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Quelle: www.rhein-zeitung


SV Windhagen wahrt seine Chance auf Platz zwei


Windhagen. In einem eher lauen Saisonfinale hat sich der SV Windhagen die Chance bewahrt, seine erste Saison in der Fußball-Bezirksliga Ost auf Platz zwei zu beenden. Nach einer Steigerung in der zweiten Halbzeit besiegte der Aufsteiger im letzten Saisonspiel die SG Müschenbach/Hachenburg mit 2:0 (0:0) und wartet nun mit Spannung, wie sich Meister Neitersen in Berod schlägt. Holt der Ligaprimus auch nur einen Punkt, dürfen sich die Windhagener über die Vizemeisterschaft freuen. Die sportlich indes wertlos ist.
Eine Halbzeit lang schienen beide Teams mit den Gedanken bereits im Sommerurlaub zu sein. Wenig Zweikämpfe, dafür umso mehr Fehlpässe prägten die Partie, selbst Schiedsrichter Christoph Fritzen hatte nichts zu tun und allen Grund, sich zu langweilen.
Zwei Torszenen gibt es dennoch zu vermelden. Erst scheiterte Windhagens Christopher Alt, als er frei vor Torwart Markus Zenz den Ball übe die Latte lupfte (13.), dann kam Müschenbachs Fabian Hüsch im Strafraum frei zum Schuss, traf den Ball aber nicht richtig (26.).
"Das war unterirdisch", bewerte SVW-Trainer Manfred Lorenzini hinterher den ersten Durchgang, "deshalb musste ich auch am letzten Spieltag in der Kabine noch mal laut werden." Mit Erfolg. Nach dem Wechsel gingen die Gastgeber zielstrebiger zu Werke. Matthias Metzen sorgte binnen drei Minuten für die Entscheidung. Als er 17 Meter vor dem Tor keine Anspielstation fand, hielt er einfach mit der Pike drauf und traf unhaltbar ins rechte Eck zum 1:0 (59.) Kurz darauf nahm er einen langen Ball von Jens Brzenk am Strafraum an, drehte sich geschickt um den Verteidiger und beförderte den Ball aus der Drehung mit dem Außenrist ins Tor. Den Hattrick verpasste Metzen, als er aus drei Metern freistehend übers Tor schoss.
Die Gäste hätten sogar noch mal rankommen können. Als die Windhagener vorzeitig in Sommerschlaf verfallen schienen, tauchten erst Max Mies (76.) und dann Duncan Dykewicz (79.) frei vor dem Tor des SVW auf, schossen aber beide vorbei.
"Das Spiel hätte auch 5:3 ausgehen können", kommentierte Gästetrainer Volker Heun, "am Ende hat uns die Kraft gefehlt. Wir sind alle froh, dass jetzt Pause ist." Kollege Lorenzini zeigte sich vor allem mit der zweiten Halbzeit und den drei Punkten zufrieden: "Jetzt sind wir sicher Dritter und haben die Voraussetzung geschafft, dass es vielleicht noch besser wird."



Volker Heun: Wir haben diesen Sieg nicht verdient


Hachenburg. Auf der Zielgeraden der Bezirksliga-Ost-Saison kam es im Hachenburger Stadion zu einem Aufeinandertreffen, das sich - wohl aufgrund der tabellarischen Wertlosigkeit - zu einem beschaulichen Sommerkick zwischen Mittelfeldteam (SG Müschenbach) und Absteiger (TuS Gückingen) entwickelte und am Ende eigentlich keinen Sieger verdient hatte. So gingen beide Übungsleiter unzufrieden vom Platz, insbesondere SG-Trainer Volker Heun zeigte sich trotz des 2:1 (1:0)-Erfolgs deprimiert: "Es war eine desolate Vorstellung meiner Mannschaft, ich bin extrem enttäuscht."
Die Gäste erspielten sich die erste Torchance der Partie: Darius Klofts Slalomlauf endete fast mit dem Torerfolg, der jedoch auf der Linie von der Müschenbacher Defensive vereitelt wurde (4.). Nach gutem Beginn wurde der TuS Gückingen passiver in den Zweikämpfen und ließ die Westerwälder gewähren, die immer höhere Ballbesitzquoten, griffigere Passstafetten und den ersten Torerfolg verzeichneten: Nach einer Flanke Stuart Dykewiczs stand Bruder Duncan Dykewicz völlig blank am Fünfmeterraum und musste nur noch einnicken (30.).
Eine sehenswerte Kombination der Müschenbacher führte zum Führungsausbau: Gerrit Oettgen dribbelte parallel zum Strafraum und passte diagonal Richtung Eckfahne zu Tim Zeiler, dessen scharfe Hereingabe Duncan Dykewicz zum Doppelpack verwertete (50.). Trotz des 0:2-Rückstands steckte die Elf um Coach Mike Döblitz nicht auf und schaffte es nach einem der gefährlichen Konter den Anschlusstreffer zu erzielen: Kevin Esser eroberte das Spielgerät und bediente Darius Kloft, der lässig ins lange Toreck vollstreckte (66.). Im Anschluss ließen die Gückinger ein halbes Dutzend an Torgelegenheiten verstreichen und brachten sich somit um den verdienten Lohn. Heun war bedient: "Der Auftritt war mehr als peinlich, wir haben diese drei Punkte nicht verdient. Es war kein Unterschied zwischen Absteiger und etabliertem Bezirksliga-Team sichtbar.
Müschenbach: Zenz - C. Hüsch, Bleich, Kunz, Zeiler - Mies, Wenzelmann - Oettgen, F. Hüsch, D. Dykewicz, S. Dykewicz.
Schiedsrichter: Henning Reif (Sankt Sebastian) - Zuschauer: 40.
Tore: 1:0, 2:0 Duncan Dykewicz (30., 50.), 2:1 Darius Kloft (66.).
Besonderheit: Rote Karte für Kevin Herber (Gückingen, 84.) wegen Beleidigung.


Müschenbach agiert vor dem Tor nicht zwingend

Hachenburg. In einer insgesamt auf spielerisch schwachem Niveau stehenden Bezirksliga-Partie holte sich der VfB Linz durch einen 1:0 (0:0)-Sieg bei der SG Müschenbach/Hachenburg die noch zum Klassenverbleib fehlenden Punkte und hat das Abstiegsgespenst nun endgültig verjagt. Den entscheidenden Treffer erzielte Mittelfeldspieler Alexander Kastert, der Müschenbachs Ersatzkeeper Konstantin Giese nach einem Zuspiel von Dijan Ramovic aus kurzer Distanz zum 0:1 überwand (67.).

Durch eine deutliche Leistungssteigerung nach der Pause ging die Mannschaft von Trainer Michael Roos nicht unverdient als Sieger vom Platz, hatte allerdings auch mehrmals Glück, dass die Heimelf an sich selbst und am starken VfB-Schlussmann Sebastian Seitz scheiterte. "Heute waren wir die bissigere Mannschaft, haben mehr Willen gezeigt und daher nicht unverdient gewonnen, da auch vom Gegner nicht viel kam. Allerdings müssen wir uns auch bei unserem Torwart bedanken, der uns im Spiel gehalten hat", lobte Roos die Leistung seines Teams.

In der ersten Hälfte hatten die rund 80 Zuschauer noch fußballerische Magerkost gesehen. Beide Seiten taten sich schwer, gefährliche Situationen zu gestalten. Die beste Möglichkeit der Gastgeber hatte Duncan Dykewicz, der nach einer Flanke seines Bruders Stuart den Ball nicht richtig traf (26.). Auf der anderen Seite konnte Giese die beste Chance des VfB durch einen Freistoß von Michael Krupp noch zur Ecke wegfausten (36.).

Müschenbachs Trainer Volker Heun analysierte: "Das war eine Partie auf überschaubarem Niveau. Dem Spielverlauf wäre ein Unentschieden wohl eher gerecht geworden, aber wir waren vor dem Tor nicht zwingend genug. Man merkt, dass sich die Saison dem Ende zuneigt und uns die Aufholjagd nach dem Winter viel Kraft gekostet hat."

Tatsächlich hatte die SG kurz vor dem Gegentreffer eine große Chance durch Stuart Dykewicz, doch Seitz parierte dessen Kopfball stark (65.). Kurz darauf vergab der Stürmer erneut völlig frei vor dem Tor den Ausgleich (78.). Auf Seiten der Linzer traf Fatos Hoxhaj nur den Pfosten (56.), auch sein Mitspieler Ramovic konnte den sich lang machenden Giese nicht überwinden (59.).

Müschenbach: Giese - Zeiler, Kunz, Bleich, Klöckner - Oettgen, D. Dykewicz, Wenzelmann, C. Hüsch - F. Hüsch, S. Dykewicz.

Schiedsrichter: Paul Besjaew (Bendorf). - Zuschauer: 80.

Tor: 0:1 Alexander Kastert (67.).




3:1 gegen Müschenbach: Guckheim schiebt sich nach vorne


Die SG Guckheim/Kölbingen hat sich in der der Tabelle der Bezirksliga Ost durch den wichtigen 3:1 (1:0)-Erfolg über die SG Müschenbach/Hachenburg wieder über den "Abstiegsstrich" geschoben und hat nun wieder - auch durch die Neu-Ansetzung des Spiels gegen Hundsangen - wieder gute Chancen im Abstiegskampf.
Beide Teams traten nach ihren klaren 4:0-Erfolgen aus der Vorwoche mit breiter Brust an und begannen die Partie kampfstark und temporeich. Zwingende Torgelegenheiten sahen die 140 Zuschauer bei strömendem Regen in der Anfangsviertelstunde aber nicht.
Die erste dicke Möglichkeit bot sich Guckheims Stürmer Tobias Kuch in der 25. Minute: Nach tollem Sololauf von Stefan Schäfer bekam er den Ball präzise aufgelegt, schoss aber aus halbrechter Position minimal am langen Torpfosten vorbei. Acht Minuten später sollte der Ball dann aber aus ähnlicher Schussposition in Müschenbachs Tormaschen landen, als Kuch diesmal den Ball in den langen Torwinkel zirkelte.
Da Müschenbachs Torwart Markus Zenz mit einer klasse Faustabwehr gegen einen Schuss von Stefan Schäfer in der 40. Minute klären konnte, blieb es bei der 1:0-Führung der Gastgeber zur Pause.
"Es war ein verdienter Guckheimer Sieg", erkannte Gästetrainer Volker Heun nach Spielende fair an. "Wir waren in der Spielanlage zwar einen Tick besser, haben aber nach vorne zu wenig Durchschlagskraft entwickelt." Das war auch nach der Pause offensichtlich. Heuns Team sah sich nach dem Seitenwechsel einer Guckheimer Elf gegenüber, die alles in die Waagschale warf, bedingungslos kämpfte und sich ein deutliches Chancenplus erarbeitete. So konnten sich die Gäste bei Markus Zenz im Kasten bedanken, dass der Rückstand nicht deutlich höher wurde. Binnen neun Minuten glänzte die Nummer eins bei brandgefährlichen Schüssen von Kuch (56.), Michael Sehner (58.) und Tim Niedermowe (65.). Fast aus dem Nichts kam Müschenbach zum Ausgleich. Gerrit Oettgen verwandelte einen Foulelfmeter sicher (73.). "Wir haben uns auch heute wieder für die harte Arbeit unter der Woche belohnt", freute sich Guckheims Trainer Peter Stanger, "Das war ein Sieg des Willens. Selbst der Ausgleich durch den Elfmeter hat uns nicht aus der Bahn gebracht." Der bärenstarke Tobias Kuch (76., Flachschuss aus kurzer Distanz) und Tim Niedermowe (90., 16-Meter-Hammer) machten den viel umjubelten und äußerst wichtigen "Dreier" für die SG Guckheim bei der offiziellen Einweihung des Kunstrasens dingfest.
Guckheim/Kölbingen: Henning -Schöndorf, Lenzen, Bode, Plag - Gombert, Niedermowe, Schneider (74. Kuhl), Sehner (83. Jung) - Schäfer, Kuch.
Müschenbach/Hachenburg: Zenz - Klöckner, Bleich, Kunz, Zeiler (77. Breuer) - D. Dykewicz, Oettgen, Kemper (77. Giannattasio), C. Hüsch - S. Dykewicz, F. Hüsch.
Schiedsrichter: Amir Amirian (Mainz-Kastel) - Zuschauer: 140.
Tore: 1:0 Tobias Kuch (33.), 1:1 Gerrit Oettgen (73. Foulelfmeter), 2:1 Tobias Kuch (76.), 3:1 Tim Niedermowe (90.).



4:0 gegen Neitersen: Müschenbach überrollt den Spitzenreiter


Paukenschlag im Aufstiegsrennen: Nach zuvor vier Siegen in Folge legte Spitzenreiter SG Neitersen/Altenkirchen eine Bruchlandung hin und unterlag bei der SG Müschenbach/Hachenburg mit 0:4 (0:1). Derweil nutzte der SC Berod-Wahlrod die Gunst der Stunde, rückte mit einem 6:1-Sieg gegen Hundsangen wieder bis auf vier Zähler an die Wiedbachtaler ran und macht somit den Kampf um Platz eins vier Spieltage vor Schluss noch einmal spannend.
"Wenn man Tabellenführer ist, nimmt man die Punkte nicht einfach so mit - man muss auch was dafür tun." Diese Phrase entsprang zwar einem lautstarken Disput zwischen zwei Anhängern beider Lager während des Spiels, fasst gleichzeitig aber sehr gut zusammen, woran es den Gästen an diesem Tag fehlte. Sowohl vor dem eigenen als auch vor dem gegnerischen Tor ließen die Neiterser die nötige Entschlossenheit vermissen.
"Wir waren total lethargisch hinten drin", machte Trainer Cornel Hirt vor allem das mangelhafte Defensivverhalten seiner Mannschaft hauptverantwortlich für die herbe Pleite, die in dieser Höhe nicht zu erwarten war, im Nachhinein aber hochverdient zustande kam.
Durch schlampige Abspiele brachte sich die Hirt-Elf oftmals selbst in die Bredouille und verteidigte anschließend viel zu blauäugig. Das nutzte Maximilian Mies auf Vorarbeit von Duncan Dykewicz noch in Halbzeit eins zum ersten Treffer (28.). Aufseiten der Neiterser bedurfte es zum Wiederanpfiff einer deutlichen Steigerung, doch die blieb aus. Stattdessen bestraften die Einheimischen den Gegner für seine Schlafmützigkeit eiskalt. Zunächst erhöhte Andreas Bleich, der nach einer Hereingabe des eingewechselten Stuart Dykewicz - halb Schuss, halb Flanke - den Fuß hinhielt, ehe der Vorlagengeber selbst mit seinem Doppelpack den Deckel draufmachte.
Erst profitierte er von einem maßgenauen 40-Meter-Flugball seines Teamkollegen Robin Kunz, den er technisch perfekt an- und mitnahm und schließlich zum 3:0 in den Maschen versenkte (81.). Später setzte er dann im Nachsetzen den 4:0-Schlusspunkt (90.+1).
Und das sehr zur Freude seines Trainers Volker Heun, für den der klare Erfolg nicht nur aufgrund der Tabellenkonstellation überraschend war: "Wir sind am Freitag im Training nur gelaufen. Das geht zwei Tage vor einem Spiel normal gar nicht." Nach der happigen 0:4-Niederlage im Nachholspiel gegen Hundsangen unter der Woche hatte Heun an besagtem Freitag eine Art Straftraining abgehalten. "Da haben wir das nachgeholt, was wir gegen Hundsangen nicht gemacht haben." Die Maßnahme schien jedenfalls gewirkt zu haben. "Heute haben wir genau das auf den Platz gebracht, was ich mir vorstelle."
Müschenbach/Hachenburg: Zenz - Klöckner, Bleich, Kunz, Zeiler - C. Hüsch (63. S. Dykewicz), Mies (86. Kemper), D. Dykewicz, Oettgen - F. Hüsch, Sönmez (77. Wenzelmann).
Neitersen/Altenkirchen: Humberg - Weßler, F. Sander, Wirths, Dietz (57. Scholz), Heuten, Hees - vom Dorf, Fischer, Peters (77. T. Sander) - Holzinger (77. Wagner).
Schiedsrichter: Torsten Moog (Oberwesel).
Zuschauer: 110.
Tore: 1:0 Maximilian Mies (28.), 2:0 Andreas Bleich (68.), 3:0, 4:0 beide Stuart Dykewicz (81., 90.+1).


SG Hundsangen feiert wichtigen Auswärtssieg


In der Fußball-Bezirksliga Ost hat die SG Hundsangen/Obererbach einen großen Schritt in Richtung Klassenverbleib gemacht. Die Mannschaft von Trainer Egid Hannappel gewann in Hachenburg das Nachholspiel bei der SG Müschenbach überraschend deutlich und ungefährdet mit 4:0 (1:0).

Hannappel hatte seine Mannschaft dazu ermahnt, sich auf die anstehenden sportlichen Aufgaben zu konzentrieren - und genau das taten seine Spieler und fuhren einen verdienten Sieg ein.
Die Mini-Kulisse von nur 40 Zuschauern im Hachenburger Stadion sah in der ersten Hälfte eine völlig offene Partie. Die Müschenbacher versuchten zwar, die Initiative an sich zu reißen, doch Hundsangen war durch schnelles Umschaltspiel immer wieder bei Konterangriffen gefährlich. So auch nach genau einer Viertelstunde, als Wataru Yoshimura Pech mit einem Pfostenschuss hatte.
Gleich im Gegenzug setzte Ihsan Sönmez den Ball nur knapp am langen Pfosten des Gästegehäuses vorbei. In der 23. Minute zeigte sich Hundsangens Torhüter Leon Schmitt auf dem Posten, als er nach einem Angriff über die rechte Müschenbacher Seite den Kopfball von Maximilian Mies parierte.
In der 36. Minute fiel der Führungstreffer für die Gäste: Yoshimura traf mit einem Sonntagsschuss am Dienstagabend aus 25 Metern zum 0:1.
Nur zwei Minuten nach der Pause erhöhte Fabian Steinebach auf 2:0. Die Müschenbacher Abwehr war zu sorglos und ließ ihn aus 20 Metern unbedrängt abziehen. Der Schuss war zwar hart, für Torhüter Konstantin Giese eigentlich aber nicht unhaltbar. Die Führung gab den Gästen Sicherheit, erst recht, als Daniel Hannappel per Freistoß aus halblinker Position auf 3:0 erhöhte, als er den Ball über die Mauer hinweg ins kurze Eck setzte (58.). Für die Müschenbacher kam es sogar noch schlimmer: In der 85. Minute konnte Giese gegen den frei vor ihm auftauchenden Fabian Steinebach zunächst noch retten, doch der machte im Nachschuss seinen zweiten Treffer des Abends zum 0:4-Endstand.
Müschenbachs Trainer Volker Heun, der in der Anfangsformation vier Umstellungen gegenüber dem jüngsten 3:2 bei der SG Weitefeld vorgenommen hatte, sah darin nicht die Hauptursache für die klare Niederlage: "Die Spieler aus unserer zweiten Reihe waren auch einmal dran. Wenn man in der Bezirksliga nur ein paar Prozent nachlässt, dann wird es halt ganz schnell sehr eng. Auch bei uns wachsen die Bäume nicht in den Himmel, das hat heute jeder deutlich sehen können."
Müschenbach: Giese - Chr. Hüsch, Klein, Kunz, Seiler - F. Hüsch, Wenzelmann, Mies (67. D. Dykewicz), St. Dykewicz - Oettgen, Sönmez.
Hundsangen: Schmitt - M. Hannappel (80. Krämer), Leonardi, Wörner, Yanagisawa - Eichmann (84. Wagenbach), D. Hannappel, N. Steinebach, Yoshimura - Miyamoto, F. Steinebach (87. Bäcker).
Schiedsrichter: Jean Luc Berens (Neunkhausen).
Zuschauer: 40.
Tore: 0:1 Wataru Yoshimura (36.), 0:2 Fabian Steinebach (47.), 0:3 Daniel Hannappel (58.), 0:4 Fabian Steinebach (85.).


Weitefeld ruht sich aus und schenkt die Führung her


Der SG Weitefeld-Langenbach/Friedewald/Neunkhausen hat im Heimspiel der Fußball-Bezirksliga Ost gegen die SG Müschenbach/Hachenburg eine 2:0-Führung nach 13 Minuten nicht geholfen. Das Team von Jörg Mockenhaupt verlor am Ende noch mit 2:3.
Bereits in der Anfangsphase ergaben sich aufgrund eklatanter Abwehrfehler Torgelegenheiten auf beiden Seiten. Die klareren Chancen zur Führung lagen dabei eindeutig auf Seiten der Gäste: Zuerst vergab Stuart Dykewicz nach einem Konter über Gerrit Oettgen und Fabian Hüsch (5.), ehe Ihsan Sönmez zwei Minuten später an Sören Trippler scheiterte (10.). Auf der anderen Seite zeigten sich die Weitefelder wesentlich konsequenter in der Chancenverwertung und weckten die bis dato im Tiefschlaf weilende Müschenbacher Hintermannschaft binnen drei Minuten auf. Zweimal war es der agile Michael Kleinhenz, der für die 2:0-Führung sorgte. Erst legte Dennis Penk den Ball ab (10.) und beim 2:0 setzte ihn Sturmpartner Kevin Lopata in Szene (13.).

Die Gäste wirkten kurzzeitig geschockt, kamen dann aber vor allem durch eine sicherer stehende Abwehr zurück in die Partie. Linksverteidiger Tim Zeiler schaltete sich fortan auch in die Offensive ein. Seine flache Hereingabe verwertete Fabian Hüsch zum Anschlusstreffer (27.). Eine weitere Chance durch Sönmez blieb kurz vor der Pause ungenutzt.
In Durchgang zwei das gleiche Bild: Weitefeld ruhte sich auf seiner Führung aus und ließ den Müschenbachern zu viel Raum. Ein Freistoß durch Oettgen durchbrach die Mauer und sorgte für den verdienten Ausgleich der Heun-Elf (51.). Das Spiel war wieder offen, und beide Mannschaften hatten Gelegenheiten, ihre jeweiligen Farben in Front zu bringen. In der 70. Minute war es eine Kontersituation, die den Gästen den Sieg sicherte. Eine schnelle Kombination vollendete der agile Sönmez zum 3:2-Endstand.
Müschenbachs Trainer Volker Heun sprach bei seiner Rückkehr an die alte Wirkungsstätte etwas wehmütig von einem verdienten Sieg für sein Team. Auch sein Nachfolger Jörg Mockenhaupt hatte einen verdienten Erfolg der Gäste ausgemacht: "Wenn nach der 2:0-Führung jeder zehn Prozent weniger gibt, kann man sich leicht ausrechnen, dass die Leistung nicht ausreicht, um ein Spiel zu gewinnen. Müschenbach hat uns nach den vergebenen Chancen in Durchgang eins die Punkte auf dem Silbertablett serviert."

Weitefeld-Langenbach/Friedewald/Neunkhausen: Trippler - Ross, S. Kempf, Ermert, N. Weisang - Neitzert, Seibel (76. Strauch), Aguilar, Penk (63. Blazek) - Kleinhenz, Lopata.
Müschenbach: Zenz - Klöckner (67. C. Hüsch), Bleich, Klein (46. Kunz), Zeiler - F. Hüsch (73. Wenzelmann), Mies, D. Dykewicz, S. Dykewicz - Sönmez, Oettgen.
Schiedsrichter: Ehsan Amirian (Burgschwalbach).
Zuschauer: 140.
Tore: 1:0, 2:0 Michael Kleinhenz (10.,13.), 2:1 Fabian Hüsch (27.), 2:2 Gerrit Oettgen (51.), 2:3 Ihsan Sönmez (70.).


SG Ellingen hat Vorteile in der Chancenverwertung


Die SG Müschenbach/Hachenburg verlor ihr Spiel in der Bezirksliga Ost gegen die SG Ellingen/Bonefeld/Willroth trotz einer über weite Strecken ansprechenden Leistung mit 1:2 (0:1).
Trainer Volker Heun hatte schnell einen Hauptgrund für die Niederlage ausgemacht: "Unsere Chancenverwertung war heute einfach mangelhaft, daher haben wir auch nicht unverdient verloren."
Die Partie bot lange nicht das, was das sonnige Wetter zu versprechen schien: Zu oft fehlte es den beiden Teams an der Genauigkeit im Spielaufbau und im Abschluss. So waren Torchancen bis Mitte der ersten Hälfte Mangelware, die erste aussichtsreiche Möglichkeit hatte Müschenbachs Ihsan Sönmez, der aber freistehend das Gehäuse verfehlte (17.).
Dann war plötzlich auch die Gäste-Mannschaft im Spiel angekommen. Erst klärte Duncan Dykewicz eine Flanke von Ellingens Patrick Hümmerich (26.), wenige Minuten später rettete Björn Klein beim Schuss von Fatos Prenku auf der Linie für den schon geschlagenen Keeper Markus Zenz (28.). Doch anschließend war kein Retter mehr zur Stelle: Christian Weißenfels legte auf für Stefan Zent, der mit einem sattem Schuss vollendete (33.).
In der zweiten Hälfte entwickelte sich eine flotte Begegnung, doch beide Mannschaften zeigten Schwächen in der Verwertung der durchaus vorhandenen Chancen. "Wir hätten den Ausgleich erzielen können, sogar müssen. Andererseits sind wir aber auch froh, dass Ellingen nicht noch höher in Führung gegangen ist", meinte Heun.
Bei den Gästen vergab der eingewechselte Florian Krautscheid die beste Möglichkeit, als er mit seinem Lupfer über Torwart Zenz nur die Latte traf (87.). Ebenfalls neu auf dem Feld, legte Daniel Puderbach kurz darauf für Weißenfels auf, der mit einem flachen Schuss die Führung ausbaute (88.). Der Anschlusstreffer der Gastgeber per Foulelfmeter durch Gerrit Oettgen (90.) kam dann zu spät.
Gästetrainer Thomas Kahler war zufrieden: "Wir haben ein gutes Spiel gezeigt und verdient gewonnen, auch wenn wir am Anfang einige Anlaufzeit benötigt haben. Wir hätten den Sack früher zumachen müssen, haben uns aber im Spielaufbau zu viele Fehler geleistet."
Müschenbach: Zenz - Zeiler, Klein, Bleich, Klöckner - Oettgen, D. Dykewicz, Mies, S. Dykewicz - Sönmez, Hüsch (73. Wenzelmann).
Ellingen: Oost - Becker, Schmidt, Kleinmann, Leiendecker (46. Krautscheid) - Hümmerich, Weißenfels, Rexhahmetaj (89. Eul) - Raasch, Zent, Prenku (87. Puderbach).
Schiedsrichter: Paul Besjaew (Bendorf).
Zuschauer: 125.
Tore: 0:1 Stefan Zent (33.), 0:2 Christian Weißenfels (88.), 1:2 Gerrit Oettgen (90., Foulelfmeter).


0:1 gegen Müschenbach: Montabaur nutzt Chancen nicht


Montabaur. Wer seine Chancen nicht nutzt, der geht am Ende zumeist als Verlierer vom Platz. So erging es auch dem TuS Montabaur am Samstag, als er sich in der Fußball-Bezirksliga Ost nicht clever genug vor dem Tor zeigte und am Ende unglücklich mit 0:1 gegen die SG Müschenbach/Hachenburg verlor. Dabei waren es jedoch die Hausherren, die auf dem Kunstrasenplatz in Horressen vor allem in der ersten Halbzeit mehr Spielanteile besaßen und sich eine Vielzahl an Chancen erarbeiteten.
Entsprechend enttäuscht war TuS-Trainer Benedikt Lauer nach dem Spiel: "Wir haben in der ersten Halbzeit richtig guten Fußball gezeigt. Dass es dann so brutal ausgeht, ist natürlich ärgerlich. Wir waren nicht clever genug vor dem Tor."
Bereits nach zwei Minuten scheiterte Jong Hyun Mun mit einem Schuss an SG-Schlussmann Konstantin Giese, wenig später traf Takayuki Omi aus 15 Metern nur den Pfosten (9.). Spätestens als Giese dann einen Fernschuss Victor Bicherts abprallen ließ und die Nachschüsse von Mun und Maximilian Stähler abgeblockt wurden (16.), wäre die Führung für die Gastgeber eigentlich fällig gewesen. Auf der Gegenseite musste TuS-Schlussmann Mark Lollert erst in der 23. Minute erstmals gegen Ihsan Sönmez eingreifen, der einen Freistoß von Philipp Klöckner mit dem Hinterkopf verlängerte (23.).
In der Folge setzten sich jedoch die Montabaurer wieder in der gegnerischen Hälfte fest und erspielten sich weitere Gelegenheiten. Erst verfehlte Stähler aus 18 Metern das Tor knapp (25.), danach köpfte er auf Hereingabe Rico Brenners zu ungenau. Auch zwei Abschlüsse von Brenner kullerten knapp am Pfosten vorbei (29., 31.). Nachdem Lollert einen Volleyschuss von Sönmez entschärft hatte (36.), vergab TuS-Kapitän Mario Denker aus spitzem Winkel (37.).
Die Gäste kamen nach dem Seitenwechsel deutlich aggressiver aus der Kabine und verbuchten die erste Chance durch einen Lattenkracher von Gerrit Oettgen (47.). Endlich schienen die Müschenbacher im Spiel angekommen, und es entwickelte sich eine ausgeglichene Partie mit Chancen auf beiden Seiten.
In der 78. Minute rächte sich dann die fahrlässige Chancenverwertung der Einheimischen aus der ersten Halbzeit. Nach Foul an Stuart Dykewicz verwandelte Gerrit Oettgen den fälligen Elfmeter sicher zum 0:1. Montabaur warf nun alles nach vorne und wollte den Ausgleich noch unbedingt erzwingen, doch es sollte an diesem Tag einfach nicht sein.
"Das Spiel ging von Minute eins an hin und her mit Nachlässigkeiten auf beiden Seiten", fasste Müschenbachs Trainer Volker Heun die Begegnung zusammen. "Im Endeffekt ist der Sieg nicht unverdient, auch wenn der Gegner noch einige Einschussmöglichkeiten hatte. Besonders loben möchte ich unseren Torwart Konstantin Giese."
Montabaur: Lollert - Bichert (85. Moriyama), Schulz, Denker, Husaj, O. Merl - Stähler (74. Türk), Omi, Isami, Brenner (74. Pineker) - Mun.
Müschenbach: Giese - Klöckner, Bleich, Klein, Zeiler - F.Hüsch, Mies, D. Dykewicz, Oettgen - Nauroth (83. C. Hüsch), Sönmez (66. S. Dykewicz).
Schiedsrichter: Felix Eliah Salzmann (Hahnstätten).
Zuschauer: 40.
Tor: 0:1 Gerrit Oettgen (78., Foulelfmeter


VfB Wissen tut sich beim Einnetzen schwer

Wissen. Das hatte sich der VfB Wissen wohl ganz anders vorgestellt: Mit 0:1 (0:0) verlor der Klub von der Sieg in der Fußball-Bezirksliga Ost gegen die SG Müschenbach/Hachenburg. Mann des Tages war Gästespieler Gerrit Oettgen, der mit seinem späten Treffer (83.), einem sehenswerten Schuss ins lange Torwarteck, für die Entscheidung zu Gunsten der Müschenbacher sorgte.
Zwar steht der VfB in der Tabelle weiterhin weit weg von Gut und Böse, die Art und Weise dieser Niederlage jedoch ärgerte Wissens Trainer Wolfgang Leidig: "Uns fällt es im Moment einfach schwer, Tore zu schießen. Gleichzeitig bekommen wir aber hinten immer wieder ein Tor rein, sodass wir uns in einem Spiel wie diesem nicht wundern müssen, wenn wir am Ende ohne einen Punkt nach Hause gehen. Wir sind halt noch nicht die Spitzenmannschaft, für die uns alle halten."
Zu Beginn übernahm die Heim-elf durchaus druckvoll das Geschehen und ließ die Gäste dabei kaum selbst in Aktion treten, eigene Möglichkeiten des VfB waren allerdings auch rar gesät. Lediglich Rüdiger Schulz per Kopf (7.) und Cem Cakatay (16.) prüften SG-Keeper Markus Zenz.
In der Folge traten auch die Mannschaft Kombinierten mehr in Erscheinung, beide Teams präsentierten sich jedoch zu zögerlich vor dem gegnerischen Tor. Sinnbildlich dafür stand der Wissener Cakatay, der sich auf der linken Seite freigelaufen hatte, dann aber ein, zwei Haken zu viel um seine herbeigeeilten Gegenspieler schlug und den Ball schließlich vertändelte (19.).
Erst nach der Pause entwickelte sich eine packende Partie, die Gastgeber waren besser im Spiel, trafen aber das Tor nicht. Die beste Chance setzte der eingewechselte Fatih Ceylan per Kopf ans Lattenkreuz (62.).
Wissen schien sich sicher zu sein, hier noch etwas holen zu können und stand entsprechend hoch, was die SG immer wieder zu Kontern verlockte, doch der erste Versuch misslang noch: In der Vorwärtsbewegung verlor der VfB den Ball, in der folgenden 4:1-Situation konnte Müschenbachs Stuart Dykewicz gerade noch vor dem Torschuss gestoppt werden (64.). Nach dem Gegentreffer warf die Heimelf alles nach vorne, doch selbst die Mitarbeit von Torwart Scherreiks bei einer Ecke brachte keinen Erfolg mehr (90.).
Müschenbachs Trainer Volker Heun zeigte sich sehr zufrieden: "Das war ein sehr wichtiger Sieg gegen eine starke Mannschaft. Wissen ist nicht viel eingefallen, auch wenn wir zu viele Standardsituationen zugelassen haben. Hätten wir cleverer gespielt, wäre wohl auch noch das zweite Tor für uns drin gewesen."

Wissen: Scherreiks - Ebach, Weitershagen, Land, Ferfort - Kohl, Schulz - Lichtenfeld (46. Aslan), Cakatay (81. Brocca), L. Brenner (46. Ceylan) - Schnell.

Müschenbach/Hachenburg: Zenz - Zeiler, Klein, Bleich, Klöckner - Oettgen, Mies, D. Dykewicz, S. Dykewicz (68. Hüsch) - Sönmez (90. Wenzelmann), Nauroth.

Schiedsrichter: Fabian Schneider (Grafschaft) - Zuschauer: 220.

Tor: 0:1 Gerrit Oettgen (83.).


0:0 zwischen Müschenbach und Wirges II


Mit Remis können beide Seiten leben


Torlos blieb die Bezirksligapartie zwischen der SG Müschenbach/Hachenburg und der Spvgg EGC Wirges II. Bis auf wenige Torraumszenen und einer etwas unterhaltsameren Schlussphase bekamen die 75 Zuschauer auf dem Rasenplatz in Müschenbach über weite Strecken ein relativ müdes Gekicke zu sehen, was aber auch den nicht gerade optimalen Bodenverhältnissen geschuldet war. So konnte SG-Trainer Volker Heun hinterher "mit dem Unentschieden leben", und auch sein Gegenüber Thomas Arzbach auf Wirgeser Seite war "unter dem Strich mit dem Punkt zufrieden".
Dabei ließ die erste dicke Gelegenheit nicht lange auf sich warten, nach nur vier Minuten setzte Maximilian Acquah den Ball aus spitzem Winkel an den Pfosten. Viel mehr bot die Anfangsphase jedoch nicht. Fortan geizten beide Teams mit gefährlichen Aktionen vor den Toren. Wirges hatte mehr vom Spiel, brachte aber kein Tempo in seine Angriffsbemühungen. So musste ein Eckball für die nächste brenzlige Situation herhalten, an dessen Anschluss sich Kapitän Sascha Blath aus kürzester Distanz die Chance zur Führung bot, doch Müschenbachs Schlussmann Markus Zenz entschärfte per Fußabwehr (21.). Mit zunehmender Spieldauer ließen die Gäste die Einheimischen besser ins Spiel kommen und hatten in der 39. Minute Glück, dass EGC-Torwart Luca Beck gegen den allein vor ihm auftauchenden Gerrit Oettgen zur Stelle war.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie auf überschaubarem Niveau. Und gab's dann doch mal Ansätze von Kombinationsfußball, machte schließlich der holprige Untergrund den Akteuren einen Strich durch die Rechnung. Trotzdem hatte der zweite Durchgang mehr zu bieten als der erste, wobei die Müschenbacher die klareren Möglichkeiten besaß. Die beste davon vergab Ihsan Sönmez, der nach einem gelungenen Angriff über Tim Zeiler und Jan Nauroth aus fünf Metern drüberschoss (61.). Brenzlig wurde es kurze Zeit später auf der Gegenseite, als Schlussmann Zenz beim Versuch, einen Flankenball wegzufausten, nicht den Ball, dafür aber vielmehr seinen Gegenspieler Lucas Herberz traf. Für einen Strafstoß war dieser Körperkontakt Schiedsrichter Sören Müller jedoch nicht genug. Einen Sieger hatte diese Partie ohnehin nicht verdient.


Müschenbach: Zenz - Klöckner, Bleich, Klein, Zeiler - F. Hüsch (84. C. Hüsch), S. Dykewicz, D. Dykewicz, Oettgen - Sönmez (90.+1 Kunz), Nauroth.


Wirges II: Beck - Meuer, Dervishaj, Blath, P. Schmidt - Scumaci - Julian Hannappel (65. Brugnano), Herberz, Bruch (46. Sturm), Römer - Acquah.


Schiedsrichter: Sören Müller (Oberneisen) - Zuschauer: 75.


Meuer redet Klartext: Für schlechte Leistung Punkt bekommen


 Beim 1:1 (1:0) zwischen der SG Westerburg/Gemünden und der SG Müschenbach/Hachenburg in der Bezirksliga Ost erwiesen sich die gut strukturierten Gäste als harter Brocken. Die Hausherren fanden über die gesamte Distanz nicht ihren Rhythmus. So verlief die Begegnung lange ohne Höhepunkte und nennenswerte Strafraumszenen. Schon die Hälfte der ersten Spielhälfte war absolviert, als sich Mario Wasna die erste Kopfballgelegenheit bot. Ansonsten waren viele Missverständnisse und Fehlpässe im Spiel der Einheimischen. Die Gäste hingegen waren stets präsent in den Zweikämpfen und hielten in der Rückwärtsbewegung die Ordnung. Außer ein paar Distanzschüssen, die keine Gefahr ausstrahlten, blieb die Mannschaft Volker Heuns nach vorne ebenfalls blass, sodass sich eine typische Nullnummer abzeichnete.
Dann gingen die Platzherren doch in Führung. Zunächst konnte Christian Hartmann (37.) nach einer Keeler-Ecke keinen Druck hinter den Ball bringen. Mario Wasna (40.) luchste Andreas Bleich am Müschenbacher Strafraum den Ball ab und setzte beim erfolgreichen Abschluss seine ganze Routine ein. Aber schon bis zum Pausenpfiff hatten die Gäste mehr Spielanteile und ließen den Ball besser durch die eigenen Reihen laufen.
Mit Kurs auf den Ausgleich kehrte die SG Müschenbach aus der Kabine zurück. Jan Nauroth machte mit einem ersten Schuss (46.) auf sich aufmerksam. Vier Minuten später traf der Angreifer auf Zuspiel seines Sturmpartners Ihsan Sönmez zum 1:1. Kurz darauf hätte die SG Westerburg die Führung zurückerobern können; Justin Keeler setzte den Ball nach einem Alleingang aber neben das Tor (52.).
Während die Hausherren weiter vergeblich ihre Form suchten, witterten die Gäste ihre Chance. Bei Jan Nauroths Versuch klärte Westerburgs Schlussmann Carsten Wolf per Fußabwehr (74.). Für die heimische Spielgemeinschaft schoss Justin Keeler mit einem strammen Versuch aus der zweiten Reihe über den Querbalken (78.). Danach passierte nicht mehr viel auf beiden Seiten. Die SG Müschenbach hatte sich dank einer engagierten Vorstellung und wesentlich höherer Laufbereitschaft den einen Zähler redlich verdient.
"Bei uns hat heute kein Rädchen gegriffen. In der Halbzeit habe ich noch versucht, auf die Defizite einzuwirken. Aber das war insgesamt viel zu wenig. Da können wir noch froh sein, dass wir für die schlechte Leistung noch einen Punkt bekommen haben", sprach Westerburgs Trainer Oliver Meuer nicht um den heißen Brei herum.
"Wir haben ein unnötiges Gegentor bekommen. Mehr gewonnene Zweikämpfe und Spielanteile sprechen eigentlich für uns. Daher ist das Unentschieden absolut leistungsgerecht", bilanzierte Müschenbachs Übungsleiter Volker Heun.


Westerburg/G.: Wolf - N. Heinen, Jung, Hartmann (76. Neubert), Schmitt - Wengenroth, Meuer - Gläser (90.+1 Holzhäuser), Ostermann (58. M. Heinen) - Wasna, Keeler.
Müschenbach/H.: Zenz - Klöckner , Bleich, Zeiler (55. Breuer)(58.C.Hüsch), Klein - Mies, Oettgen (60. S. Dykiewicz) - D. Dykiewicz, F. Hüsch - Sönmez, Nauroth.
Schiedsrichter: Robert Depken (Koblenz).
Zuschauer: 140.
Tore: 1:0 Mario Wasna (40.), 1:1 Jan Nauroth (50.).



Müschenbach dreht nach Osterspais Ausgleichstreffer auf


Schon früh im Spiel zeichnete sich ab, dass es nicht der Tag der FSV Osterspai/Kamp-Bornhofen werden sollte. In der Bezirksliga-Partie gegen bei der SG Müschenbach/Hachenburg mussten die Gäste aus dem Rhein-Lahn-Kreis einen Treffer sowie einen Platzverweis in der Anfangsphase hinnehmen und sich letztlich mit 1:5 (0:1) geschlagen geben.
"Die erste Chance ist direkt drin - und danach brocken wir uns eine Rote Karte ein, weil wir den Ball nicht wegschlagen", analysierte Osterspais Trainer Nico Helbach die ersten 25 Minuten auf dem Hachenburger Hartplatz treffend. Denn Fabian Hüschs abgefälschter Schuss von der Strafraumgrenze zur Müschenbacher Führung war die erste Möglichkeit der Partie (5.). Kurz darauf verstolperte Gäste-Verteidiger Felix Lemler den Ball an den heranstürmenden Ihsan Sönmez, den Lemler auf dem Weg zum Tor nur noch durch ein Foul stoppen konnte und folgerichtig des Feldes verwiesen wurde (24.). Durch die beiden frühen Rückschläge fand die FSV zu keinem Zeitpunkt des ersten Durchgangs in die Partie. Gefährlich wurden einzig die Hausherren, vornehmlich über die agile linke Offensivseite mit Gerrit Oettgen und Tim Kevin Zeiler. "Grundsätzlich bin ich mit der ersten Halbzeit zufrieden. Uns haben lediglich im letzten Drittel des Feldes die zwingenden Aktionen gefehlt", vermisste Müschenbachs Trainer Volker Heun eine frühzeitige Entscheidung zugunsten seines Teams.
Denn nach der Pause trauten sich die Gäste doch einmal nach vorne und stellten den Spielverlauf durch den Ausgleichstreffer von Adrian Knop auf den Kopf (62.). "Die erste Viertelstunde der zweiten Halbzeit hat mir gar nicht gefallen", so Heun, der mit der Reaktion seiner Mannschaft auf den Gegentreffer jedoch zufrieden war. Binnen zwei Minuten entschied Jan Nauroth die Partie mit zwei Treffern. Nach flachen Hereingaben seiner Nebenleute musste der Müschenbacher Stürmer jeweils nur noch einschieben, um das Ergebnis auf 3:1 zu stellen (65., 66.).
Durch den Doppelschlag war die kurze Drangphase der Osterspaier überwunden, und die Gastgeber spielten gnadenlos weiter, um das Resultat in die Höhe zu schrauben. Erneut Nauroth mit seinem dritten Treffer des Tages (74.) und der starke Zeiler per gefühlvollem Freistoß von der rechten Seite erhöhten auf 5:1 (89.). "Wir haben auch in der Höhe verdient gewonnen, weil wir von der gesamten Spielanlage her die bessere Mannschaft waren", blickte Volker Heun auf den wichtigen Erfolg im Kampf um den Klassenverbleib zurück. Jedoch sieht der Müschenbacher Coach seine Mannschaft noch lange nicht auf der sicheren Seite: "Wir konnten uns durch den Sieg sicherlich etwas Luft verschaffen, aber es ist wichtig, dass wir jetzt weitermachen."
SG Müschenbach/Hachenburg: Zenz - Klöckner, Klein (80. Kunz), Bleich, Zeiler - Hüsch (78. Wenzelmann), D. Dykewicz, Mies, Oettgen - Nauroth, Sönmez (69. S. Dykewicz).
FSV Osterspai/Kamp-Bornhofen: Weiler - Mies (11. Huss), Reifferscheid, Lemler, Pottbäcker (73. Hunsänger) - Nouvortne, Cebula - Gittler, Knop, Lemler - Spengler.
Schiedsrichter: Christian Fritzen (Neuwied) - Zuschauer: 100.
Tore: 1:0 Fabian Hüsch (5.), 1:1 Adrian Knop (62.), 2:1, 3:1, 4:1 alle Jan Nauroth (65., 66., 74.), 5:1 Tim Kevin Zeiler (89.).
Besonderheiten: Rote Karte gegen Osterspais Felix Lemler (24., Notbremse).


SC Union Berod/Wahlrod-SG Müschenbach/Hachenburg 4:0 (1:0)


Es gibt Tage, da gelingt alles. Genau so einen Tag erwischte der SC Union Berod-Wahlrod beim 4:0 (1:0)-Derbysieg im letzten Bezirksliga-Heimspiel des Jahres gegen die SG Müschenbach/Hachenburg.
Gerade einmal drei Minuten waren gespielt, da kam Martin Müller im gegnerischen Strafraum zum Abschluss und zwang Müschenbachs Torhüter Markus Zenz zu einer glanzvollen Fußabwehr.
In der Folge entwickelte sich eine ansehnliche Partie, die aufgrund der Verspätung des Schiedsrichters mit halbstündiger Verspätung angepfiffen wurde. Die Gäste aus Müschenbach erzeugten allerdings im Spiel nach vorne zu wenig Durchschlagskraft und konnten Björn Hellinghausen in seinem letzten Spiel für die SG nur wenig in Szene setzen. Der Torjäger der vergangenen Wochen wird sich wohl einem ambionierten A-Ligisten anschließen. Dennoch lobte Trainer Volker Heun Hellinghausen für sein Engagement und bescheinigte ihm ein stets einwandfreies, vorbildliches Handeln.
24 Minuten waren schließlich gespielt, als die Beroder mit 1:0 in Führung gingen. Die Müschenbacher bekamen trotz mehrmaliger Versuche den Ball nicht aus der eigenen Hälfte, Mario Pavelic tankte sich durch den Straftraum und bediente den freistehenden Felix Velten. Überhaupt war die einzige Spitze Mario Pavelic der Dreh- und Angelpunkt im Beroder Spiel und stellte die Gäste immer wieder vor große Probleme.
Fouls rund um den Strafraum waren es im zweiten Durchgang der Partie, die der Schäfer-Elf in die Karten spielten und schnell für klare Verhältnisse sorgten. In der 54. Minute traf Müller nach einem Freistoß aus halbrechter Position flach zum 2:0 ins lange Eck. Nur drei Minuten später zirkelte Pavelic einen erneuten Freistoß gekonnt um die Mauer und baute so die Führung auf 3:0 aus.
Das Bemühen war den Gästen zwar nicht abzusprechen, und teilweise kombinierten sie auch ordentlich, nur die letzte zwingende Aktion wollte einfach nicht gelingen. Auf der anderen Seite war es wieder ein Standard, der für den nächsten Treffer sorgte. Fabian Hüsch brachte Pavelic zu Fall, woraufhin dieser erneut sein Können aufbot und aus rund 25 Metern das 4:0 erzielte.
"Das war ein toller Abschluss eines sensationelles Fussballjahres für uns. Mit dem Gewinn des Pils-Cups im Januar fing das Jahr 2014 schon gut an und dass wir nun erstmals die 30 Punkte zur Winterpause geknackt haben, bestätigt den positiven Eindruck der bisherigen Runde", sagte der stolze Beroder Spielertrainer Thomas Schäfer.
Auch Volker Heun war aufgrund der letzten Wochen insgesamt positiv gestimmt: "Sicherlich haben wir hier heute verdient verloren. Trotzdem bin ich mit der Einstellung und der Punkteausbeute zufrieden. Allerdings dürfen wir uns in der Winterpause nicht ausruhen."

Berod-Wahlrod: Redel - Cousin, Neumann, Frohn, Hähr (21. Henzel), Pfeiffer - Brandenburger (73. Scavelli) - Land, Müller, Velten (66. Nagel) - Pavelic.

Müschenbach/Hachenburg: Zenz - Breuer (51. Chr. Hüsch), Bleich, Klein, Zeiler - S. Dykewicz, Mies, D. Dykewicz (44. Oettgen), F. Hüsch - Hellinghausen, Nauroth (62. Sönmez).

Schiedsrichter: Fabian Schneider (Grafschaft).

Zuschauer: 100.

Tore: 1:0 Felix Velten (24.), 2:0 Martin Müller (54.), 3:0, 4:0 Mario Pavelic (57., 76.).


3:1 in Gückingen: Müschenbach agiert vor der Pause eiskalt

Gückingen. Diverse Spielausfälle und Verlegungen haben wochenlang dafür gesorgt, dass die Tabelle der Bezirksliga Ost ein verzerrtes Bild lieferte. Seit Mittwochabend haben alle Mannschaften 16 Spiele absolviert. Und eine Erkenntnis ist: Nach der 1:3 (0:3)-Heimniederlage gegen die SG Müschenbach/Hachenburg hilft dem TuS Gückingen wohl nur ein kleines Fußballwunder. Mit vier Pünktchen steht das Team von Trainer Mike Döblitz abgeschlagen am Tabellenende, während die Müschenbacher ihren Aufwärtstrend fortsetzten und nun mit 20 Zählern bereits Zehnter sind. "Wir haben unser Zwischenziel erreicht", sagte Gäste-Coach Volker Heun, meinte aber mit Blick auf Halbzeit zwei: "Wir haben gesehen, dass es nicht reicht, wenn man ein paar Prozent nachlässt."

Gückingen begann durchaus vielversprechend. Offensiver ausgerichtet als zuletzt beim 1:6 gegen Windhagen, wirkte das Schlusslicht selbstbewusst, kam gut in die Zweikämpfe und hatte eine Viertelstunde lang zumindest optisch klare Vorteile. Das Manko: Zum Abschluss kam der TuS nicht.

Wie's besser geht, machten die Müschenbacher vor. Gleich den ersten Angriff der Gäste schloss Torjäger Björn Hellinghausen mit einem Flachschuss ins linke Eck ab (17.). Und für Gückingen kam's noch schlimmer. Zweiter Angriff, zweites Tor: Eine Kombination über die linke Seite verwertete Fabian Hüsch der frostigen Temperatur entsprechend eiskalt zum 0:2 (20.).

Emirhan Kanitemiz gab nach knapp einer halben Stunde den ersten Schuss Richtung Tor der Westerwälder ab, der Ball ging aber drüber. Wesentlich gefährlicher waren im Gegenzug erneut die Gäste, doch Jan Nauroth scheiterte am stark reagierenden TuS-Keeper Tobias Jakob. Dessen Gegenüber, Müschenbachs Markus Zenz, stand dem in nichts nach, als er allein gegen Gückingens Darius Kloft klärte (40.). Bitter für die Döblitz-Elf: Noch vor der Pause nutzte Stuart Dykewicz eine Lücke in der Hintermannschaft und erhöhte auf 0:3 (43.). Hoffnung machte den Gastgebern nach der Pause ein Tor der kuriosen Sorte: Während Müschenbachs Nauroth zwei gute Chancen ungenutzt ließ (50., 55.), verkürzte Gückingens Cafer Ceri aus dem Nichts. Einen Freistoß von der Mittellinie trat er nicht nur vor das, sondern auch über den verdutzten Keeper Zenz hinweg in das Tor der Gäste (62.). Und der TuS wollte mehr, bewies Moral, kämpfte sich tapfer zurück in die Partie - blieb aber im Abschluss glücklos. Nico Schangs Kopfball ging knapp vorbei (69.), Kevin Herbers Schuss wurde geblockt (75.). "Nach der komplett verpennten ersten Halbzeit haben wir zu wenig Mut gezeigt", kritisierte Döblitz. Rolf Schulze/Marco Rosbach

Gückingen: Jakob - K. Kloft, Esser, Ellermann, Ceri (83. A. Krasniqi) - Kanitemiz, Herber - Keller, Konstantinidis - Schang, D. Kloft.

Müschenbach: Zenz - Breuer, Bleich, Zeiler (60. C. Hüsch), Klein - Mies, D. Dykewicz (89. Wenzelmann) - F. Hüsch, S. Dykewicz - Nauroth, Hellinghausen (80. Sönmez).

Schiedsrichter: Philipp Benner (Koblenz).

Zuschauer: 50.

Tore: 0:1 Björn Hellinghausen (17.), 0:2 Fabian Hüsch (20.), 0:3 Stuart Dykewicz (43.), 1:3 Cafer Ceri (62.).


SG Müschenbach muss Rückschlag hinnehmen


In der Bezirksliga Ost hat die SG Müschenbach/Hachenburg zu Hause mit 0:3 (0:0) gegen die SG Puderbach/Urbach-Dernbach/Daufenbach/Raubach verloren. Mit einem Sieg hätten die Hausherren in der Tabelle mit dem Gegner gleichziehen können.
Die Partie war erst eine Minute alt, da hatte Matthias Keller das 0:1 auf dem Fuß. Seinen Schuss aus 18 Metern klärte Müschenbachs Schlussmann Markus Zenz aber mit einer guten Parade zur Ecke. In der Folge spielte sich das Geschehen zumeist außerhalb der Gefahrenzone ab. Auf dem Hachenburger Hartplatz kamen nur wenige schöne Spielzüge zustande. Die Hausherren waren optisch überlegen, kamen aber nicht zwingend genug vor das gegnerische Tor. Jan Nauroth setzte sich im Strafraum über rechts gut durch, traf im Abschluss aber nur das Außennetz (32.), und Gerrit Oettgen stand bei seinem vermeintlichen Treffer im Abseits (37.).
Sechs Minuten waren nach dem Seitenwechsel gespielt, da fiel das 0:1. Nach einem Freistoß von Benny Walkenbach stand Puderbachs kopfballstarker Innenverteidiger Jan Erik Grunewald am langen Pfosten richtig. Zenz kam nicht heraus, und so versenkte Grunewald den Ball per Kopf zur Gästeführung. Fünf Minuten später sah Gerrit Oettgen wegen Foulspiels und Meckerns die Gelb-Rote Karte.
"Das war völlig unnötig", schimpfte Müschenbachs Trainer Volker Heun. Kurz darauf erhöhte Zlatko Stefanovic. Sein Versuch, von der rechten Seite zu flanken, schlug fehl, stattdessen senkte sich der Ball über Zenz hinweg ins lange Eck (61.).
Björn Hellinghausen hätte es nochmal spannend machen können, traf aber per Freistoß nur die Latte (63.). Stefanovic vergab zwei weitere Chancen, zuerst schoss er rechts am Tor vorbei (69.), dann nach schönem Zuspiel von Akram Chebab links daneben (71.). Der eingewechselte Fabian Kaul traf in der 89. Minute zum 0:3-Endstand.
"Das war eine konzentrierte und disziplinierte Leistung. Die Mannschaft hat die vielen Ausfälle gut kompensiert. In der zweiten Hälfte haben wir unsere Chancen konsequent genutzt und selbst nicht viel zugelassen", freute sich Puderbachs Trainer Maik Rumpel.
"Das war eine Einstellungs- und Kopfsache. In der ersten Hälfte hatten wir noch unsere Möglichkeiten. Nach dem 0:1 war mir klar, dass es heute ganz schwer werden würde. Puderbach hat aufgrund der zweiten Hälfte mit der ersatzgeschwächten Mannschaft nicht unverdient gewonnen", resümierte Heun.
Müschenbach: Zenz - Chr. Hüsch (73. F. Hüsch), Breuer, Bleich, Zeiler - St. Dykewicz, Mies, D. Dykewicz (68. Sönmez), Oettgen - Nauroth, Hellinghausen.
SG Puderbach: Krokowski - Arndt, Grunewald, Alexander Hartstang, Christoph Neitzert - Heinen, Schreiber - Chebab (89. Gökpinar), Stefanovic, Walkenbach - Keller (79.Kaul).
Tore: 0:1 Jan Erik Grunewald (51.), 0:2 Zlatko Stefanovic (61.)., 0:3 Fabian Kaul (89.).
Schiedsrichter: Fuat Yalcinkaya (Bendorf). - Zuschauer: 80.
Besonderheit: Gelb-Rote Karte gegen Gerrit Oettgen (Müschenbach, 56.), Foulspiel und Meckern.




SV Windhagen verliert 1:4

 Zum Abschluss der Hinserie in der Fußball-Bezirksliga Ost hat die Spitzenmannschaft SV Windhagen der abstiegsbedrohten SG Müschenbach/Hachenburg drei unverhoffte Punkte überlassen. Der Aufsteiger aus Windhagen verlor überraschend auf dem Hartplatz an der Hachenburger Rundsporthalle deutlich mit 1:4 (0:2). Schon früh zeigte sich, dass die Gäste einige Schwierigkeiten mit dem ungewohnten Geläuf hatten. Zwar waren sie der heimischen SG in Sachen Ballbesitz klar überlegen, doch sie konnten ihr Kombinationsspiel kaum zeigen und waren vor dem Gehäuse von Markus Zenz zu ungefährlich.
Wesentlich zielstrebiger und effektiver agierte die Elf von SG-Trainer Volker Heun. Die erste gelungene Kombination verwertete der starke Stuart Dykewicz zur 1:0-Führung. Geritt Oettgen brachte eine Flanke von der linken Seite präzise in die Mitte, wo Dykewicz vollstreckte (24.). In der 40. Minute vereitelte Zenz mit seiner Parade nach einem 20-Meter-Knaller von Jens Brzenk das 1:1, ehe Björn Hellinghausen sein Team noch vor der Pause mit 2:0 in Front brachte. Wieder hatten die Gastgeber ihre schnellen Außen in Szene gesetzt und Tim Zeiler hatte Hellinghausen im Strafraum bedient (42.).
In Durchgang zwei änderte sich wenig: Müschenbach zeigte weiterhin eine starke Leistung und kombinierte sich immer wieder durchs gegnerische Mittelfeld. Nach Vorarbeit von Stuart Dykewicz kam Hellinghausen zum Abschluss, seine Direktabnahme prallte jedoch an die Latte. Jan Nauroth schaltete schneller als die gesamte Windhagener Abwehr und erhöhte auf 3:0 (51.). Zehn Minuten später kam der Aufsteiger durch einen sehenswerten Treffer von Christopher Alt zum Anschlusstor. Nach einer Ecke von Pawel Klos verkürzte der Angreifer per Hacke auf 3:1. Doch auch jetzt hatte man nicht das Gefühl, dass die Partie kippen könnte. Müschenbach spielte konzentriert, und den Gästen fiel zu wenig ein, um die stabile Viererkette in ernsthafte Schwierigkeiten zu bringen.
Stuart Dykewicz krönte in der 70. Minute seine starke Leistung mit seinem zweiten Treffer zum 4:1-Endstand, ehe der eingewechselte Fabian Hüsch und Zeiler beste Chancen ungenutzt ließen.
Gästetrainer Martin Lorenzini sprach von einer desolaten Leistung seiner Elf, war auf der Suche nach Gründen jedoch kurz nach Spielende schon fündig geworden: "Mit fünf Spielern, die aus der B-Klasse kommen, stößt auch der SV Windhagen irgendwann an seine Grenzen und kann der aus dem Umfeld zugedachten Rolle nicht gerecht werden. Der Gegner hat aber auch gut gespielt und war in der ersten Halbzeit sehr effektiv."


VfB Linz setzt seinen Aufwärtstrend fort

Linz. Der VfB Linz setzt seine Siegesserie in der Fußball-Bezirksliga weiter fort. Durch den 2:1 (1:0)-Erfolg über die SG Müschenbach gewannen die Linzer zum dritten Mal in Folge und verließen die Abstiegsplätze. Dagegen verloren die Gäste erstmals ein Spiel unter ihrem neuen Trainer Volker Heun.
In den ersten 45 Minuten zeigte der VfB seinen Zuschauer auf dem Kaiserberg sehr eindrucksvoll den Aufschwung der vergangenen Wochen. Die Linzer gingen aggressiv in die Zweikämpfe und zwangen die Gäste immer wieder in die Defensive. Lediglich eine Lässigkeit von Joscha Brandt brachte den VfB nach neun Minuten in Bedrängnis, doch Gerrit Oettgen konnte das Geschenk nicht entscheidend verwerten. Fast im Gegenzug fiel die Führung für die Linzer. Nach einer herrlichen Flanke von Muhammet Ceylan drückte Arjan Kuqi (12.) den Ball per Kopf zum 1:0 über die Linie. Danach hatte Müschenbach nicht nur bei einem Freistoß von Michael Krupp (22.) Glück, dass es beim knappen Vorsprung der Gastgeber blieb.
In der 32. Minute ein Schock für den VfB, als sich Andreas Langenfeld bei einem Abwehrversuch im Mittelfeld selbst am Knie verletzte und nach langer Behandlung vom Platz getragen werden musste. "Danach haben wir etwas den Faden verloren. Meine Spieler waren durch die Verletzung geschockt", sagte Roos. So blieb es beim 1:0 in dieser zweikampfbetonten Begegnung bis zur Pause.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit, drohte die Partie zu kippen. Zunächst gelang Maximilian Mies (51.) ebenfalls per Kopfball der 1:1-Ausgleich, ehe nur sechs Minuten später sein Mitspieler Oettgen den Ball gegen den rechten Pfosten setzte. Linz wirkte müde und anfällig für Konter. Nach vorne ging nur noch wenig.
Erst durch die Einwechslung von Nahsen Kesikci (69.) und später Tobias Baars wurden die Gastgeber wieder stärker. Fünf Minuten vor dem Abpfiff nutzte Ceylan eine Unstimmigkeit in der SG-Abwehr mit einem Schuss ins lange Eck eiskalt zum 2:1-Siegtreffer.
"Durch eine Halbchance zum Ende der Partie haben wir dem VfB den Sieg ermöglicht. Eine bittere Niederlage", analysierte Heun. Freude pur dagegen bei VfB-Trainer Michael Roos: "Es herrscht bei uns wieder ein ganz anderer Geist. Es ist richtig Leben drin in unserem Spiel. Im zweiten Abschnitt waren wir zeitweise aber noch in der Defensive zu offen. Aber wir haben zurzeit einfach auch das nötige Glück, um solche Spiele noch zu gewinnen."


SG Müschenbach feiert dritten Dreier in Serie

Hachenburg. Die SG Müschenbach/Hachenburg hat in der Fußball-Bezirksliga Ost auch das dritte Spiel unter ihrem neuen Trainer Volker Heun für sich entschieden und sorgt mit ihrem 3:0 (0:0) dafür, dass die SG Guckheim/Kölbingen trotz einer engagierten Leistung immer weiter in den Abstiegsstrudel gerät.
Zu Beginn der Partie auf dem für diese Jahreszeit sehr gut bespielbaren Hachenburger Rasenplatz drückten vor allem die Gäste dem Spiel ihren Stempel auf. Von Verunsicherung nach acht Pflichtspielen ohne Sieg war beim Vorletzten der Tabelle wenig zu sehen. So scheiterten sowohl Spielertrainer Stefan Schäfer (9.) als auch Michael Sehner (13.) mit ihren Schüssen am gut reagierenden Müschenbacher Keeper Markus Zenz.

Nach gut 20 Minuten konnten sich die Gastgeber mehr und mehr aus der Umklammerung befreien und es entwickelte sich ein Spiel zweier gleichwertiger Teams. Guckheims Lars Henning hielt gegen Jan Nauroth glänzend (33.), kurz darauf kratzten die Gastgeber einen wuchtigen Kopfball Alexander Gomberts von der Linie - so endete die erste Halbzeit torlos.

Auch nach der Pause kamen zunächst die Gäste besser aus der Kabine, wurden nach 53 Minuten allerdings eiskalt erwischt: Nach einem Angriff über die linke Seite traf Linksverteidiger Tim Zeiler zur Müschenbacher 1:0-Führung und nur fünf Minuten später erhöhte Torjäger Björn Hellinghausen nach einem schönen Zusammenspiel von Gerrit Oettgen und Nauroth auf 2:0. "Bis dahin war das ein Spiel auf absoluter Augenhöhe", erklärte Volker Heun nach der Partie und machte in der Folge läuferische Vorteile bei seiner Mannschaft aus: "Da hat uns natürlich auch der Guckheimer Platzverweis in die Karten gespielt."

Kurzzeitig war die bis dahin tolle Guckheimer Moral gebrochen, zu allem Überfluss musste Spielertrainer Stefan Schäfer nach zwei Fouls mit Gelb-Rot vom Platz. Das machte den Start einer Aufholjagd nicht unbedingt leichter. "Ich glaube nicht, dass wir heute verdient verloren haben. Jeder hat gesehen, dass wir nicht schlechter waren. Wir haben eine tolle erste Halbzeit gespielt und waren auch nach der Pause gut drin", erklärte Schäfer nach dem Spiel.

Auch nach dem 0:2-Rückstand steckten die Guckheimer nicht auf, wurden aber in ihren Angriffsbemühungen letztlich nicht zwingend genug. Ganz anders die Hausherren, die in der Schlussphase ihre Überzahl gut ausspielten und nach einem schönen Angriff sogar noch zum 3:0 durch Jan Nauroth kamen (89.).

"Die Mannschaft und alle im Verein haben in diesen acht Tagen mit drei Siegen einen sensationellen Job gemacht. Wir tun aber gut daran weiter demütig zu bleiben, denn es ist noch nicht alles Gold, was glänzt", blickte Volker Heun auf seine ersten Tage als Müschenbacher Trainer zurück.

In Guckheim und Kölbingen droht der Herbst ein ungemütlicher zu werden. "Wir müssen einfach weitermachen. Jeder hat hier heute eine intakte Mannschaft gesehen, nur das Ergebnis stimmt ganz und gar nicht", blieb Stefan Schäfer nach dem Abpfiff kämpferisch.

Müschenbach: Zenz - Chr. Hüsch, Bleich, Klein, Zeiler - F. Hüsch (76. Breuer), S. Dykewicz, Wenzelmann, Oettgen (D. Dykewicz) - Hellinghausen (85. Wienand), Nauroth.

Guckheim: Henning - Jung (64. Mittler), Lenzen, Gombert, Bode - Zacher (78. Plag) - Schneider, Sehner - Kuch, Tahiri, Schäfer.

Schiedsrichter: Jean Luc Behrens (Neunkhausen).

Zuschauer: 115.

Tore: 1:0 Tim Zeiler (53.), 2:0 Björn Hellinghausen (58.), 3:0 Jan Nauroth (89.).

Besonderheit: Gelb-Rote Karte gegen Stefan Schäfer (Guckheim, 66.), wiederholtes Foulspiel.



Björn Hellinghausen netzt dreimal ein

Hachenburg. In einem Nachholspiel der Fußball-Bezirksliga Ost bezwang die SG Müschenbach/ Hachenburg den VfB Wissen mit 3:2 (2:0) und setzte sich damit ins Tabellenmittelfeld ab.

Die Wissener verbuchten optische Vorteile und versuchten mit spielerischen Mitteln zum Erfolg zu kommen. Ihre erste Gelegenheit resultierte allerdings aus einer Standardsituation. Nach Cem Cakatays Eckball (4.) flog das Spielgerät nach Sebastian Girressers Kopfball über das Gehäuse der Gastgeber. Das blieb auch in der 23. Minute sauber, allerdings musste diesmal Schlussmann Markus Zenz bei Alexander Rosins Schuss eingreifen. Der VfB agierte offensiv, kam durch übertriebenes Klein-Klein-Spiel aber in der Folge nur zu Halbchancen gegen die gut stehenden Müschenbacher.

Und die Gastgeber zeigten den Wissenern dann, wie man effektiv zum Erfolg kommt: Zunächst leitete in der 37. Minute Tim Zeiler einen Angriff über die linke Seite ein. Gerrit Oettgen passte anschließend auf Björn Hellinghausen, der zum 1:0 traf. Acht Minuten später erhöhte Hellinghausen nach einem Wissener Ballverlust in der eigenen Hälfte gar auf 2:0, nachdem er VfB-Torhüter Marvin Scherreiks geschickt umkurvt hatte.

Nach der Pause wurden die Wissener zielstrebiger. Maik Schnell schloss eine schöne Kombination in der 58. Minute mit den Anschlusstor ab. Sieben Minuten später nutzte Torjäger Alexander Rosin einen Zenz-Fehler zum 2:2 aus.

Doch die Gastgeber zeigten sich nur kurzzeitig geschockt. Mit seiner dritten Torchance erzielte Björn Hellinghausen in der 69. Minute seinen dritten Treffer, als er nach einem Pressschlag freistehend an den Ball kam. Gegen Ende hatte Jan Nauroth gar das 4:2 auf dem Fuß (79.), Maik Schnells vermeintliches 3:3 wurde in der 89. Minute wegen Abseits nicht anerkannt.

"Solch eklatante Fehler bin ich von meiner Mannschaft nicht gewohnt", bilanzierte VfB-Trainer Marco Weller, "uns hat zudem die letzte Entschlossenheit gefehlt." Sein Müschenbacher Kollege Volker Heun meinte: "Wir hatten in der ersten Hälfte eine optimale Chancenverwertung, aber es fehlt bei uns auch noch an einigen Enden."

Müschenbach: Zenz - Breuer (64. Chr. Hüsch), Bleich, Klein, Zeiler - Oettgen (67. Wenzelmann), Mies, St. Dykewicz, F. Hüsch - Hellinghausen (90. Wienand), Nauroth.

Wissen: Scherreiks - Lichtenfeld, Land, Weitershagen, Ebach (75. Brenner) - Ferfort (50. Brocca), Kohl, Cakatay (86. Schulz), Girresser - Schnell, Rosin.

Schiedsrichter: Lukas Heep (Neuwied).

Zuschauer: 75.

Tore: 1:0, 2:0 Björn Hellinghausen (37., 45.), 2:1 Maik Schnell (58.), 2:2 Alexander Rosin (65.), 3:2 Björn Hellinghausen (69.).

Einen Einstand nach Maß feierte am Freitagabend Volker Heun als neuer Trainer der SG Müschenbach/Hachenburg.


Sein neues Team setzte sich beim zuletzt achtmal in Serie siegreichen Rheinlandliga-Absteiger SG Neitersen/Altenkirchen deutlich mit 3:0 (2:0) durch und verblüffte neben seinen Anhängern vor allem die Bezirksliga-Konkurrenz im Tabellenkeller. Die Hirt-Elf verpasste ihrerseits den (vorübergehenden) Sprung an die Tabellenspitze

Die Partie auf der "Emma" begann mit einem Paukenschlag: Nachdem SF-Keeper Jan Humberg nach Gerrit Oettgens erster Ecke den folgenden Kopfball des früheren Alpenroders Maximilian Mies noch ins Toraus abgewehrt hatte, musste er kurz darauf dann doch hinter sich greifen: Erneute Ecke Oettgen, Kopfball Björn Klein aus elf Metern, Tor zum 0:1. Schon in der fünften Minute durfte Volker Heun erstmals jubeln.

Der Rheinlandpokal-Finalist war sichtlich überrascht vom neu entfachten Kampfgeist der Kombinierten, die gegenüber dem Vorsonntag nicht mehr wiederzuerkennen waren. Verdienter Lohn der Mühen war das 0:2 durch Björn Hellinghausen, der den Ball sehenswert in Humbergs Gehäuse schlenzte (32.). Von den Platzherren kam kaum einmal Nennenswertes, nur beim Freistoß Florian vom Dorfs musste sich Markus Zens gewaltig strecken, um den Ball mit den Fingerspitzen um den Pfosten zu lenken (36.). Auf der Gegenseite strich ein Knaller Hellinghausens nur knapp am Kasten vorbei (40.).
Cornel Hirt schien in der Pause die richtigen Worte gefunden zu haben, denn seine Elf kam wesentlich aggressiver auf den Platz zurück. Julian Holzinger verbuchte zunächst per Kopf (47.), dann nach viel Durchsetzungsvermögen (66.) zwei passable Gelegenheiten, doch Müschenbach hielt hinten die Null.
Der Außenseiter blieb durch Konter stets gefährlich, wobei der seine enorme Schnelligkeit zur Geltung bringende Hellinghausen ein ständiger Unruheherd in der Neiterser Defensive war, wodurch sie permanent auf der Hut sein mussten. Auf der Gegenseite vereitelte Zens gegen André Fischer den Anschluss (72.) und ersparte seiner Elf damit eine unruhige Schlussphase.

Beim Abpfiff von Schiedsrichter Huster hieß es dann gar 0:3, nachdem Gerrit Oettgen bei einem Konter den Ball in die Gasse zu Jan Nauroth gesteckt hatte, der Humberg mit einem Tunnel keine Abwehrchance ließ (89.).
Heun war heilfroh über den Verlauf seiner erfolgreichen Rückkehr auf die Trainerbank. "Nach einer turbulenten Woche war Björn Hellinghausen der beste Mann auf dem Platz. Er hat sich vorbildlich in den Dienst der Mannschaft gestellt." Kollege Hirt bilanzierte nüchtern das Ende der Siegesserie: "Das war eine in der Höhe verdiente Niederlage. Wir sind nicht in die Zweikämpfe gekommen. Die Bäume wachsen auch bei uns nicht in den Himmel."

Neitersen/Altenkirchen: Humberg - Weßler, Bischoff, Wirths - Fischer, Bonacker (34. Mankel), Heuten (46. Gerhardt), T. Sander (46. F. Sander) - Peters, Holzinger, vom Dorf.

Müschenbach/Hachenburg: Zens - C. Hüsch, Bleich, Klein, Zeiler - Oettgen, Mies, S. Dykewicz, F. Hüsch - Nauroth, Hellinghausen.

Schiedsrichter: Dirk Huster (Kasdorf) - Zuschauer: 100.

Tore: 0:1 Björn Klein (5.), 0:2 Björn Hellinghausen (32.), 0:3 Jan Nauroth (89.).


Weitefeld gewinnt lahme Partie

Hachenburg. Am zehnten Spieltag der Bezirksliga Ost und bei bestem Fußballwetter hatten sich die Zuschauer pünktlich zum heimischen Löwenfest auf eine unterhaltsame Partie im Hachenburger Stadion gefreut. Wurden in Durchgang eins wenigstens noch Treffer erzielt, war der zweite Durchgang an Langeweile nicht zu überbieten und machte selbst Gästetrainer Jörg Mockenhaupt nach eigener Aussage "irgendwann keinen Spaß mehr." Immerhin gewann seine SG Weitefeld-Langenbach/Friedewald/Neunkhausen bei der SG Müschenbach/Hachenburg am Ende mit 2:0 (2:0
Die SG Müschenbach/Hachenburg bleibt nach ihrer 0:2-Heimniederlage im Westerwald/Sieg-Duell im Tabellenkeller.

Beide Mannschaften neutralisierten sich zu Beginn der Partie im Mittelfeld und zeigten nur wenig Zug zum Tor. Den Müschenbachern war ihre Verunsicherung nach fünf Pflichtspielen ohne Torerfolg deutlich anzumerken, Durchschlagskraft Richtung gegnerisches Gehäuse entwickelten sie nur selten.

Bei den Gästen sorgte hingegen die erste gelungene Kombination gleich für die Führung. Dominik Neitzert flankte von der linken Seite präzise nach innen, wo Kevin Lopata sich in die Höhe schraubte und zur Führung vollendete (24.).

Auf der anderen Seite konnte Jan Nauroth einen schönen Spielzug über Gerrit Oettgen nicht im Tor unterbringen. So war es kurz vor der Pause ein sehenswerter Schlenzer aus 20 Metern von Julian Aguilar (40.), der für den 0:2-Halbzeitstand sorgte.

Nach dem Pausentee erlebten die Zuschauer eine höhepunktarme Partie, in der Björn Hellinghausen die beste Chance zum Anschlusstreffer liegen ließ. Nach einem präzisen Pass flankte Nauroth in die Mitte, wo Hellinghausen die Kugel aus kurzer Distanz meilenweit über den Kasten in den Hachenburger Himmel jagte (66.).

"Das Beste am heutigen Spiel ist das Ergebnis", resümierte Mockenhaupt die emotionslose und zerfahrene Partie. "Wir haben die verunsicherten Müschenbacher zwar früh gestört, konnten unsere Spielzüge aber nicht zu Ende bringen", so Mockenhaupt weiter.

Wesentlich säuerlicher war sein Gegenüber Bernd Kohlhaas: "Wir hatten am Freitag eine sehr intensive Sitzung. Nach der Vorstellung heute muss sich die Mannschaft hinterfragen, inwiefern dieses Gespräch auch nur irgendeine Wirkung hatte. Unser Auftreten war an Willenlosigkeit und fehlender Leidenschaft nicht zu überbieten."

Müschenbach: Zenz - Wenzelmann (58. Christian Hüsch), Bleich (46. Breuer), Klein, Zeiler - Duncan Dykewicz, Mies- Stuart Dykewicz, Oettgen, Fabian Hüsch (46. Hellinghausen) - Nauroth.

Weitefeld: Trippler - Grahn, Steffen Kempf, Ermert, Blazek - Reifenrath (70. Seibel), Aguilar - Penk (64. Kleinhenz), Neitzert, Florian Kempf (85. Müller) - Lopata.

Schiedsrichter: Alexander Mroß (Wolken).

Zuschauer: 110.

Tore: 0:1 Kevin Lopata (24.), Julian Aguilar (37.).


Ein frühes und ein spätes Tor reichen der SG Ellingen zum 2:0-Heimsieg
Straßenhaus.


Die SG Ellingen/Bonefeld/Willroth besiegte die SG Müschenbach/Hachenburg am neunten Spieltag in der Fußball-Bezirksliga Ost mit 2:0 (1:0). "Die Mannschaft hat die richtige Reaktion auf die vielen Diskussionen nach unserer Spielabsage vom vergangenen Sonntag gezeigt. Auch diese Woche war aufgrund der vielen Erkrankungen immer noch kein vernünftiger Trainingsbetrieb möglich", freute sich Ellingens Trainer Thomas Kahler über drei Punkte.
Kaum ein Durchkommen gab es für die SG Müschenbach/Hachenburg bei ihrer 0:2 (0:1)-Niederlage gestern im Auswärtsspiel bei der SG Ellingen/Bonefeld /Willroth
Warten bis spätestens Mitte der Woche müssen die Ellinger noch auf das Urteil der Bezirksspruchkammer die eine Spielwertung für die SG Guckheim oder eine Neuansetzung des ausgefallen Spiels vom achten Spieltag verkünden muss. "Die mündliche Verhandlung war am Freitag. Das Urteil wird uns schriftlich zugeschickt", berichtet der Ellinger Geschäftsführer Stefan Haas.

Ungeachtet der Spannung auf diese Entscheidung legten die Ellinger los wie die Feuerwehr. Bereits nach vier Minuten gelang Patrick Hümmerich im Anschluss an einen Eckball mit einem nicht unhaltbaren Schuss die 1:0-Führung für die Gastgeber. Als Marc Fabian Becker zehn Minuten später klar im Müschenbacher Strafraum zu Fall gebracht wurde und der sehr gut leitende Schiedsrichter Hamid Rostamzada aus Mayen sofort auf den Elfmeterpunkt zeigte, steuerte die Partie schon frühzeitig auf eine Vorentscheidung zu. Doch Stefan Zent donnerte den Ball haushoch über die Querlatte.
Erst Mitte der ersten Hälfte konnten sich die Gäste langsam aus der Umklammerung befreien. Doch bei ihren wenigen Chancen unterstrichen die gut organisierten Müschenbacher, warum sie mit nur sechs erzielten Toren zu den Minimalisten der Liga gehören. "Wir spielen bis zum Strafraum sehr gut. Doch ohne Tore kann man kein Spiel gewinnen", resümierte der Müschenbacher Spielertrainer Björn Hellinghausen den mangelnden Abschluss. Die größte Möglichkeit für die Gäste vergab Jan Nauroth (33.), als er den Ball aus sechs Metern in die Wolken jagte.
Aber auch Ellingen ging mit seinen guten Möglichkeiten zunächst fahrlässig um. Beste Konterchancen wurden durch (zu) viele Fehlpässe und mangelnde Konzentration in letzter Konsequenz ausgelassen. "Dadurch mussten wir praktisch bis zur 88. Minute zittern. Bei nur einem Tor Vorsprung ist der Ausgleich schnell gefallen. Ein früherer Ausbau der Führung wäre mir lieber gewesen", mussten Kahler und seine Schützlinge einige bange Minuten überstehen, obwohl die SGE-Defensivabteilung auf der anderen Seite wenig zuließ. Dann war es Joker Maximilian Klaes (88.), der für die Erlösung sorgte. Nach schönem Zuspiel von Christian Weißenfels musste Klaes den Ball nur noch über die Linie schieben.
"Das ist eine bittere Niederlage. Wir konnten die Partie über weite Strecken offen gestalten. Uns fehlt weiter die nötige Durchschlagskraft. Daran müssen wir arbeiten", analysierte Hellinghausen. Dagegen sprach Kahler von einem verdienten Sieg seiner Mannschaft: "Wir haben uns in der ersten Hälfte nicht belohnt, als wir klarste Chancen hatten und hätten uns einige Sorgen ersparen können."



Müschenbach verpasst Heimsieg

Hachenburg. In der Fußball-Bezirksliga Ost trennten sich die SG Müschenbach/Hachenburg und der TuS Montabaur mit einem torlosen Remis. "Am Ende ist dieser Punktgewinn für uns sicherlich glücklich", wusste allerdings auch TuS-Trainer Benedikt Lauer, dass die Gastgeber in Anbetracht der klaren Chancenverhältnisse die Partie hätten gewinnen müssen.

Die Müschenbacher, diesmal von Beginn an wesentlich wacher und frischer als noch in der Vorwoche beim 0:3 in Hundsangen, verbuchten die erste Chance des Spiels. Nach einem Eckball stand Stuart Dykewicz völlig blank, sein Abschluss ließ jedoch zu wünschen übrig (8.). Auch spielerisch wusste die Heimelf um Spielertrainer Björn Hellinghausen diesmal durchaus zu gefallen, vor allem Linksverteidiger Tim Zeiler sorgte im ersten Abschnitt mit seinen Vorstößen für ständigen Betrieb. Die Montabaurer wirkten hingegen oft unkonzentriert und luden die SG durch eigene Fehler immer wieder zu Chancen ein. Doch zweimal Björn Oettgen (19., 20.), Maximilian Mies aus kurzer Distanz (22.) und Hellinghausen, der eine Flanke Jan Nauroths knapp unterlief (29.), verpassten die Führung.

Nach dem Seitenwechsel wurde die Begegnung temporeicher und bot Möglichkeiten auf beiden Seiten. Die dickste für Montabaur ließ Aoi Isami liegen, dessen Flachschuss Andreas Bleich auf der Linie klärte (53.). Die Schlussphase gehörte dann wiederum den Hausherren, die drei glasklare Gelegenheiten zum wohl entscheidenden Treffer ausließen. Erst klärte Mario Denker in letzter Instanz vor dem einschussbereiten Stuart Dykewicz (76.), dann vergab Nauroth aus fünf Metern freistehend (88.). Spätestens, als Maximilian Mies den Ball nach einer Ecke aus kürzester Distanz an die Latte köpfte (89.), war klar, dass an diesem Tag keine Treffer mehr fallen sollten.

Hellinghausen haderte hinterher entsprechend mit dem berühmten "Quäntchen Glück", zollte seiner Mannschaft aber Respekt: "Bis auf die Chancenverwertung war das heute richtig gut von uns. Auf der Leistung können wir aufbauen."

Andreas Hundhammer

Müschenbach: Zenz - Bleich, Mies, Klein, Zeiler - Wenzelmann (67. Rosenbauer), Duncan Dykewicz - Nauroth, Oettgen, Stuart Dykewicz - Hellinghausen.

Montabaur: Lollert - Pineker (59. Türk), Topçu, Merl, Denker - Aller (46. Stähler), Schulz, Bichert, Isami - Brenner, Moriyama (73. Hermann).

Schiedsrichter: Matthias Vogel (Malberg).

Zuschauer: 130.


Müde Müschenbacher ohne Chance

Hundsangen. Der 3:2-Pokalerfolg gegen Rheinlandligist Malberg unter der Woche sorgte bei der SG Müschenbach/Hachenburg nicht für den erhofften Aufwind. Mit 0:3 (0:1) unterlag die Elf um Spielertrainer Björn Hellinghausen bei der SG Hundsangen/Obererbach, die ihrerseits nach zuvor vier sieglosen Partien endlich wieder einen Dreier landete. "Das war schon klasse, wie die Jungs da 90 Minuten lang gebrummt sind", war Hundsangens Trainer nach Abpfiff zufrieden und stufte den Erfolg als "hochverdient" ein.
Den Grundstein für einen aus Sicht der Gastgeber angenehmen Nachmittag legten die Einheimischen bereits zu Beginn der Partie. Keine zwei Minuten waren gespielt, da brach Wataru Yoshimura über die linke Seite durch und vollendete seinen Sololauf aus spitzem Winkel zum 1:0. Mit der Führung im Rücken drückten die Hundsangener der Begegnung ihren Stempel auf, vor allem die quirligen Japaner Yoshimura und Yuta Miyamoto sorgten stets für Gefahr. Da jedoch der letzte Pass zumeist noch zu ungenau kam, durften sich die Gäste, die in den ersten 45 Minuten allenfalls Halbchancen zu verzeichnen hatten, mit dem knappen Rückstand zur Pause glücklich schätzen.
Am Kräfteverhältnis änderte sich auch nach dem Seitenwechsel nichts. Die 120 Pokalminuten schienen den Müschenbachern noch zu sehr in den Knochen zu stecken, als dass sie das Ruder im zweiten Durchgang noch hätten herumreißen können. Im Gegenteil. Die klare Dominanz der Hausherren sollte sich bis zum Schlusspfiff auch im Ergebnis niederschlagen. Nachdem Yuta Miyamoto in der 56. Minute im Strafraum nur durch ein Foul zu stoppen gewesen war, trat der Gefoulte selbst an und verwandelte sicher zum 2:0 - spätestens damit war die Entscheidung gefallen. Denn auch in der Folge strahlte Müschenbach keine ernsthafte Gefahr in Richtung gegnerisches Tor aus. Anders die Gastgeber, für die Miyamoto nach schönem Zuspiel Niklas Steinebachs den Sack endgültig
zumachte (72.).
Entsprechend bedröppelt saß Björn Hellinghausen nach Spielende noch minutenlang auf der Trainerbank. Klare Worte fand unterdessen sein Trainerpendant Bernd Kohlhaas zur Vorstellung seiner Mannschaft: "Wenn man keine Torchancen hat, kann man kein Spiel gewinnen. Wir waren heute irgendwie gar nicht auf dem Platz. Dafür dürfen die 120 Minuten gegen Malberg keine Entschuldigung sein."
Hundsangen: Schmitt - Yanagisawa (75. Krämer), J. Hannappel, Miyamoto, N. Steinebach, Poppe, D. Hannappel, Pistor (81. M. Hannappel), F. Steinebach, Yoshimura (84. Melbaum), Leonardi.
Müschenbach: Giese - Rosenbauer (46. Oettgen), Jochmann, Bleich, Mies, Zeiler, Hüsch, Dykewicz (77. Kunz), Nauroth (83. Wienand), Klein, Hellinghausen.
Schiedsrichter: Jean-Luc Behrens (Neunkhausen) - Zuschauer: 104.
Tore: 1:0 Wataru Yoshimura (2.), 2:0, 3:0 Yuta Miyamoto (56., Foulelfmeter, 72.)
.

Spvgg EGC Wirges II bleibt ungeschlagen

Wirges – Auf dem Wirgeser Kunstrasen bekamen 80 Zuschauer ein dominante Heimmannschaft zu sehen, die den Gästen aus Müschenbach und Hachenburg bis zum 4:0-Endstand in der 60. Minute selten Raum zum Kombinieren ließ. Von den restlichen 30 Minuten zeigte sich Wirges-Coach Thomas Arzbach wenig begeistert: "Die letzte halbe Stunde war nicht zufriedenstellend, da wurden wir zu nachlässig."

Die Anfangsphase war auf beiden Seiten von einigen Ungenauigkeiten im Passspiel geprägt, weshalb es wohl auch ein Standard sein musste, der die Spvgg EGC Wirges II in Führung brachte: Einen Freistoß Colin Römers aus dem Halbfeld ließ Müschenbach-Keeper Markus Zens nach vorne auf Jonas Hannappels Fuß abklatschen, der als Nutznießer dankend abstaubte (16.). Nach der Führung praktizierten die Wirgeser ein deutlich präziseres Kombinationsspiel, das auch die Basis für den Führungsausbau war: Jonas Hannappel versenkte den Diagonalpass Tim Schenkelbergs aus elf Metern im unteren Torwarteck und schnürte pünktlich zum Halbzeitpfiff den Doppelpack (44.). Das vorentscheidende 3:0 besorgte Marvin Kurz nach einer sehenswerten Passstafette über Colin Römer, der nach einem Doppelpass an der Außenlinie die Kugel mundgerecht Richtung Elfmeterpunkt servierte, wo Kurz nur noch einschieben musste.

Gerade die Passivität der Müschenbacher in dieser Szene war symbolisch für die nachträgliche Kritik des SG-Trainers Björn Hellinghausen: "Mit der Einstellung hat man in der Bezirksliga nichts verloren. Mehr als die Hälfte der Spieler stand neben sich." Bezeichnenderweise legten sich die Gäste dann auch noch ein Ei ins eigene Nest und unterstrichen den verbalen Seitenhieb des Trainers symptomatisch: Andreas Bleich fälschte eine Hereingabe Tim Schenkelbergs ins eigene Gehäuse ab (60.). Im Anschluss ließ die Arzbach-Elf die Zügel etwas schleifen und ließ den Gast etwas kommen, der den Spvgg-Torwart dann per Fernschuss zu seiner ersten Parade zwang (80.). Diese Nachlässigkeit am Ende der Partie bemängelte Arzbach: "Das hat mich verärgert." Der Übungsleiter stellte aber auch klar: "Natürlich ist es auch ein Lernprozess, den wir mit dieser jungen Truppe durchmachen."

Wirges II: Schmidt - Blath, Hehl (75. Laux), Dervishay, Henich (70. Bruch) - Kohns, Kurz (72. Jung) - Hannappel, Scumaci, Römer - Schenkelberg.

Müschenbach: Zenz - C. Hüsch, Mies, Klein, Zeiler - Bleich, D. Dykewicz - F. Hüsch, Oettgen (52. Hellinghausen), S. Dykewicz - Nauroth.

Schiedsrichter: Benjamin Klapper (Andernach).

Zuschauer: 80.

Tore: 1:0, 2:0 Jonas Hannappel (16., 44.), 3:0 Marvin Kurz (55.), 4:0 Andreas Bleich (60. Eigentor).


SG Müschenbach/Hachenburg fährt ihren ersten "Dreier" ein

Müschenbach – Am vierten Spieltag der Bezirksliga Ost war es soweit: Nach zwei Niederlagen und einem Unentschieden der SG Müschenbach/Hachenburg hatte die Mannschaft der Trainer Björn Hellinghausen und Bernd Kohlhaas verstanden, welche Tugenden zum Fußball gehören und feierte einen völlig verdienten 2:0 (1:0)-Erfolg über die SG Westerburg/Gemünden.

Selten war es für eine Mannschaft so einfach, gegen die Meuer-Elf zu gewinnen. Nach zwei starken Auftritten bei der SG Neitersen und dem ersten Derbysieg über die SG Guckheim ließen die Gäste keinerlei Zweifel daran aufkommen, dass sie zu keiner Zeit an die vorangegangenen Leistungen anknüpfen konnten. Zweikampfverhalten und Laufbereitschaft waren kaum vorhanden.
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Trainer Oliver Meuer sprach - selten sarkastisch und völlig treffend - von einer "geschlossenen Mannschaftsleistung. Der heutige Auftritt meiner Elf war durchgehend schlecht. Ich kann nicht einen einzigen Feldspieler hervorheben, der an diesem Tag auch nur annähernd Normalform erreicht hat", war der Coach sichtlich bedient.

Ganz anders war die Gemütslage bei seinem Gegenüber Bernd Kohlhaas: "Wir haben heute die richtige Reaktion auf die bittere Pleite vom letzten Sonntag beim Aufsteiger in Osterspai gezeigt. Endlich hat die Mannschaft verstanden, dass Zweikampfstärke zum Fußball dazugehört."

Von Beginn an kamen die Einheimischen gut in die Begegnung und hatten durch Andreas Bleich gleich zwei gute Tormöglichkeiten, bevor der dynamische Gerrit Oettgen nach einer guten halben Stunde schließlich zur Führung traf. Über Jan Nauroth hatte sich die Hellinghausen-Elf schön in den Strafraum kombiniert und Oettgen Niklas Leukel im Westerburger Kasten aus rund zehn Metern keine Abwehrchance gelassen (32.).

In der 50. Minute hatte Gästetrainer Meuer sein Auswechselkontingent bereits vollständig aufgebraucht, eine Reaktion auf die eher dürftige erste Hälfte blieb jedoch aus. Ein Kopfball von David Meuer und sein "Schüsschen" nach einem Stellungsfehler von Max Mies waren noch die besten Gelegenheiten einer zu jederzeit harmlosen Westerburger Mannschaft.

Auf der anderen Seite hatte Fabian Hüsch die Chance zu erhöhen, doch nach schöner Einzelleistung von Tim Zeiler schoss Hüsch Leukel genau in die Arme (59.). So dauerte es bis zur 79. Minute, ehe die heimische SG den Sack zumachte. Stuart Dykewicz krönte seine starke Leistung mit einem Solo durch die gesamte Westerburger Hintermannschaft und vollendete gekonnt zum 2:0-Endstand (79.).


Müschenbach: Zenz - Chr. Hüsch, Mies, Klein, Zeiler - D. Dykewicz (68. Wenzelmann), Bleich - F. Hüsch (84. Hellinghausen), Oettgen, S. Dykewicz (90. Wienand) - Nauroth.

Westerburg: Leukel - D. Meuer, Neubert, Hartmann, Herkersdorf - Ostermann (46. Heinen), Wengenroth, Jung - Gläser, Wasna (50. Johanns), Keeler (46. Kettler).

Schiedsrichter: Amir Amirian (Burgschwalbach).

Zuschauer: 180.

Tore: 1:0 Gerrit Oettgen (32.), 2:0 Stuart Dykewicz (79.).


2:1 gegen Müschenbach: Osterspais Kampf wird mit Sieg belohnt

Osterspai – Satte 247 Minuten lang hat die FSV Osterspai/Kamp-Bornhofen auf den ersten Saisontreffer in der Fußball-Bezirksliga Ost warten müssen. Weil diesem Erfolgserlebnis bald ein zweites folgte, sicherte sich der Aufsteiger sogar die ersten drei Punkte beim 2:1 (0:1) über die SG Müschenbach/Hachenburg. Die Westerwälder haben aufgrund ihrer Niederlage den letzten Tabellenplatz von der FSV übernommen.

Die SG Müschenbach/Hachenburg (blaue Trikots) zeigte in dieser Szene zwar enormen Einsatz, bot aber insgesamt zu wenig, um die FSV Osterspai/Kamp-Bornhofen aus dem Gleichgewicht zu bringen. Die Elf von Nico Helbach gab durch den Sieg die Rote Laterne an die Gäste ab. Foto: Andreas Hergenhahn
Die SG Müschenbach/Hachenburg (blaue Trikots) zeigte in dieser Szene zwar enormen Einsatz, bot aber insgesamt zu wenig, um die FSV Osterspai/Kamp-Bornhofen aus dem Gleichgewicht zu bringen. Die Elf von Nico Helbach gab durch den Sieg die Rote Laterne an die Gäste ab.
Foto: Andreas Hergenhahn - Andreas Hergenha

Über die linke Spielfeldseite leiteten die Einheimischen ihre beiden Tore ein. Die Einwechslung Josip Topics brachte neuen Schwung in diese Zone. Gemeinsam mit Adrian Knop zog er die Angriffe auf, mit deren Tempo die SG-Verteidiger mehrfach überfordert waren. Topic legte dann zweimal vor: Erst staubte Florian Spengler ab, nachdem Gäste-Torwart Markus Zenz den Ball zwar erreichte, aber nicht festhielt (67.). Fünf Minuten später vollendete Kapitän Antony Henrykowski.

"Wir haben gekämpft und wurden belohnt", fasste FSV-Trainer Nico Helbach die 90 Minuten zusammen. In der Tat glänzten die Gastgeber durch nimmermüde Einsatzfreude, ohne dass sie sich übrigens eine einzige Gelbe Karte einhandelten. Genau diesen Willen vermisste auf der Gegenseite Spielertrainer Björn Hellinghausen, dessen Elf nach dem dritten Spieltag nach wie vor sieglos dasteht.

"Das ist schon bitter", kommentierte er, "wir haben nicht die Leidenschaft an den Tag gelegt, um ein Spiel zu gewinnen." Förmlich "um die Tore gebettelt" habe seine Mannschaft und in der zweiten Halbzeit nur hinten drin gestanden. Dabei war die Lage in der Mitte der Partie günstig für die SG. Nach der bis dahin besten Kombination hatte Hellinghausen selbst die Führung erzielt, als Spielmacher Gerrit Oettgen geschickt einen Pass durchgesteckt hatte und sein Flachschuss saß.

Insgesamt verlief der erste Durchgang ausgeglichen bei einem leichten Chancenplus für Osterspai. Die meisten Möglichkeiten besaß Adrian Knop, der bereits nach drei Minuten auf und davon gezogen war, aber an Torwart Zenz scheiterte. Für Müschenbach hätte der aufgerückte Max Mies im Anschluss an einen Freistoß von Hellinghausen das 0:1 schon früher markieren können (28.). "Wir haben uns in der zweiten Halbzeit noch mal gesteigert", stellte Helbach fest. Spengler, Knop und der junge Matthias Gittler sorgten für Gefahr, ehe die Tore fielen. Müschenbach dagegen agierte harmlos, wenn es überhaupt einmal in die Offensive gelangte. Erst kurz vor dem Abpfiff kamen Duncan Dykewicz und Jan Nauroth zu einer hochkarätigen Doppelchance, die Schlussmann Kai Weiler im FSV-Tor vereitelte.

"Das tut natürlich gut", freute sich Nico Helbach nach den finalen Spielszenen und verschwieg nicht, dass das lange Warten auf Tore und Punkte Nerven gekostet hatte: "Das Selbstvertrauen musste wieder aufgebaut werden." Dass der Heimsieg kein bloßer Glücksfall war, blieb unbestritten. "Drei Punkte hätten wir nicht verdient gehabt", räumte Björn Hellinghausen ein.


Osterspai/Kamp-Bornhofen: Weiler - Kirchner, M. Reifferscheid, Cebula, Simbargov - Fl. Lemler, Henrykowski, T. Lemler (65. Topic), Gittler (88. S. Reifferscheid) - Knop, Spengler (90.+2 Paasch).

Müschenbach/Hachenburg: Zenz - Zeiler, Kunz, Mies, C. Hüsch (83. Wienand) - D. Dykewicz, S. Dykewicz - F. Hüsch (73. Bleich), Oettgen, Hellinghausen - Nauroth.

Schiedsrichter: Niclas Berg (Sohren) - Zuschauer: 100.

Tore: 0:1 Björn Hellinghausen (43.), 1:1 Florian Spengler (67.), 2:1 Antony Henrykowski (72.).


SG Müschenbach verspielt im Derby einen 3:0-Vorsprung

Müschenbach – Am zweiten Spieltag der Bezirksliga Ost war für die SG Müschenbach/Hachenburg bereits nach einer halben Stunde Spielzeit alles angerichtet für einen deutlichen Heimerfolg über den Lokalrivalen SC Berod-Wahlrod.
Dass die Platzherren danach jedoch noch eine 3:0-Führung aus der Hand gaben, enttäuschte nicht nur Spielertrainer Björn Hellinghausen, der nach Spielende feststellen musste: "Die erste halbe Stunde war super. Spätestens in der zweiten Halbzeit haben wir dann aber komplett den Faden verloren, viele kleine Nachlässigkeiten gezeigt und die ersten Zweikämpfe verloren."
Zu Beginn kamen die Gastgeber besser in Partie und verbuchten die ersten Chancen. Jan Nauroth scheiterte nach guter Vorarbeit gleich zweimal knapp (16., 18.), bevor er in der 21. Minute - alleine vor dem Beroder Kasten auftauchend - den Ball überlegt zum 1:0 einschob. In der 27. Minute nutzten die Müschenbacher dann Abstimmungsprobleme bei den Gästen und erhöhten durch Stuart Dykewicz nach Vorlage von Gerrit Oettgen auf 2:0. Nur kurze Zeit später schraubten die Müschenbacher das Ergebnis durch Fabian Hüsch, der nach toller Vorlage von Nauroth zum 3:0 traf, weiter in die Höhe (31.).
Noch kurz vor der Pause erzielten die Gäste dann aber den wichtigen Anschlusstreffer zum 1:3: Tim Pfeiffer brachte das Spielgerät nach guter Vorarbeit von Damian Henzel im Müschenbacher Tor unter (44.).
In einer insgesamt zerfahrenen zweiten Hälfte war der SC Berod-Wahlrod weitgehend die spielbestimmende Mannschaft. Beinahe folgerichtig erzielte Mario Pavelic nach einem weiten Ball in der 72. Minute das Anschlusstor zum 2:3, bevor er nur eine Minute später den Ball entscheidend auf Dennis Hähr verlängerte, der aus kürzester Distanz den 3:3-Endstand herstellte (73.). In einer hitzigen Endphase stieg Müschenbachs Stuart Dykewicz wenig später zu hart ein und holte sich beim Schiedsrichter die "Ampelkarte" ab (74.).
"Nach einem 0:3 muss man mit dem Endstand natürlich zufrieden sein", sagte der gesperrte Beroder Spielertrainer Thomas Schäfer. "Trotzdem müssen wir aus dem heutigen Spiel lernen, denn in den ersten 30 Minuten haben wir überhaupt nicht am Spiel teilgenommen. Man muss vor allem Daniel Frohn ein Kompliment aussprechen, der nach seiner Einwechslung das Heft auf dem Platz in die Hand genommen hat."
Müschenbach: Zenz - C. Hüsch, Breuer, Mies, Zeiler - S. Dykewicz, D. Dykewicz (69. Kemper) - Hellinghausen, Oettgen (90.+2 Wienand), Hüsch - Nauroth.
Berod-Wahlrod: Redel - Cousin, Weller, Hähr, Henzel (81. Neumann) - Scavelli (38. Frohn), Land - Nagel (66. Velten), Müller, Pfeiffer - Pavelic.
Schiedsrichter: Fuat Yalcinkaya (Bendorf). - Zuschauer: 200.
Tore: 1:0 Jan Nauroth (21.), 2:0 Stuart Dykewicz (27.), 3:0 Fabian Hüsch (31.), 3:1 Tim Pfeiffer (44.), 3:2 Mario Pavelic (72.), 3:3 Dennis Hähr (73.).
Besonderheit: Gelb-Rote Karte gegen Müschenbachs Stuart Dykewicz (74., wiederholtes Foulspiel).



SG Müschenbach/Hachenburg belohnt sich nicht für gute Leistung

Urbach – In der Bezirksliga Ost hat sich die SG Puderbach/Urbach-Dernbach/Daufenbach/Raubach zum Saisonauftakt knapp mit 1:0 (0:0) gegen die SG Müschenbach/Hachenburg durchgesetzt.
Allerdings hatten die Hausherren viel Mühe gegen das junge Gästeteam und kamen erst in der Endphase zum entscheidenden Tor durch Benny Walkenbach (79.).
Die erste Chance für die Gastgeber bot sich Neuzugang Konstantin Gegelmann schon nach vier Minuten. Nach einem Missverständnis in der Gästeabwehr lief er alleine in Richtung Tor. Statt selbst den Abschluss zu suchen, legte er allerdings quer, der mitgelaufene Fehd Mestiri kam nicht mehr an den Ball. "Dieser verpassten Möglichkeit haben wir in der Folge zu lange nachgetrauert, Müschenbach war danach die bessere Mannschaft", analysierte Puderbachs Trainer Maik Rumpel.
In der Tat bestimmten die Gäste zunehmend das Geschehen gegen nervös und hektisch agierende Hausherren. Einen Freistoß von der linken Seite zog Tim Zeiler direkt aufs Tor, Philipp Krokowski im Puderbacher Tor klärte jedoch (12.). Ebenso parierte er bei dem Schuss von Jan Nauroth, der sich auf der rechten Seite durchgesetzt hatte, den Nachschuss setzte Fabian Hüsch neben das Tor (20.).
Kurz darauf hatten die Gäste die beste Möglichkeit in Führung zu gehen. Nach einem Foul von Jan Erik Grunewald an Gerrit Oettgen zeigte der Unparteiische auf den Punkt. Maximilian Mies scheiterte jedoch an Krokowski (27.). In der Offensive blieben die Gastgeber im ersten Durchschnitt blass.
Direkt nach dem Seitenwechsel änderte sich das. Nach einem Doppelpass mit André Neitzert war es erneut Gegelmann, der das 1:0 auf dem Fuß hatte, er verfehlte das Ziel aber knapp (47.). Auf der anderen Seite setzte sich Nauroth im Zweikampf gegen Daniel Seuser durch, erneut bewahrte Krokowski sein Team vor dem Rückstand (68.). Und auch zwei Minuten später parierte der gut aufgelegte Schlussmann Zeilers Schuss.
Die Entscheidung fiel in der 79. Minute. Der eingewechselte Dominik Hartstang setzte sich gut auf der rechten Seite durch und legte für Benny Walkenbach ab, der aus zehn Metern in die linke Ecke zum 1:0 traf. Eine Minute später lenkte Müschensbachs Schlussmann Markus Zenz, der ansonsten nicht gefordert war, einen Freistoß von Mestiri an die Latte. Die Partie war in der Schlussphase aufgrund einer Verletzung von Gegelmann länger unterbrochen, am Ergebnis änderte sich aber nichts mehr.
"Der Sieg für uns war sicherlich glücklich. In der zweiten Hälfte war klar, dass derjenigem der den ersten Treffer erzielt, die Partie auch gewinnt. Wir sind natürlich froh, dass wir gut in die Saison gestartet sind, auch wenn Konstantins Verletzung die Freude trübt", so Rumpel. "Wir haben unverdient verloren. Wir hatten ein deutliches Chancenplus, den Elfmeter und die bessere Spielanlage. Wir müssen vor dem Tor kaltschnäuziger sein. Aber wenn wir die Leistung nächste Woche wieder abrufen, werden wir auch die Punkte einfahren", haderte Müschenbachs Spielertrainer Björn Hellinghausen
Puderbach: Krokowski - Keller, Grunewald, Seuser, Pucha, Walkenbach - Neitzert (69. Hartstang), Schreiber, Moosakhani - Mestiri (81. Chebab) - Gegelmann (90. Betscher).
Müschenbach: Zenz - Christian Hüsch (81. Kemper), Breuer, Mies, Zeiler - Duncan Dykewicz, Stuart Dykewicz - Fabian Hüsch, Oettgen, Hellinghausen - Nauroth.
Tor: 1:0 Benny Walkenbach (79.).
Schiedsrichter: Richard Kochanetzki (Koblenz). - Zuschauer: 120.
Besonderheit: Torhüter Philipp Krokowski hält Elfmeter von Müschenbachs Maximilan Mies (27.).