minuten alles nach vorne, blieb jedoch glücklos und musste in der Nachspielzeit nach einem Konter gar noch das 3:0 durch Fisnik Blakaj hinnehmen. Spielertrainer Thomas Kahler zeigte sich als fairer Verlierer: "Gratulation für die Leistung der Müschenbacher. In der zweiten Hälfte haben wir alles nach vorne geworfen. Müschenbach hat um jeden Meter gekämpft. Wir sind zu viel mit dem Ball und zu wenig ohne Ball gelaufen."

Müschenbach/Hachenburg: Müller - Klöckner, Klein, Bleich, Zeiler - Merz, Breuer (46. Blakaj) - Oettgen (84. Jochmann), S. Dykewicz, F. Hüsch (70. Hellinghausen) - Nauroth.

Ellingen/Bonefeld/Willroth: Oost - Henk, Schmitz (46. Schulz), Rexhahmetaj (46. Raasch), Honnef - Hümmerich, Prenku - Klaes, Kleinmann, Petker (57. Kahler) - Puderbach.

Schiedsrichter: Robert Depken (Koblenz) - Zuschauer: 150.

Tore: 1:0, 2:0 Jan Nauroth (44., 55.), 3:0 Fisnik Blakaj (90.+3).

Besonderheit: Rote Karte gegen Müschenbachs Torhüter Sven Müller (66., Notbremse).



Fußball-Bezirksliga: Müschenbach entführt Zähler aus Malberg

Malberg - Wenn der Vorletzte der Tabelle beim ungeschlagenen Spitzenreiter antritt, dann geht es für den Außenseiter zunächst einmal darum, möglichst lange die Null zu halten. Für Fußball-Bezirksligist SG Müschenbach/Hachenburg ging am Mittwochabend bei der SG Malberg/Rosenheim nicht wirklich auf. Der unangefochtene Tabellenführer erwischte zwar einen perfekten Start, musste sich am Ende allerdings mit einem 2:2-Unentschieden begnügen. Die Einheimischen nutzten durch Nico Bähner bereits in der ersten Minute ein Müschenbacher Missverständnis zur 1:0-Führung. Doch diesen Rückschlag steckten die Gäste hervorragend weg und kamen durch Jan Nauroth (5.), Gerrit Oettgen (8.) und Christian Hüsch (14.) reihenweise zu guten Möglichkeiten, ehe Oettgen nach 19 Minuten einen kapitalen Fehlpass von Steffen Weinlich zum bis dahin verdienten Ausgleich verwertete. Der Ausgleich führte dazu, dass der Tabellenführer einen Zahn zulegte und durch Nico Bähner (37.) sowie Mario Schönberger nur zehn Sekunden später die Doppelchance zur erneuten Führung besaß. Die Müschenbacher versteckten sich aber keineswegs und kamen durch Jan Nauroth vor dem Kabinengang noch einmal zum Abschluss. Seinen Volleyschuss aus sechs Metern parierte Matthias Zeiler.Nach Wiederanpfiff ging bei den Blauhemden die Spritzigkeit etwas verloren. Malberg bekam das Geschehen somit besser in den Griff. Spielertrainer Michael Boll hatte Pech mit einem über die Mauer gezirkelten Freistoß an den Pfosten (55.). Müschenbach brauchte bis zur 69. Minute, um erstmals im zweiten Abschnitt nach vorne zu kommen. Eigentlich wollte Philipp Klöckner nur zum Befreiungsschlag ansetzen. Dass vorne Jan Nauroth einen Abstimmungsfehler zwischen Matthias Zeiler und Simon Weinlich zum 1:2 verwertete, gefiel den Gästen natürlich umso besser. Malberg stemmte sich danach entschlossen gegen die drohende erste Saisonniederlage, und die sollte schließlich auch ausbleiben, weil Torjäger Steffen Löb in der 87. Minute zum 2:2-Endstand einköpfte. "Wir wollen momentan einfach zu viel spielerisch lösen und vergessen dabei die Grundtugenden des Fußballs", fasste Malbergs unzufriedener Spielertrainer Michael Boll zusammen. Müschenbachs Björn Hellinghausen meinte: "Wir waren kämpferisch richtig stark. Ich bin mit dem Punkt zufrieden." Jens Kötting/René Weiss

Malberg/Rosenheim: M. Zeiler - P. Gerhardus, Weinlich, S. Gerhardus, Märzhäuser - Schönberger (51. Bedranowsky), Boll, Ramb, Bähner - Löb, Scherreiks.

Müschenbach/Hachenburg: Müller - Klöckner, Klein, Bleich, T. Zeiler - Merz, Breuer - Oettgen, Dykewicz, Hüsch - Nauroth.

Schiedsrichter: Jörg Langenhuysen (Niederwerth) - Zuschauer: 200.

Tore: 1:0 Nico Bähner (1.), 1:1 Gerrit Oettgen (19.), 1:2 Jan Nauroth (69.), 2:2 Steffen Löb (87.).


Fußball-Bezirksliga Ost: SG Müschenbach setzt Lebenszeichen - 3:2 in Montabaur

Montabaur - Nein, das 2:3 (1:1) im Meisterschaftsspiel der Fußball-Bezirksliga Ost zwischen TuS Montabaur und der SG Müschenbach/Hachenburg war mit Sicherheit noch nicht einmal ansatzweise Fußballkost für Feinschmecker. Das war einfach Magerkost, die den 60 Zuschauern Mons-Tabor-Stadion gestern angeboten wurde, wobei die Gäste wenigstens noch mit der richtigen Gewürzmischung arbeiteten und somit drei schmackhafte und dringend benötigte Punkte mit nach Hause nahmen.

Ja, der Sieg der gegen den Abstieg kämpfenden Gäste gegen eine völlig unmotivierte TuS-Mannschaft war hochverdient, denn was sich die Gastgeber in diesem Festival der fußballerischen Unzulänglichkeiten so alles an Fehlern leisteten, ging sprichwörtlich über die berühmte Kuhhaut und endete in einer verdienten Niederlage.

Einer Niederlage, nach der es zunächst überhaupt nicht aussah, nachdem Mario Denker aus spitzem Winkel (17.) für die TuS-Führung gesorgt hatte. Danach brachten es die Gäste in Person von Torjäger Gerrit Oettgen fertig, gleich vier Großchancen vor dem leeren Tor kläglichst zu vergeben, und es bedurfte schon der fünften Aktion vor dem leeren TuS-Tor und eines Andreas Bleich, um unmittelbar vor der Pause noch zum Ausgleich zu kommen.

Nach dem Wechsel traf Shumpai Anami unhaltbar zur erneuten TuS-Führung in den Winkel ((59.). Womit die TuS-Akteure mit Ausnahme von Spielertrainer Heiko Weidenfeller den Spielbetrieb allerdings weitgehend einstellten und zusahen, wie sich Müschenbach mit zwei weiteren Treffern im Abstiegskampf zurückmeldete. Und zwar durch Gerrit Oettgen, der einen Foulelfmeter zum 2:2 (73.), und einen Alleingang (88.) zum 2:3 verwandelte.

So meinte dann SG-Trainer Björn Hellinghaus zufrieden: "Das war sicherlich kein gutes Fußballspiel, aber wir haben hier verdient gewonnen und damit ein deutliches Lebenszeichen im Abstiegskampf gesetzt. Wir haben uns nie aufgegeben und wurden belohnt."

Und Montabaurs Heiko Weidenfeller leckte nach Spielende die Wunden nach einer Verletzung in der Schlussminute. Für ihn attestierte der Sportliche Leiter Kurt Atzinger den Gästen "einen verdienten Sieg" und seinem TuS eine "ganz schwache Vorstellung".

Von unserem Mitarbeiter Peter Armitter

Montabaur: Hisenay - Denker, Schulz (20. Ekinci), F. Alves, Leber - Wincek (56. Muriqi), D. Alves, Weidenfeller, Horner - Kawabata, (80. Omotezako), Anami.

Müschenbach: Zenz - Zeiler (69. Klöckner), Bleich, Klein, Merz - Müller (46. D. Dykewicz), F.Bakaj (23.S. Dykewicz), Oettgen, Hüsch, Breuer - Nauroth.

Schiedsrichter: Hamit Rostamzada (Mayen).

Zuschauer: 60.

Tore: 1:0 Mario Denker (17.), 1:1 Andreas Bleich (41.), 2:1 Shumpai Anami (59.), 2:2, 2:3 Gerrit Oettgen (73., Foulelfmeter, 88.).

Besonderheit: Gelb-Rote Karte für Julien Horner (Montabaur, 81.) wegen Foulspiels und Meckerns.


Fußball-Bezirksliga Ost: Müschenbach bäumt sich auf und holt nach 0:3-Rückstand ein 3:3

Müschenbach - Im Kellerduell der Fußball-Bezirksliga Ost erkämpfte sich die SG Müschenbach/Hachenburg nach einem 0:3-Pausenrückstand noch ein 3:3 gegen die SG Nievern/Fachbach. Die torreiche Begegnung stand zwar auf bescheidenem Niveau, bot dafür viel Spannung. Jan Nauroth hatte die erste Chance für Müschenbach (9.), das erste Tor aber gelang den Gästen nach einer Ecke von Fabian Schupp. Darius Werner verlängerte den Ball auf Stefan Deusner, und der besorgte per Kopf das 0:1 (11.). Deusner zog sich anschließend in die Abwehr zurück, wo sein Team den Gastgebern zunächst kaum Möglichkeiten gestattete. Gegen die anrennenden Westerwälder eröffneten sich Konterchancen. Bei einem dieser Gegenstöße foulte John Breuer seinen Kontrahenten Matthias Hoffmann im Strafraum, den fälligen Elfmeter verwandelte Deusner zum 0:2 (34.).Doch damit nicht genug, Fabian Schupp umkurvte nach Hoffmanns Vorarbeit noch den Torhüter und schob locker zum 0:3 ein. Zu diesem Zeitpunkt sah der Gast von der Lahn wie der sichere Sieger aus, aber die Einheimischen kämpften sich zurück ins Spiel. Die Aufholjagd trug nach 61 Minuten erste Früchte. Nach einer kurz ausgeführten Ecke köpfte Spielertrainer Björn Hellinghausen den Ball an den Pfosten, von wo er über die Torlinie flog. Auch ohne Torlinientechnik war klar zu erkennen, dass Fabian Schupps Rettungsversuch zu spät kam.Nachdem Maximilian Schupp für Nievern eine tolle Konterchance halbherzig ausgelassen hatte (67.), kam Müschenbach drei Minuten später zum Anschluss. Eine scharfe Hereingabe Hellinghausens rutschte Denis Tadic zum 2:3 über die eigene Torlinie.Das war der Startschuss zu einer turbulenten Schlussphase. In der 73. Minute lag nach einem Foul an Hellinghausen bereits ein Strafstoß für Müschenbach in der Luft. Den gab es dann aber erst in der 80. Minute als Fisnik Blakaj von Mario Vogels regelwidrig gebremst worden war, Gerrit Oettgen verwandelte zum 3:3. Kurz darauf hatte Müschenbach dann aber noch einmal großes Glück, denn Oettgen zog gegen Max Ortseifen die Notbremse, was jedoch ungeahndet blieb.

Der enttäuschte Nieverner Trainer Murat Saricicek ging mit seiner Elf hart ins Gericht: DasUnentschieden haben wir uns selbst zuzuschreiben. "Obwohl ich in der Halbzeit eindringlich gewarnt hatte, schalteten viele drei Gänge zurück, auch unsere Konter waren schwach. So haben wir in der Bezirksliga nichts verloren." Björn Hellinghausen war trotz des nicht mehr für möglich gehaltenen Punktgewinns nur bedingt zufrieden: "Die erste Halbzeit war eine Katastrophe. Aber es war bemerkenswert, wie wir uns aufgebäumt haben. Das nehmen wir in die nächsten Spiele mit."

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SG Müschenbach belohnt sich für eine gute Leistung - 3:0 gegen Puderbach

Müschenbach - Durch ein ungefährdetes 3:0 (1:0) gegen die SG Puderbach/Urbach-Dernbach/ Daufenbach/Raubach gelang der SG Müschenbach/Hachenburg im dritten Spiel nach der Winterpause der erste Dreier nach zuletzt zwei 0:1-Niederlagen.

Im Kampf gegen den Abstieg aus der Bezirksliga Ost bedeutet dies den Anschluss an die Teams auf den gesicherten Plätzen. Spielertrainer Björn Hellinghausen zeigte sich nach Spielende hochzufrieden: "Heute hat man gesehen, dass die Jungs wirklich Fußball spielen können. Die heutige Leistung wird uns Auftrieb für die nächsten Wochen geben."

Gleich von Beginn an zeigten die Gastgeber, dass sie ihr Heimspiel unbedingt für sich entscheiden wollten und spielten zielstrebig in Richtung des Puderbacher Tores. Bereits in der vierten Spielminute war es Müschenbachs Jan Nauroth, der lediglich am Schlussmann der Gäste, Philipp Krokowski, scheiterte. In der Folge rettete der starke Krokowski gleich zweimal in höchster Not gegen Fisnik Blakaj (10., 19.). In der 27. Minute wehrte er bei einem harten Schuss von Nauroth das Spielgerät zur Seite ab, wo Fabian Hüsch genau richtig stand und zum verdienten 1:0 für die SG Müschenbach einschob.

Noch vor der Halbzeitpause bewahrte der Puderbacher Schlussmann sein Team abermals vor einem höheren Rückstand und wehrte bei zwei aussichtsreichen Torversuchen Nauroths ab.

Nach der Halbzeitpause schien es dann zunächst, als würden die Puderbacher besser in die Partie gelangen: Ein Schuss von Henrik Sawadsky verfehlte das Tor der Heimelf nur knapp (46.).

Wenig später erhöhten die Müschenbacher jedoch auf 2:0: Gerrit Oettgen traf zunächst den Pfosten, der Abpraller landete bei Fisnik Blakaj, der sich nicht zweimal bitten ließ (55.).

Einige Minuten später war es erneut Jan Nauroth, der beste Chancen ungenutzt ließ, den Spielstand zugunsten der Gastgeber in die Höhe zu schrauben (60., 61.), bevor er seine starke Leistung in der 62. Minute endlich mit einem Tor belohnte. Nach einem langen Ball sah die Puderbacher Verteidigung erneut nicht gut aus, Nauroth war der Nutznießer und stellte den 3:0-Endstand her.

Kurz vor Spielende hatte Nauroth nach Vorlage von Hellinghausen sogar noch das 4:0 auf dem Fuß, scheiterte jedoch am Puderbacher Keeper (87.). Auch ein Schuss des eingewechselten Puderbachers André Neitzert aus 20 Metern änderte nichts mehr am Ergebnis (89.).

Puderbachs Trainer Maik Rumpel räumte ein: "Müschenbach war heute von der ersten Minute an wacher und bissiger. Man hat gesehen, dass sie den Dreier unbedingt wollten. Wir waren leider immer einen Schritt zu spät und haben es nicht geschafft, die Müschenbacher in den Griff zu bekommen." Hellinghausen hingegen zeigte sich verständlicherweise hochzufrieden: "Wir haben eine tolle Leistung gezeigt und wirklich an uns geglaubt. Am Ende hätten wir sogar noch mehr Tore schießen können."

Der Abstiegskampf in der Bezirksliga Ost verspricht noch viel Spannung.

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Niklas Steinebach profitiert von Müschenbachs spätem Aussetzer

Hundsangen - Ein später Aussetzer in der Abwehr kostete der gut auftretenden SG Müschenbach/ Hachenburg einen durchaus verdienten Punktgewinn, die SG Hundsangen/Obererbach belohnte sich dagegen beim 1:0 (0:0)-Erfolg im Bezirksligaspiel gegen die Oberwesterwälder, nach vier dicken Torchancen saß dann die fünfte zum "Tor des Tages".

So herrlich das Wetter war, so schwer zu bespielen war der Hundsangener Rasenplatz, was beide Trainer zwar nicht als Entschuldigung anführen wollten, aber doch bemängelten. "Beide Mannschaften haben heute so gespielt, wie es der Platz zugelassen hat", erklärte Hundsangens Trainer Ralf Hannappel nach Spielende.

In der Tat hielt sich der Unterhaltungswert der Partie über die gesamte Spieldauer auf überschaubarem Niveau. Positiv betrachtet lebte das Spiel von der Spannung, die dann in der Schlussphase die Zuschauer für gut eine Stunde ziemlich zähen Spielverlauf entschädigte. Beide Teams präsentierten einen ordentlichen Spielaufbau, sobald es aber in die Strafraumnähe ging, fehlten bei beiden Kontrahenten die Durchschlagskraft und die zündende Idee zum Torerfolg.

Die Gäste konnten dann gegen Ende der ersten Hälfte durch Jan Nauroth (42.) und Fabian Hüsch (44.) wenigstens noch zwei gefährliche Situationen vorweisen, nutzten diese aber nicht. Der zwangsläufige Halbzeitstand war torlos.

Auch in der zweiten Hälfte plätscherte die Partie bis zur 65. Minute ohne Zwingendes in den jeweiligen Strafräumen dahin. Dann gab die Hannappel-Elf plötzlich Gas: Tim Steinebach vergab aber aussichtsreich mit einem Flachschuss (70.), und Simon Fein ballerte den Ball gleich zweimal völlig frei vor Müschenbachs Schlussmann zu überhastet ein gutes Stück über das Torgehäuse (68. und 76.). "Wenn erst das Glück fehlt, kommt meistens auch noch Pech dazu", hat Jürgen Wegmann einst von sich gegeben. Hundsangens Verteidiger Stefan Sprenger setzte das Spielgerät mit einem feinen Kopfball nur an den Innenpfosten (78.). Dass dieses vom Spielverlauf her lange auf ein Remis hinlaufende Spiel dann doch einen Sieger fand, war der Gästeabwehr zu verdanken, die sich in 85. Minute einen kapitalen Bock leistete, den Niklas Steinebach zum Siegtreffer nutzte.

Müschenbachs Spielertrainer Björn Hellinghausen, der zwei Minuten vor dem Ende mit einem satten Schuss an Tobias Kesseler scheiterte und den Ausgleich verpasste (88.), schaute nach Spielende schon weiter: " Wir haben einen guten Kampf geliefert und stecken die Köpfe nicht in den Sand. Es sind noch zwölf Spiele, wir werden die Punkte dann woanders holen."

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Spätes Eigentor bringt verdienten Sieger hervor

Müschenbach. Die SG Weitefeld-Langenbach/Friedewald/ Neunkhausen entführte durch ein spätes Tor drei verdiente Punkte von der SG Müschenbach/Hachenburg und startete mit dem 1:0 (0:0) somit perfekt ins Fußballjahr 2014 in der Bezirksliga Ost. "Der Sieg ist hochverdient. Wir haben uns auf diesem schlechten Platz gut präsentiert und hätten schon früher ein Tor verdient gehabt", freute sich Weitefelds Trainer Volker Heun, dessen Mannschaft sich auf dem extrem tiefen Naturrasenplatz in Müschenbach ein klares Chancenplus erarbeitet hatte.

"Wir haben nicht gut ins Spiel gefunden und waren einfach zu weit von den Leuten weg. Wir können uns bei unserem Torwart bedanken, dass wir nicht schon früher in Rückstand geraten sind. Trotzdem ist es ärgerlich, so spät dann noch das Gegentor zu bekommen", bilanzierte Müschenbachs spielender Trainer Björn Hellinghausen.

Nach einer kurzen Findungsphase wurden die Gäste aus Weitefeld sofort zielstrebig: Fabian Lohmar war der Erste, der in Müschenbachs Torwart Markus Zenz seinen Meister fand (9.). Nach 17 Minuten hielten die Zuschauer den Atem an, als Kevin Lopata einen langen Pass von Fabian Grahn wunderschön verarbeitete und sein Lupfer nur Zentimeter am Pfosten vorbeikullerte. Vier Minuten später war Zenz dann wieder gegen Lohmar zur Stelle, nachdem dieser sich den Ball von Duncan Dykewicz erobert hatte.

Von den Gastgebern war in der ersten Hälfte kaum etwas zu sehen. Sie versuchten die Weitefelder von ihrem Tor fernzuhalten, operierten mit langen Bällen und leisteten sich zu viele Fehlpässe.

Die zweite Halbzeit begann furios: Nach einem Lohmar-Freistoß traf Fabian Grahn aus kurzer Distanz das Tor nicht (47.), dann hatten die Gastgeber ihre einzige echte Chance zur Führung: Gerrit Oettgen lief allein im Weitefelder Strafraum, doch anstatt quer zu seinen freistehenden Mitspielern zu passen, ließ er sich von Weitefelds Torwart Sören Trippler den Ball klauen. Der reagierte geistesgegenwärtig und schickte Kevin Lopata, dessen Schuss von Zenz klasse pariert wurde. Danach passierte lange Zeit nichts Gefährliches vor beiden Toren, bis Weitefeld in der Schlussphase noch einmal den Druck erhöhte. Einen Einwurf verlängerte Maik Oliver Seibel in Uwe-Seeler-Manier knapp am Müschenbacher Pfosten vorbei (81.), danach scheiterte Dominik Neitzert nach Zuspiel von Lopata am bärenstarken Markus Zenz (84.).

In der 87. Minute war aber dann auch der beste Mann auf dem Platz machtlos, denn einen Freistoß von der rechten Seite, von Fabian Lohmar mit viel Zug zum Tor getreten, verlängerte Christian Hüsch unhaltbar ins eigene Tor.

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Müschenbach punktet nach 0:2-Rückstand in Gückingen

Gückingen - Die SG Müschenbach/Hachenburg hat gestern Abend im nachgeholten Kellerduell der Fußball-Bezirksliga Ost bei unangenehmer Witterung nach einem 0:2-Pausenrückstand beim zuletzt aufstrebenden TuS Gückingen noch ein 2:2 erreicht und war am Ende dem Sieg sogar näher. Das Remis hilft beiden Kontrahenten im Abstiegskampf zunächst nicht so recht weiter.

SG-Interimstrainer Bernd Kohlhaas, der sich nach der Trennung von Marco Schnell zusammen mit Björn Hellinghausen um die Belange seines Teams kümmert, sprach von einem gerechten Unentschieden. "Wir waren in der ersten Halbzeit zwar besser, haben uns aber zwei unglückliche Tore eingefangen. Als nicht mehr viel für uns sprach, sind wir zurückgekommen." Sein Gückinger Kollege Georg Esser resümierte: "Wenn man 2:0 führt, kann man mit einem Unentschieden nicht ganz zufrieden sein. Ich muss der SG aber ein Kompliment für ihr Auftreten zollen. Meiner Mannschaft kann ich keinen Vorwurf machen, sie hat gut dagegengehalten. Tabellarisch bleibt jetzt alles wie gehabt."

Beim kampfbetonten Duell auf dem Hartplatz am Königstein erwischten die Kombinierten aus dem oberen Westerwald den besseren Start. Einen Distanzschuss Gerrit Oettgens aus halbrechter Position konnte Gückingens Schlussmann Christian Schlosser jedoch zur Ecke abwehren (5.). Auf der Gegenseite verfehlte der Japaner Takahiro Inoue mit einem Flachschuss in Richtung langes Eck sein Ziel nur knapp (29.). Die dickste Gelegenheit der SG verzeichnete John Breuer, dessen Kopfball nach Flanke Stuart Dykewicz' zu hoch angesetzt war.

Die Gäste schienen die Kontrolle über das Geschehen zu erhalten, doch dann schlug der TuS binnen 60 Sekunden gleich zweimal zu. Zunächst köpfte Alfio Marino eine von Kevin Herber getretene Ecke ein (43.), dann wurde Inoues Nachsetzen mit dem 2:0 belohnt (44.).

Nach Wiederanpfiff bot sich dem Aufsteiger durch Alexander Müller sogar die Chance zum 3:0, doch er scheiterte nach André Krekels Flanke aus kurzer Distanz am SG-Keeper Markus Zens (59.). Dann reichten den Westerwäldern sechs Minuten um gleichzuziehen. Nach einem abgeblockten Schuss aus der zweiten Reihe war Fabian Hüsch zur Stelle und verkürzte (66.). Für den Ausgleich sorgte dann erneut Fabian Hüsch mit einem Freistoß der besonderen Marke, wie ihn die gegnerischen Torleute überhaupt nicht mögen. Keiner berührte mehr den Ball, der im langen Eck landete - 2:2 (72.).

Die Gückinger waren sichtlich beeindruckt von diesem für sie unangenehmen Doppelschlag. Den Kombinierten verlieh die Wende dagegen nochmals Rückenwind. Fisnik Blakaj (78.) und Gerrit Oettgen (80.) vermochten jedoch aus ihren Gelegenheiten ebenso kein Kapital zu schlagen wie die Einheimischen, bei denen Kevin Herbers letzter gefährlicher Schuss am langen Eck vorbeistrich (85.).

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Müschenbach ist bissiger und präsenter als Guckheim

Hachenburg - Der erste Bezirksliga-Spieltag der Rückrunde war für die SG Müschenbach/Hachenburg zugleich der erste Spieltag nach der Ära Marco Schnell. Müschenbach wirkte engagiert und bissig. Stuart Dykewicz belohnte sich für seinen ersten Saisoneinsatz mit einer starken Leistung und war mitentscheidend für die zweite Niederlage der SG Guckheim/Kölbingen in Folge.

Die Partie stand für die Gäste bereits von der 5. Minute an unter keinem guten Stern. Nach einem langen Ball knickte der Guckheimer Torwart Patrick Henschel beim Zurücklaufen um und musste zur eingehenderen Untersuchung ins nahe gelegene Krankenhaus.

Kaum auf dem Feld, rückte der eingewechselte Torhüter Lars Henning bereits in den Mittelpunkt. Tobias Kuch konnte den sehr agilen Stuart Dykewicz nur regelwidrig stoppen, den fälligen Strafstoß verwandelte Gerrit Oettgen sicher und ließ Henning dabei keine Abwehrchance (11.).

In der Folge konnte man den Guckheimern ihre Bemühungen zwar nicht absprechen, Spielfluss kam jedoch nicht wirklich zustande. Kombinationen über mehrere Stationen waren Mangelware, und auch in den Zweikämpfen wirkten die Platzherren meist den Tick bissiger und präsenter. Die Folge waren lediglich harmlose Guckheimer Distanzschüsse von Tim Niedermowe und Ilir Tahiri, die allesamt das Ziel verfehlten.

Die klareren Chancen in Durchgang eins hatten die Einheimischen der SG Müschenbach. Zuerst zirkelte Dykewicz eine Ecke von der rechten Seite auf den Kopf des sehr starken Wenzelmann, der jedoch nicht genügend Druck hinter den Ball (33.) brachte. Kurz vor der Pause schoss Dykewicz selbst einen Freistoß an den Pfosten (45.).

Auch nach dem Pausentee wirkten die Gäste aus Guckheim gehemmt und teils überheblich. Spielertrainer Stefan Schäfer merkte an: "Man hat heute gesehen, wenn wir als Tabellendritter unsere Tugenden wie Kampf und Leidenschaft nicht annehmen, wird es selbst gegen eine Mannschaft mit einer Negativserie wie Müschenbach sehr schwer."

Müschenbach hingegen hätte den Sack zumachen können, nutzte jedoch seine Chancen nicht, kritisierte auch Interimstrainer Björn Hellinghausen. Gemeint war die Großchance von Fabian Hüsch, der alleine vor Torwart Henning den Ball Richtung Hachenburger Brauerei bugsierte anstatt sich die Ecke auszusuchen (53.) und die Volleyabnahme von Jan Nauroth nach Flanke des eingewechselten Fisnik Blakaj in Minute 83.

Stattdessen musste die Hellinghausen-Elf bis zum Schlusspfiff zittern. Entsprechend groß war die Erleichterung nach Spielende bei der SG Müschenbach: "Wir haben heute endlich einmal ein anderes Gesicht gezeigt und die Guckheimer mit deren eigenen Mitteln wie Kampf und Leidenschaft geschlagen", freute sich Hellinghausen.

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Fußball-Bezirksliga: Marvin Binge köpft Westerburg in Hachenburg zum Sieg

Hachenburg - Marvin Binge hat der SG Westerburg/Gemünden in der Fußball-Bezirksliga Ost im Auswärtsspiel bei der SG Müschenbach/Altenkirchen drei Punkte beschert. In der 56. Minute köpfte er den 1:0-Siegtreffer.

Marco Schnell, Trainer der Heimmannschaft, ärgerte sich schon ein wenig, dass in der letztlich spielentscheidenden Situation mit Binge ausgerechnet einer der kleinsten Spieler auf dem Platz nach Justin Keelers Flanke von der rechten Seite mit dem Kopf an den Ball kam und diesen in die Maschen setzte. Schnells Westerburger Kollege Oliver Meuer hielt dagegen: "Marvin kann Kopfbälle. Er hat in dieser Saison bestimmt schon drei oder vier Kopfballtreffer erzielt."

100 Zuschauer auf dem Hachenburger Hartplatz sahen 50 Minuten lang zwei Mannschaften, die sich neutralisierten und sich keine großartigen Torchancen erarbeiteten. Ein Fallrückzieher von Westerburgs David Gläser nach einem Eckball (20.), eine nicht ungefährliche Hereingabe des mit Übersicht glänzenden Andreas Bleich I, die Gäste-Kapitän Christian Hartmann in der Mitte klärte - viel mehr passierte im ersten Durchgang nicht.

Nach Wiederbeginn kehrten die Einheimischen schwungvoller auf den Platz zurück, aber das Tor sollte in der 56. Minute auf der Gegenseite fallen - vorbei die Zeit des Taktierens. Die Gastgeber erarbeiteten sich ein Übergewicht, konnten die Westerburger Viererkette jedoch nicht ernsthaft in Bedrängnis bringen. Nach einer Kombination von Christian Hüsch und Duncan Dykewicz legte sich Jan Nauroth auf dem Weg in den Strafraum den Ball zu weit vor (61.). In der 73. Minute drang Christian Hüsch von rechts in den Strafraum ein, passte zu Fabian Hüsch, der halb im Fallen den Flachschuss links neben das Tor setzte. Der Drang nach vorne, den die Müschenbacher und Hachenburger ausübten, ergab Konterchancen für Westerburg/Gemünden, die jedoch kläglich vergeben wurden.

Erster Anlauf: Valeri Betker spielte quer zum im Abseits stehenden Christian Knabe (77.). Zweiter Anlauf: Mario Wasna verstolperte Knabes Vorlage (86.). Dritter Anlauf: Knabe umkurvte Keeper Markus Zenz, aber Lars Neubert rettete vor dem leeren Tor (90.+2). "Wir haben unsere Konterchancen fahrlässig vergeben. Aber für ein 1:0 gibt es ja auch drei Punkte", freute sich Oliver Meuer über die Ausbeute. Marco Schnell meinte: "Der Einsatz meiner Mannschaft hat gestimmt. Das Plus an Spielanteilen hilft uns leider nicht, weil es im Fußball ja immer noch Punkte für Tore gibt, und die brauchen wir unbedingt."

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Fußball-Bezirksliga: Linzer legen erst nach der Pause richtig los

Linz - Der VfB Linz hat seine Heimserie mit drei weiteren Punkten ausgebaut. Mit 3:0 (0:0) besiegte das Team von Trainer Michael Roos die SG Müschenbach/ Hachenburg in der Bezirksliga Ost.

Dabei konnte man die erste Hälfte aus Sicht der Linzer getrost vergessen - denn die gehörte den Gästen. "Wir haben uns bisher heimstark präsentiert, der Gegner hatte in den letzten Spielen keinen Erfolg - da dachten einige Spieler wohl, das würde hier heute alles von selbst laufen", bemängelte Roos die Einstellung seiner Spieler in Halbzeit eins. So hatten die Gäste aus Müschenbach, die vor allem bei den zweiten Bällen immer einen Schritt schneller am Ball waren, bereits in der 2. Minute ihre erste Torchance. Nach einem Schuss von Fabian Hüsch klärte Joscha Brandt für seinen Keeper Christopher Schady auf der Linie.

Nur zehn Minuten später spielte sich eine ähnliche Szene im Linzer Strafraum ab, dieses Mal klärte Christian Roscher gegen Jan Nauroth (12.). Die Gastgeber ließen sich hingegen nur einmal gefährlich vor dem Tor der Gäste blicken, doch nach einem Volleyschuss von Fatos Hoxhaj hämmerte Nahsen Kesikci den Abpraller über den Kasten (21.).

"In der Pause habe ich meinen Spielern gesagt, dass wir so nicht weitermachen können. Wir müssen intensiver in die Zweikämpfe gehen und aggressiver nach vorne spielen", gab Roos die Marschroute für Halbzeit zwei zu Protokoll. Und tatsächlich präsentierte sich eine ganz andere Linzer Mannschaft nach dem Wiederanpfiff. In der 52. Minute nutzte Michael Krupp eine Lücke in der Müschenbacher Abwehrmauer, um per Freistoß den Führungstreffer für den VfB zu erzielen.

Nur 50 Sekunden später klingelte es erneut im von Keeper Markus Zenz gehüteten SGM-Gehäuse: Den Schuss von Timo Krumscheid konnte Zenz nur zur Seite lenken, dort war Kesikci zur Stelle und markierte den zweiten Linzer Treffer (53.). "Das war ein ungefährlicher Freistoß, der durch die Mauer ins Tor geht. Die Köpfe meiner Spieler waren noch unten, da stand es schon 0:2", zeigte sich SGM-Coach Marco Schnell enttäuscht ob der Wendung des Geschehens.

Denn der VfB dominierte nach dem Doppelschlag die Partie und ließ keine weitere Torchance der Gäste zu. Den Schlusspunkt für die Gastgeber setzte der eingewechselte Arjan Kuqi, der mit einem Billardtor über den linken Pfosten auf 3:0 erhöhte (82.).

Zufrieden, zumindest mit dem Ergebnis, war VfB-Trainer Roos: "Der Gegner hat sehr lange Paroli geboten und wir haben eine schwache erste Halbzeit gespielt. Das war reine Kopfsache. Aber nach dem durchaus glücklichen Führungstreffer lief es, und wir können ein positives Fazit ziehen."


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Spvgg EGC Wirges II gewinnt eine emotionslose Begegnung

Hachenburg - Beim 1:2 (0:1) gegen die Spvgg EGC Wirges II gab es in einer schwachen Bezirksligapartie keine Punkte und somit auch keine Partystimmung zum anstehenden Katharinenmarkt für die SG Müschenbach/Hachenburg.

Das Resümee von Co-Trainer Hellinghausen, der den im Stau stehenden Cheftrainer Marco Schnell vertrat, brachte das Spiel treffend auf den Punkt: "Wir hatten uns sehr viel vorgenommen und wollten diesen Heimsieg unbedingt. Leider haben wir es nicht geschafft, den nötigen Ehrgeiz an den Tag zu legen und haben viel zu emotionslos agiert."

Ein Beispiel dieser Emotionslosigkeit war die Tatsache, dass Schiedsrichter Dirk Huster wohl einen seiner ruhigeren Arbeitstage verbrachte und mit lediglich einer Gelben Karte auskam, die erst in der Nachspielzeit Gästespieler Antonio Brugnano für den Versuch des Zeitschindens durch Ballwegschlagen zeigte.

Generell gelang es beiden Mannschaften kaum, spielerische Akzente zu setzen. Torraumszenen entstanden mehr aus Zufall als aus gefälligem Spiel heraus. Vor allem eine extrem hohe Fehlpassquote sorgte dafür, dass das Spiel die lediglich 50 Zuschauer im Hachenburger Stadion kaum erwärmte.

Bis auf einen Schuss aus spitzem Winkel, den Jan Nauroth knapp verzog, und einen Kopfball von Stephan Bruch auf der Gegenseite waren Chancen Mangelware und Zufallsprodukte. In der 44. Minute war es auch ein solches Zufallsprodukt, welches die Gäste in Führung brachte. Nach einem Pressschlag landete der Ball vor den Füßen eines Wirgesers, der sofort abzog, allerdings nur die Latte traf. Im Anschluss war Thorsten Hehl gedankenschneller als die gesamte Müschenbacher Abwehr und verwertete den Abpraller freistehend per Kopf zum 0:1.

Kurz nach dem Gegentreffer und pünktlich zur Halbzeitansprache traf dann auch Marco Schnell ein. Doch auch seine Anwesenheit und Ansprache konnte das Ruder nicht herumreißen. Im Gegenteil, mit zunehmender Spieldauer legten die Wirgeser ihre Verunsicherung nach der deftigen Niederlage in Gückingen ab und wurden fortan sicherer im Spielaufbau und präziser in ihren Kombinationen.

Nach einem Missverständnis von Tim Kemper und Fabian Hüsch schaltete erneut Hehl am schnellsten und bediente Jonas Hannappel auf der linken Seite, der aus 15 Metern an Markus Zenz vorbei ins lange Eck zum 0:2 einschob (64.).

In der Folge hatten die Wirgeser deutlich mehr Spielanteile, ohne jedoch zu wirklich gefährlichen Torraumszenen zu kommen. Auf der anderen Seite nutzte Jan Nauroth einen zu kurz abgewehrten Ball zum 1:2 (88.) nutzte.

Der Wirgeser Trainer Thomas Arzbach wirkte erleichtert: "Wir haben heute Moral gezeigt und unsere Verunsicherung immer mehr abgelegt, deshalb bin ich zufrieden. Der zweite Auswärtssieg war wichtig und tut uns sehr gut."


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SG Herdorf bestraft ideenlose Müschenbacher

Herdorf - In der Fußball-Bezirksliga Ost schaffte es die SG Herdorf wieder nicht, den ersten Saisonsieg einzufahren. Auf der Gegenseite hatte sich die SG Müschenbach/Hachenburg beim Tabellenletzten wohl mehr erhofft als ein 1:1 (0:0) mit zwei Treffern in den letzten Minuten.

Die Gastgeber zeigten besonders in der zweiten Spielhälfte viel Einsatz, es mangelte allerdings oftmals an der entscheidenden Genauigkeit im letzten Drittel des Platzes. Von Beginn an versuchten die Gäste, Herdorf nicht zur Entfaltung kommen zu lassen. Bei der ersten Großchance durch Gerrit Oettgen stand der Pfosten im Weg, der Nachschuss von Fabian Hüsch ging am Tor vorbei (17.). Auch wenn sich die SG Müschenbach im Angriff aktiver zeigte, waren die Hellertaler durchaus engagiert, zeigten hohen Einsatzwillen und brachten somit den Ball immer wieder aus der Gefahrenzone heraus, ohne dabei selbst gefährlich werden zu können. Zudem hatten sie noch Glück, dass John Breuer nur die Latte traf (29.).

Das 0:0 zur Pause war für die Heimelf vielleicht etwas glücklich, aber nicht gänzlich unverdient. Nach Wiederanpfiff zeigten sich die Gäste häufig ideenlos, im Gegensatz dazu überzeugten die Spieler der SG Herdorf mit einer kämpferisch starken Leistung. Sie hebelten mehrmals die aufgerückten Müschenbacher aus. Das Problem wie so oft: die Chancenverwertung. Der letzte Pass fehlt, im Spielaufbau wird der Ball zu schnell weggegeben. Herdorf nutzte seine Möglichkeiten nicht, Marcel Meyer etwa schoss knapp über das Tor (83.).

Und so kam es, wie es kommen musste: Hatten bisher entweder der starke Keeper Kevin Groß oder das Aluminium ein Gegentor verhindert, so waren kurz vor Schluss nichts und niemand zur Stelle: Nach einer Flanke von links stand Fisnik Blakaj genau richtig und netzte sehenswert per Hacke zum 0:1 ein (88.).

Vom überschwänglichen Jubel der Gäste ließen sich die Herdorfer jedoch nicht einschüchtern - ganz im Gegenteil. In einer packenden Schlussphase schickten sie noch einmal alles nach vorne, der Ball kam zu Verteidiger Felix Burbach, der aus 20 Metern einfach abzog und Gäste-Torwart Konstantin Giese mit seinem Flachschuss keine Chance ließ (90.).

Herdorfs Trainer Marco John war zuversichtlich: "Uns hat nicht viel zum Sieg gefehlt, uns fehlt nur noch das letzte Quäntchen Glück. Wenn wir uns weiterhin so leistungs- und charakterstark zeigen, dann ist es nur noch eine Frage der Zeit." Müschenbachs Trainer Marco Schnell hingegen war bedient: "Wenn du so kurz vor Schluss in Führung gehst, dann musst du das Ergebnis natürlich halten. Wir haben ideenlos und unkonzentriert gespielt, haben Herdorf ins Spiel finden lassen und müssen nun mit dem Punkt leben."

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Fußball-Bezirksliga: Nach Traumtor geht Berod in die Knie - 4:1 für Müschenbach

Hachenburg - Im Bezirksliga-Derby gegen den SC Berod-Wahlrod hat sich die SG Müschenbach/Hachenburg durch einen 4:1 (3:1)-Heimsieg etwas Luft verschafft. Dabei waren die Gäste zunächst durch einen sehenswerten Treffer von Mario Pavelic in Führung gegangen. Aus etwa 40 Metern wähnte er Müschenbachs Keeper Markus Zenz zu weit vor dem Tor, zog einfach mal ab - und hatte Erfolg (8.). Allerdings ließ sich die SG davon nicht beeindrucken, fand sofort die passende Antwort und kam nur zwei Minuten später zum Ausgleich. Nachdem Fisnik Blakaj zunächst an Torwart Constantin Redel gescheitert war, stand Jan Nauroth genau richtig und markierte per Volleyschuss das 1:1 (10.).

Beide Teams waren hochmotiviert, und nach den frühen Toren entwickelte sich ein durchaus ausgeglichenes Spiel, in dem die Gastgeber immer mehr das Heft in die Hand nahmen und auf die Führung drängten. Zwar parierte Redel zunächst den Schuss von Henning Jochmann, doch das Spielgerät hüpfte trotzdem zum 2:1 ins Netz (24.). Bei den Gästen machte sich schon jetzt Unmut breit, aber es wurde noch schlimmer: Gerrit Oettgen schlenzte einen Freistoß von links gekonnt ins kurze Eck und ließ dem SC-Torwart keine Chance - 3:1 (27.).

Die Gäste waren um den Anschlusstreffer bemüht, die beste Möglichkeit vergab Felix Velten frei vor Keeper Zenz (31.). Der Ton im Team war rau, viele Unstimmigkeiten waren erkennbar, dennoch war der SC Berod nach der Pause erst einmal im Vorwärtsgang, während Müschenbach hingegen die Führung verwaltete.

Nachdem Thomas Schäfer (52.) und Pavelic (54.) nichts Zählbares zustande bringen konnten, spielten sich die Gastgeber nach Belieben durch die gegnerische Abwehr. Im zweiten Versuch nutzte Oettgen diese Freiheit und sorgte mit dem 4:1 für die Vorentscheidung (58.).

Die Schäfer-Elf versuchte zwar immer wieder, die Verteidigung der SG zu durchdringen, lief dabei aber Gefahr, sich Konter zu fangen und direkt im Anschluss an eine gute Aktion noch weitere Gegentreffer zu kassieren. Gleich zweimal scheiterte in einer solchen Situation Blakaj in der 69. und 70. Minute an Redel, der seine Mannschaft davor bewahrte, noch wesentlich höher zu verlieren.

Der Trainer der SG Müschenbach/Hachenburg, Marco Schnell, war nach dem Derbysieg zufrieden: "Die gute Leistung der vergangenen Woche konnten wir heute durch Tore bestätigen. Von Beginn an hatten wir den Willen, den wir brauchen, um am Mittelfeld der Tabelle dranzubleiben."

Sein Beroder Kollege Thomas Schäfer fand: "Nach unserem Traumtor zu Beginn haben wir viel Pech gehabt. Wir waren oft einen Schritt zu spät und nicht richtig in den Zweikämpfen. Das ist viel zu wenig, denn wir müssen in jedem Spiel alles geben."

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Fußball: Gnadenlos effektive Ellinger feiern 3:0-Erfolg gegen Müschenbach

Straßenhaus - "Am Ende entscheiden die Tore". Dieses knappe Fazit von Marco Schnell, dem Trainer der SG Müschenbach/Hachenburg, war bezeichnend für die Partie seiner Mannschaft gegen die SG Ellingen/Bonefeld/Willroth in der Fußball-Bezirksliga Ost. Die Gäste aus Müschenbach spielten auf dem Kunstrasenplatz in Straßenhaus zwar stark auf, unterlagen dem Tabellenzweiten aber dennoch mit 0:3 (0:1). Auf Ellinger Seite war die Freude nach einem temporeichen, kurzweiligen Spiel ob des erneuten Erfolges groß. Trainer Thomas Kahler zeigte sich zufrieden und sprach von einem "verdienten Sieg" seiner Mannschaft.

Besonders in Sachen Effektivität konnte der Aufsteiger SG Ellingen seine Anhänger überzeugen, während das spielerische Können der beiden Bezirksligamannschaften gerade im ersten Spielabschnitt nur selten aufblitzte. Dann aber umso deutlicher: In der neunten Minute nahm Stefan Krautscheid, der auch im weiteren Spielverlauf immer wieder mit sehenswerten Aktionen auffiel, den Ball mit bis in den 16-Meter-Raum, von wo aus er den mitgelaufenen Daniel Puderbach passgenau bediente, der zum 1:0 einschob.

Wer geglaubt hatte, die SG Müschenbach würde sich nun zurückziehen und dem Gegner das Feld überlassen, der wurde eindrucksvoll eines Besseren belehrt. Die Gäste präsentierten sich offensiv- und spielstark. Immer wieder gelang es ihnen, sich zum Teil gute Möglichkeiten zu erarbeiten (24., 32., 39.). Und dennoch: Der Ausgleich für die Mannschaft aus dem Westerwaldkreis fiel nicht.

Ein ähnliches Bild bot sich den knapp 100 Zuschauern auch nach dem Seitenwechsel. Nach taktischen Umstellungen fanden nun auch die Gastgeber besser ins Spiel und die Partie nahm zunehmend Fahrt auf. In der 53. Minute hatte Müschenbachs Gerrit Oettgen die bis dahin beste Chance, einen Treffer für seine Mannschaft zu erzielen, nachdem es ihm gelungen war, sich im gegnerischen Strafraum durchzusetzen. Seinen Schuss parierte Tobias Oost, der Schlussmann der SG Ellingen, mit einer glänzenden Parade.

Überhaupt trug der Keeper mit einer starken Leistung maßgeblich zum Erfolg seiner Mannschaft bei, denn er musste noch zwei weitere Male eingreifen (61., 66.). Da stand es allerdings schon 2:0 für die gnadenlos effektiven Ellinger: Einen Foulelfmeter hatte Daniel Puderbach in der 59. Minute sicher verwandelt. Für die endgültige Entscheidung sorgte sieben Minuten vor dem Spielende Florian Raasch mit seinem Treffer zum 3:0-Endstand.

Trotz des Erfolges musste Ellingens Trainer Kahler nach dem Spiel zugeben: "Der Spielverlauf hat uns mehr Probleme bereitet, als mir lieb war. Unser Gegner war heute stark und hat es uns schwer gemacht, ins Spiel zu finden." Zufrieden war Kahler dennoch: "Die zweite Halbzeit meiner Mannschaft hat mir gut gefallen und letztendlich haben wir verdient gewonnen, weil wir die Tore gemacht haben." Des einen Freud, des anderen Leid. "Die gute Leistung war sehr wichtig für unser Selbstbewusstsein, aber wir müssen unsere Chancen nutzen und mehr Tore schießen.", wusste Gästetrainer Schnell sehr wohl um das große Manko im Spiel seines Teams.

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Fußball-Bezirksliga: SG Müschenbach nutzt bei 1:3-Heimpleite gegen TuS Montabaur ihre Chancen nicht


Hachenburg. Die SG Müschenbach/Hachenburg hat ihr Heimspiel in der Fußball-Bezirksliga Ost gegen den TuS Montabaur mit 1:3 (1:1) verloren und ist nun seit drei Spielen ohne Sieg. Der TuS aus der Kreisstadt führt mit nunmehr 16 Punkten zumindest bis Samstag die breite Masse der Verfolger von Spitzenreiter Malberg an.

Die erste Viertelstunde tasteten sich beide Mannschaften in eher mäßigem Tempo ab. Dann weckte Montabaurs Kapitän Matthias Wincek die Zuschauer mit einem Pfostenschuss aus 20 Metern auf. Der Nachschuss von Shumpei Anami war zu lasch, sodass der krabbelnde Keeper Konstantin Giese den Ball noch entschärfen konnte. Nach 28 Minuten gingen die feldüberlegenen Montabaurer dann in Führung. Nach einer Flanke von Florian Leber hatte Toru Kawabata im Strafraum viel zu viel Platz und traf zum 1:0. "Die erste halbe Stunde waren wir viel zu weit weg. Danach waren wir enger am Mann und kamen dann auch selbst zu Chancen", analysierte Müschenbachs Trainer Marco Schnell nach der Partie genau passend. TuS-Keeper Leotrim Hisenay ließ einen Freistoß von Andreas Bleich II abprallen, sein Namensvetter aus der Innenverteidigung war zur Stelle und staubte zum etwas überraschenden Ausgleich ab (34.). Danach waren die Gastgeber weiter am Drücker: Nach einer Flanke von Steffen Ecker verpasste Gerrit Oettgen mit einer Volleyabnahme das Tor (37.), und kurz vor der Pause lenkte Hisenay einen Freistoß von Bleich II über das Tor (42.).

Auch nach der Halbzeitpause brauchten beide Mannschaften wieder eine gute Viertelstunde, um auf Betriebstemperatur zu kommen. Dann bot sich Müschenbachs Neuzugang Jan Nauroth die doppelte Chance zur Führung. Erst traf er nach einer Hereingabe von Oettgen aus kurzer Distanz nur den Pfosten, gleich danach retteten die Montabaurer im Kollektiv einen Schuss von Nauroth nach Vorlage von Christian Hüsch noch kurz vor der Linie. Zwei Minuten später (60.) verfehlte Steffen Ecker mit einem Schlenzer nur knapp das Tor.

Müschenbach hatte Chancen, Montabaur machte die Tore. Ein Schuss von Julien Horner fälschten die Gastgeber so unglücklich ab, dass ihr Keeper Konstantin Giese keine Chance hatte, den Ball zu halten (72.) Fünf Minuten später machte der TuS dann den Deckel drauf: Toru Kawabatas Kreation aus Schuss und Flanke verlängerte erneut Julien Horner mit dem Fuß zum 3:1 ins Müschenbacher Tor. Kurz darauf hatte der eingewechselte Henry Acquah sogar noch die Chance, auf 4:1 zu erhöhen, doch sein Heber ging nicht nur über Giese, sondern auch übers Tor.

"Wir haben recht ordentlich angefangen, dann aber nicht das 2:0 folgen lassen. Von der Anlage waren wir ein bisschen reifer, deshalb ist der Sieg schon in Ordnung", erklärte TuS-Coach Heiko Weidenfeller nach der Partie.

Sein Müschenbacher Kollege Marco Schnell bilanzierte: "Das Ergebnis ist über 90 Minuten gesehen schon gerecht. Hier heute kann man verlieren, die Punktverluste gegen Hamm und in Nievern ärgern mich mehr."

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SG Nievern/Fachbach - SG Müschenbach/Hachenburg 1:0 (0:0).

SG Müschenbach verliert sehr schwache Begegnung in Nievern

Es gibt Fußballspiele, die haben keinen Sieger verdient. Das Heimspiel der SG Nievern/ Fachbach gegen die SG Müschenbach in der Bezirksliga Ost war – fernab von jeglichem Bezirksliga-Niveau – ein solches Spiel. Dass die Gastgeber auf dem Hartplatz an der Früchter Straße dennoch am Ende über einen 1:0 (0:0)-Erfolg jubeln durften, lag daran, dass Müschenbachs Keeper Markus Zenz einen einzigen Ball hätte halten müssen – und prompt patzte.

Murat Saricicek steht an der Seitenlinie und schaut mit leerem Blick auf den Boden. Nieverns Trainer kann schon nicht mehr hinsehen, auch wenn noch zehn Minuten zu spielen sind. Würde er sich jetzt umdrehen und hinunter ins Tal blicken, dann wäre das die deutlich spannendere Variante. Stattdessen fällt auch sein Blick zurück auf das, was sich da auf dem Platz tut – und das ist nicht viel. Dass es am Ende aber dennoch zu einem Heimsieg reicht, ist ihm nach 93 durchwachsenen Minuten fast schon unangenehm. „Ein klassisches 0:0-Spiel“, sagt Saricicek zu seinem völlig frustrierten Gegenüber. Marco Schnell hat es ähnlich gesehen, mit einer kleinen Zusatzbemerkung: „Wenn überhaupt, dann hätten wir hier heute ein Tor machen müssen.“

Schon mit dem, was die Gastgeber in Hälfte eins boten, konnte Saricicek nicht zufrieden sein. Maximilian Schupp ersetzte den verletzungsbedingt fehlenden Stammlibero Stefan Deusner, musste aber deutlich öfter seinen Vorderleute zurechtweisen als ihm lieb war. Dass es keine Gegentore hagelte, lag einzig daran, dass auch der Gegner nur bedingt offensiv gefährlich war. Ein Kopfball von Tim Kemper flog weit über Nieverns Kasten (7.). Und bei der einzigen strittigen Situation „mussten wir einen Elfer bekommen“, fand Schnell. Den gab es aber nicht. Müschenbachs Jan Nauroth stürmte, von Libero Schupp begleitet, einem langen Ball in Richtung Strafraum hinterher. Nieverns Keeper Christopher Gellweiler kam ihnen entgegen, berührte Nauroth auch, doch war das eher ein Pressschlag denn ein Foul.

Die beste Chance nach dem Seitenwechsel hatte in Minute 59 der Gast: Jan Nauroth stürmte nach einem langen Pass aus halblinker Position alleine auf Gellweiler zu, scheiterte jedoch an Nieverns Schlussmann. „Da müssen wir in Führung gehen“, ärgerte sich Schnell. Danach versuchte Saricicek ab der 63. Minute frischen Wind in die Partie zu bringen, wechselte innerhalb von zehn Minuten Jona Asbach, Bastian Schupp und Jannik Feldpausch ein. Am Ende sollten dies die entscheidenden Prozente zum Sieg sein. Denn ausgerechnet Asbach brachte Müschenbachs Schlussmann Zenz mit einem Schuss aus halbrechter Position in Bedrängnis. Der Keeper konnte den Ball nur abklatschen lassen, der aufgerückte Matthias Hoffmann schob zum glücklichen 1:0 ein (87.).

„Nievern hatte über 90 Minuten überhaupt keine Torchancen. Dass wir dieses Spiel am Ende durch einen Torwartfehler verlieren, ist unglaublich ärgerlich“, sagte Schnell. „Das Spiel hatte vom Niveau her nichts mit Bezirksliga zu tun“, sagte Saricicek. „Das sind drei glückliche Punkte für uns, die wir auch dringend brauchen. Ich würde mir aber wünschen, dass wir uns auch fußballerisch weiterentwickeln, den nächsten Schritt machen und mal in der Lage sind, ordentlich Druck in der Offensive aufzubauen. Das ist uns auch heute wieder nicht gelungen.“

Tor: 1:0 Hoffmann (87.).


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Fußball-Bezirksliga: Björn Hellinghausen rettet der SG Müschenbach einen Punkt

Müschenbach - In einem sehr schwachen Spiel der Bezirksliga Ost trennten sich die SG Müschenbach/Hachenburg und der VfL Hamm insgesamt verdient mit einem 1:1 (0:0)-Unentschieden. Beide Teams zeigten sich zwar durchaus bemüht, der Abschluss beziehungsweise der entscheidende letzte Pass waren jedoch größtenteils nicht genau genug, um für echte Torgefahr zu sorgen.

Über den gesamten Spielverlauf zeigte sich das gleiche Bild: Auf beiden Seiten waren starke Ansätze im Aufbauspiel zu sehen, doch entweder wurden diese durch ein Foul gestoppt oder der Ball wurde leichtfertig vertändelt. Björn Hellinghausen per Kopf für die Gastgeber (11.) und Michael Trautmann für die Gäste (16.) hatten die ersten guten Möglichkeiten der Begegnung.

Der schlechte Zustand des Rasenplatzes in Müschenbach, welcher die Spieler des öfteren zur Rutschpartie einlud, tat zusätzlich zu der mehr als dürftigen Chancenverwertung der Mannschaften sein übriges dazu.

Kurz vor der Pause zeigte die SG Müschenbach/Hachenburg dann doch noch mal mehr Willen als der Gegner - ein Kopfball von Steffen Ecker wurde jedoch noch auf der Linie geklärt (41.).

,,Der letzte Pass hat bei uns heute immer entweder gefehlt oder war viel zu ungenau’’, ärgerte sich Müschenbachs Trainer Marco Schnell und spielte damit auf eine Chance aus der 39. Minute an: Stürmer Jan Nauroth tauchte in aussichtsreicher Position auf - doch auf sein Abspiel warteten die Mitspieler vergebens.

Nach der Pause entwickelten die Gäste zunächst mehr Zug zum Tor, ohne allerdings wirklich gefährlich zu werden. So scheiterte Philipp Höhner per Kopf an SG-Keeper Markus Zenz (68.), bevor dieser seiner Mannschaft wenig später selbst das Leben schwer machte: Hamms Daniel Krieger wurde im Strafraum von Zenz gelegt - den fälligen Elfmeter verwandelte der eingewechselte Fahri Tahtaci in der 79. Minute locker zum 0:1.

Die SG Müschenbach, in der zweiten Hälfte vor dem Tor bis dahin komplett ungefährlich, kam ebenso überraschend zum Ausgleich: Eine Flanke von Fisnik Blakaj verwertete Hellinghausen zum leistungsgerechten Endstand von 1:1 (86.) - mehr war hier nicht mehr drin, auch wenn die Gastgeber kurz vor Schluss noch einmal alles versuchten. Ein solch schwaches Spiel hätte aber auch keinen Sieger verdient gehabt...

SG-Trainer Schnell fügte hinzu: "Es war heute eine ganz schwache Partie gegen eine Mannschaft auf Augenhöhe. Wir müssen im nächsten Spiel auf jeden Fall mehr Einsatz zeigen - heute hatte hier auf jeden Fall keiner drei Punkte verdient."

VfL-Trainer Jens Hanas wertete das Ganze ohne Schönfärberei ähnlich: "Wir sind mit einem Punkt zufrieden, auch wenn es natürlich ärgerlich ist, so kurz vor Schluss doch noch den Ausgleich zu fangen. Das Niveau war jedoch heute auf jeden Fall nicht bezirksligareif."

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SG Müschenbach erntet Lohn für eine gute Leistung!

Die SG Puderbach/Urbach-Dernbach/Daufenbach/Rau-bach wartet in der Fußball-Bezirksliga Ost weiterhin auf ihren ersten Erfolg in dieser Saison. Am fünften Spieltag verlor die Mannschaft des neuen Trainers Maik Rumpel zu Hause erneut, gegen die SG Müschenbach/Hachenburg musste sie sich am Freitagabend knapp, aber verdient mit 0:1 (0:0) geschlagen geben.

Der erste Spielabschnitt war geprägt von zahlreichen Fehlpässen im Aufbauspiel der Gastgeber. Damit machte es die Rumpel-Elf den quirlig und schnell agierenden Offensivspielern der Gäste leicht, sich Chancen herauszuspielen. Nach 14 Minuten musste sich Puderbachs Torwart Maik Seuser bei einem Schuss von Max Mies strecken. Zwei Minuten später war Seuser auch gegen Jan Nauroths Versuch ins rechte obere Eck der Sieger.

Auf der Gegenseite vergab Henrik Sawadsky nach einer Hereingabe von André Neitzert von der Eckfahne aus fünf Metern vor dem Kasten die Führung für die in dieser Saison noch sieglosen Puderbacher (20.). Und Benny Walkenbachs Volleyabnahme war für den Gästetorwart Markus Zenz ein dankbarer Ball (26.). Nachdem Müschenbachs Gerrit Oettgen in der 28. Minute knapp am Tor vorbeigezielt hatte, steuerten die Gäste torlos in die Pause. Rumpel monierte am Spielfeldrand: "Wir laufen nur hinterher, die haben viel zu viel Platz."

Nach der Pause änderte sich am Verlauf wenig. Puderbach agierte wie vor dem Wechsel verunsichert, Müschenbach kombinierte mit zunehmenden Spieldauer immer besser, und die Führung war nur eine Frage der Zeit. Andreas Bleich I war es, der in der 78. Minute den fälligen Führungstreffer für sein Team erzielte. Dem Tor ging der schönste Spielzug des Abends über Mies und Björn Hellinghausen voraus. Nach der Führung hätten die Mannen von Trainer Marco Schnell sogar noch ein oder zwei Treffer nachlegen können. Der eingewechselte Gästespieler Max Herkersdorf hatte zwei Minuten nach dem 0:1 mit einem Lattentreffer Pech.

Für Rumpel und Schnell fiel die Analyse der Begegnung gleichlautend aus. Ihr Tenor: Die Gäste hatten den größeren Willen das Spiel zu gewinnen, deshalb haben sie es auch gewonnen. Schnell meinte: "Wir waren spielerisch und läuferisch klar überlegen. Meine Mannschaft hat ein Klassespiel gezeigt. Derweil war sein Kollege Rumpel bedient: "Ich bin maßlos enttäuscht. Die Verunsicherung in meiner Mannschaft ist nicht zu erklären."

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SG Müschenbach/Hachenburg - SG Hundsangen/Obererbach 2:2 (1:1)
Hundsangen lässt zwei Punkte liegen

Die SG Müschenbach/Hachenburg kommt in der Bezirksliga Ost nach schwachem Saisonstart immer besser in Tritt. Nach dem 4:1-Auswärtssieg bei der SG Weitefeld trotzten die Schnell-Schützlinge auch dem nächsten Spitzenteam der Liga einen Punkt ab. Gegen die bis dato verlustpunktfreie SG Hundsangen hieß auf dem Rasenplatz in Müschenbach es am Ende 2:2 (1:1).

Die Gäste waren die spielerisch bessere Mannschaft und bestimmten die Partie. Müschenbach hielt mit Kampf dagegen und wartete auf Fehler der Gäste. Und die Hundsangener leisteten sich diese auch – und wurden dafür bestraft. In der 14. Minute verloren die Gäste in der Abwehr den Ball, Björn Hellinghausen spielte auf Jan Nauroth, der sich gegen zwei Gegenspieler durchsetzte und den Ball rechts am herausstürmenden Gästekeeper Tobias Kesseler vorbeilegte, um dann zur etwas überraschenden Führung einzuschieben.

Im Anschluss waren die Gäste zwar überlegen, versuchten es aber zumeist mit Schüssen aus der zweiten Reihe, die für Markus Zenz kein Problem darstellten oder ihr Ziel ganz verfehlten. Der Ausgleich in der 33. Minute fiel dann auch durch eine Standardsituation: Nach einem Getümmel im Strafraum reklamierten die Gäste auf Handspiel. Schiedsrichter Roman Borger ließ zunächst weiterspielen, zeigte dann aber doch auf den Punkt. Daniel Hannappel ließ sich von den Protesten der Hausherren nicht beirren und verwandelte sicher rechts unten.

Nach dem Wechsel passierte dann zehn Minuten auf beiden Seiten gar nichts, bevor die Heimelf einen erneuten Fehler der Gäste zur 2:1-Führung nutzte. Janik Hannappel trat als letzter Mann über den Ball, Björn Hellinghausen kam aus 16 Metern zum Schuss und ließ Kesseler keine Chance (56.).

Danach nahm Hundsangen wieder das Heft in die Hand und kam bereits zehn Minuten später zum Ausgleich. Leutrimm Husaj wurde im Strafraum nur halbherzig bedrängt und kam zum Abschluss. Den konnten die Hausherren zwar noch abblocken, aber den Nachschuss setzte Robin Stahlhofen in die Maschen. Nun waren die Müschenbacher überraschenderweise besser im Spiel, die beste Chance zum Sieg hatten aber die Gäste: Fabian Steinebach setzte einen Kopfball aus sechs Metern über das Tor. Nach dem Schlusspfiff meinte Gästetrainer Ralf Hannappel: „Wir mussten heute den vierten Sieg einfahren. Bis zum 2:2 haben wir Müschenbach praktisch vorgeführt, gut gepresst und die Gegentore durch individuelle Fehler selbst vorbereitet.“ Müschenbachs Marco Schnell sah es etwas anders: „Ich bin zufrieden. In der ersten Halbzeit haben wir stark gespielt und das erste Tor schön herausgespielt. Das 1:1 war kein Elfmeter und etwas unglücklich für uns. Insgesamt ist es ein gerechtes Remis.“

Tore: 1:0 Nauroth (14.), 1:1 D. Hannappel (33., Handelfmeter), 2:1 Hellinghausen (56.), 2:2 Stahlhofen (66.).


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Fußball-Bezirksliga: SG Müschenbach dreht Spiel bei der SG Weitefeld


Langenbach - Die 0:6-Derby-Schlappe in Malberg ist vergessen: Die SG Müschenbach/Hachenburg hat am Freitagabend Moral bewiesen und in der Fußball-Bezirksliga Ost bei der SG Weitefeld-Langenbach/Friedewald/Neunkhausen nach 0:1-Pausenrückstand einen 4:1-Erfolg gelandet.

Zehn Minuten lang sahen die 179 zahlenden Zuschauer auf dem Langenbacher Kunstrasen nicht mehr als ein zartes Abtasten beider Teams. Wehtun wollte sich in der Frühphase dieser Partie niemand. Folgerichtig wurde es durch eine Standardsituation zum ersten Mal richtig gefährlich. Nach einer von Andreas Bleich II ausgeführten Ecke kam Julian Aguilar zum Abschluss - doch auf der Linie klärte ein Müschenbacher in höchster Not erfolgreich. Ärgerlich für die Gäste: Thomas Ross lauerte in zweiter Reihe auf den Ball, bekam diesen auch und beförderte ihn aus zwölf Metern zum 1:0 rechts oben in die Maschen (14.).

Danach die selbe Leier wie zu Beginn. Weitefeld erarbeitete sich zwar ein Plus in Sachen Ballbesitz, ließ aber insgesamt den letzten Tick Entschlossenheit vermissen. Zwingend war das alles nicht, was das Team von Trainer Volker Heun bot. Und die Gäste? Müschenbach wirkte emotionslos, fand, wie es auf Fußballer-Neudeutsch heißt, keinen Zugriff aufs Spiel. Erst in den letzten fünf Minuten der ersten Halbzeit machte das Team von Marco Schnell vermehrt auf sich aufmerksam. Nachdem kurz zuvor Weitefelds Kevin Lopata einen Kopfball aus elf Metern knapp am Pfosten vorbeigesetzt hatte, bediente auf der Gegenseite Andreas Bleich II den auf den Ball lauernden Jan Nauroth, der für Björn Hellinghausen ablegte. Der Schuss des Stürmers wurde aber geblockt (44.).

Nach dem Wechsel knüpften die Gäste an die gute Phase vor der Pause an - und schlugen nach gut einer Stunde gleich doppelt zu: Nach Hellinghausens Vorarbeit scheiterte Jan Nauroth im ersten Versuch an Sören Trippler, brachte den Ball aber nach schwacher Abwehr des Weitefelder Keepers doch noch zum 1:1 über die Linie (64.). Nur zwei Minuten später lauerte der starke Gerrit Oettgen am langen Pfosten auf die Flanke von Michael März und verwertete diese dann aus kurzer Distanz zum 1:2.

Als in der 82. Minute Fabian Grahn den eingewechselten Max Herkersdorf foulte, war auch der fällige Strafstoß ein Fall für den besten Mann des Abends: Oettgen verwandelte sicher zum 1:3 (82.). Den Schlusspunkt setzte Andreas Bleich II, der einen Freistoß flach durch die Mauer ins Tor schoss (85.). Während Gäste-Coach Marco Schnell sich darüber freute, "dass wir nach einem Rückstand noch mal zurückgekommen sind", war Kollege Volker Heun angefressen: "Ich hoffe jetzt, dass auch der Letzte kapiert hat, dass man nach zwei zweiten Plätzen nicht automatisch Meister wird. Insbesondere unsere erfahrenen Innenverteidiger haben eklatante Fehler gemacht."



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Fußball-Bezirksliga: SG Malberg schenkt sechs Tore ein


Müschenbach - Wochenlang haben sie bei der SG Müschenbach/ Hachenburg auf das Derby in der Bezirksliga Ost gegen die SG Malberg/Rosenheim hin gefiebert. Dass zu viel Derbyeuphorie auch lähmen kann, zeigte sich am Sonntag eindrucksvoll. Mit 6:0 (3:0) triumphierten am Ende die Malberger in Müschenbach, während die Gastgeber nach der zweiten Niederlage im zweiten Spiel wie begossene Pudel auf dem Rasen lagen.

Dabei hatten die Müschenbacher vor 250 Zuschauern die erste Möglichkeit, als Malbergs Keeper Matthias Zeiler in der fünften Minute einen Schuss von Björn Hellinghausen erst im Nachfassen festhielt. "Wir brauchten ein wenig Eingewöhnungszeit", gab Malbergs Spielertrainer Michael Boll zu, während Müschenbachs Trainer Marco Schnell nach dem zweiten Spiel seiner Mannschaft ohne eigenes Tor haderte: "Wir haben zwar ordentlich angefangen, aber dann haben wir sie bei fünf von sechs Toren mit individuellen Fehlern eingeladen."

Den ersten Müschenbacher Fehler erahnte Malbergs Nico Bähner in der elften Minute. Einen Querpass von John Breuer erlief der quirlige Linksaußen und servierte mustergültig für Thomas Blum. Keeper Markus Zenz hielt den ersten Schuss des Spielertrainers, war aber beim Nachschuss machtlos. Jetzt drehten die Roten auf: Kenny Scherreiks marschierte durchs gesamte Mittelfeld und steckte durch zu Sturmpartner Steffen Löb, der in Zenz seinen Meister fand (14. Minute). Zehn Minuten später rettete Zenz seine Mannen gegen Löbs Volleyabnahme im Stile eines Handballkeepers. Die Chance zum Ausgleich bot sich den Gastgebern in der 29. Minute, als Malbergs Keeper Zeiler gegen seinen ehemaligen Mitspieler Jan Nauroth glänzend parierte. Nach einem Foulspiel an Kenny Scherreiks zeigte der souveräne Unparteiische Robert Depken in Minute 33 auf den Elfmeterpunkt und Kevin Kostka verwandelte sicher zum 2:0. Kurz vor der Pause erzielte Scherreiks nach einem Ballverlust in der Müschenbacher Vorwärtsbewegung nach Zuspiel von Philipp Bedranowsky sogar noch das 3:0. Spätestens jetzt war die Derbyeuphorie in Müschenbach verflogen, und die Zuschauer hofften nur noch auf die Verhinderung eines Debakels.

Doch Malberg präsentierte sich weiter spielfreudig und legte gleich nach Wiederanpfiff nach: Nico Bähner nutzte den nächsten unnötigen Müschenbacher Ballverlust zum 4:0 (51.) und Steffen Löb köpfte nach einer Blum-Ecke zum 5:0 ein (59.). Danach plätscherte die Partie vor sich hin, Malberg wollte nicht mehr und Müschenbach konnte an diesem Tag nicht mehr. In Minute 77 setzte erneut Steffen Löb mit seinem Schuss in den Müschenbacher Winkel den Schlusspunkt zum 6:0. "Wir sind richtig froh, dass wir vorne unsere Chancen fast alle genutzt haben und dass wir hier im Derby zu Null gespielt haben", freute sich der Trainer des neuen Tabellenführers, Michael Boll, während Müschenbachs Trainer Marco Schnell enttäuscht konstatierte: "Wir waren heute in allen Belangen unterlegen. Nichts hat bei uns funktioniert."


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Wenige Minuten reichen zur Vorentscheidung


Guckheim - Perfekter Saisonstart für die SG Guckheim/Kölbingen! Auf dem heimischen Hartplatz setzten sich die Guckheimer am ersten Spieltag der Bezirksliga Ost mit 3:0 (0:0) gegen die SG Müschenbach/Hachenburg durch.

Beide Teams benötigten beinahe eine ganze Stunde, um ins Spiel zu finden. Nach dem Abpfiff fasste Guckheims Spielertrainer Stefan Schäfer treffend zusammen: "Vor allem in der ersten Hälfte war das ein sehr zerfahrenes Spiel, das sicherlich auch für die Zuschauer nicht schön anzusehen war. Müschenbach hat die Räume aber auch sehr eng für uns gemacht."

Erst nach einer knappen halben Stunde gelang den Gästen die erste nennenswerte Aktion der Partie. Nach einem Konter setzte Gerrit Oettgen das Spielgerät aus 16 Metern aber weit über das Guckheimer Gehäuse (28.). In der 42. Minute versuchte es Guckheims Paco Lenzen, der jedoch am Müschenbacher Schlussmann Markus Zenz scheiterte.

Erst ab der 60.Spielminute gelang beiden Mannschaften dann etwas mehr. Zunächst waren es die Gäste, die bei den Torversuchen durch Fabian Hüsch (60.), Björn Hellinghausen (64.) und Jan Nauroth (65.) jedoch scheiterten.

Wenig später vergab Guckheims Stefan Schäfer freistehend und setzte das Leder neben das Müschenbacher Gehäuse (66.). Drei Minuten später machte er es dann aber besser und nutzte einen individuellen Fehler in der Müschenbacher Abwehr zur 1:0-Führung (69.). Zuvor hatte Gästeverteidiger Andreas Bleich I versucht, das Spielgerät per Kopf zum Torhüter zurückzuspielen. Die Rückgabe geriet aber zu kurz, sodass Schäfer den Ball nur ins Tor schieben musste.

Innerhalb weniger Minuten entschieden die Hausherren das Spiel in der Folge für sich. Einen langen Freistoß von Schäfer verwertete Tim Niedermowe per Kopf zum 2:0 (75.). Noch bevor Müschenbach wieder anstoßen durfte, holte sich Gästeverteidiger John Breuer wegen Meckerns und unsportlichen Verhaltens die Gelb-Rote Karte von Schiedsrichter Michel Lehmann ab. Vier Minuten später wurde Guckheims Lukas Kuch im Strafraum gefoult und verwandelte den fälligen Strafstoß sicher zum 3:0 (79.).

Gästetrainer Marco Schnell fasste das Spiel aus seiner Sicht zusammen: "Knapp 70 Minuten war das heute eigentlich ein typisches 0:0. Bis zum 0:1 hatten wir die etwas besseren Chancen. Letzten Endes muss man sagen, dass das Ergebnis nicht ganz dem Spielverlauf entspricht."

Sein Gegenüber Stefan Schäfer zeigte sich jedoch zufrieden und sagte: "Lange Zeit war das heute ein sehr komisches Spiel. In der zweiten Hälfte hat sich meine Mannschaft dann gut reingebissen. Aus meiner Sicht haben wir das Spiel absolut verdient gewonnen, auch wenn das Ergebnis am Ende um vielleicht ein Tor zu hoch ausgefallen ist."

Guckheim: Henning - Schüler, Loch, Bode, T.Kuch - Lenzen, Zacher - Sehner (71. Niedermowe), Schäfer (81. Mittler), Schneider (77. Hanke) - L.Kuch.

Müschenbach: Zenz - C.Hüsch, Breuer, Andreas Bleich I, Andreas Bleich II - Merz - Oettgen, Ecker (77. Kunz), F.Hüsch (85. Zeiler) - Nauroth (83. Blakaj), Hellinghausen.

Schiedsrichter: Michel Lehmann (Hahnstätten). - Zuschauer: 140.

Tore: 1:0 Stefan Schäfer (69.), 2:0 Tim Niedermowe (75.), 3:0 Lukas Kuch (79., Foulelfmeter).

Besonderheit: Gelb-Rote Karte für John Breuer (Müschenbach, 75.), Meckern und unsportliches Verhalten.