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Quelle: Rhein-Zeitung

  

Spitzenreiter SG Ellingen wird seiner Favoritenstellung in Hachenburg gerecht

Hachenburg. Die SG Ellingen/Bonefeld/Willroth, der Tabellenführer der Fußball-Bezirksliga Ost, hat ihre Siegesserie weiter fortgesetzt und damit ihren Platz ganz oben im Klassement behauptet. Die Mannschaft von Trainer Thomas Kahler kontrollierte die Partie bei der SG Müschenbach/Hachenburg über weite Strecken, tat sich aber lange schwer gegen aufopferungsvoll kämpfende Gastgeber. Am Ende stand dennoch ein souveräner 3:1 (1:0)-Erfolg.

In der ersten Hälfte hatten sich beide Mannschaften nichts geschenkt, und so spielte sich das Geschehen vor allem im Mittelfeld des Platzes ab. Zwar zeigten die Akteure kämpferisch eine ansprechende Leistung, Torchancen waren allerdings auf beiden Seiten nur wenige zu bestaunen.

Benjamin Schmidts Kopfball ging in der 28. Minute knapp über den Kasten der Müschenbacher, Ihsan Sönmez Schuss wiederum verfehlte in der 44. Minute das Gästetor um wenige Zentimeter. Während Müschenbach die große Chance zur Führung verpasste, gelang der SG Ellingen kurz vor der Pause dann doch noch die Führung: Nach einem geblockten Freistoß landete der Ball vor den Füßen von Christian Weißenfels, der das Spielgerät in der 45. Minute trocken in der rechten unteren Ecke des Kastens versenkte.

Thomas Kahler fand in seiner Halbzeitansprache anscheinend die richtigen Worte. "Wir sind heute als eine Spitzenmannschaft angetreten, und das habe ich meinen Jungs in der Pause auch gesagt", erläuterte der Übungsleiter hinterher. Und wie ein Spitzenteam kam Ellingen dann auch aus der Kabine. Bereits wenige Sekunden nach Wiederanpfiff zappelte der Ball im Netz. Luan Muriqi fasste sich ein Herz und probierte es einfach mal von der Strafraumkante. Sein sehenswerter Schuss sorgte für die vermeintlich beruhigende 2:0-Führung aus Sicht der Gäste (46.).

Müschenbach kämpfte sich aber zurück in die Partie. Toptorjäger Jan Nauroth erzielte aus abseitsverdächtiger Position den Anschlusstreffer zum 1:2 (64.). Danach wackelte die Defensive des Favoriten ein wenig, und so musste sich Ellingens Torhüter Pete Neuendorff beim Freistoß von Andreas Bleich ganz lang machen, um den Ausgleich zu verhindern (73.). Kurze Zeit später sorgte aber Fatos Prenku für die Entscheidung. Eine missglückte Rettungstat von Müschenbachs Torwart Julian Schmitz ließ den Ball vor den Füßen von Christian Weißenfels landen, der seinem Mitspieler Prenku den Treffer zum 3:1-Erfolg auflegte (83.).

Beide Trainer sahen nach dem Spiel einen verdienten Sieg der SG Ellingen. Volker Heun, der Trainer der SG Müschenbach, wollte seiner Mannschaft trotz Niederlage keinen Vorwurf machen: "Wir haben die erste Hälfte ein bisschen verschlafen und hatten Glück, dass wir zur Pause nicht zurücklagen. In der zweiten Halbzeit haben wir uns aber in die Partie gekämpft und hätten in der Phase nach dem Anschlusstreffer fast noch den Ausgleich erzielt. Am Ende geht das Ergebnis in Ordnung." Ähnlich sah es Trainerkollege Thomas Kahler: "Wir haben eine gute Leistung gezeigt und verdient gewonnen."

SG Müschenbach: Schmitz - Kunz, Bleich, Mies, Walkenbach - Hüsch (63. Klöckner), Sönmez, Stuart Dykewicz, Nauroth - Kemper (52. Blakaj), Zeuner.

SG Ellingen: Neuendorff - Prenku, Muriqi (89. Klare), Puderbach (87. Henk), Hümmerich - Schmitz, Schmidt, Raasch, Kleinmann - Weißenfels, Kurz (86. Klaes).

Schiedsrichter: Christian Schneider (Koblenz). - Zuschauer: 200.

Tore: 0:1 Christian Weißenfels (45.), 0:2 Luan Muriqi (46.), 1:2 Jan Nauroth (64.), 1:3 Fatos Prenku (83.).

Müschenbach bringt Führung über die Zeit

Wirges. Mit einem 2:1 (1:0)-Erfolg bei der Spvgg EGC Wirges II hat die SG Müschenbach/Hachenburg ihre bis dato starke Saison bestätigt und bleibt auf Tuchfühlung zur Tabellenspitze der Bezirksliga Ost. In einer intensiv geführten Begegnung versäumten es diszipliniert auftretende Müschenbacher, die Partie schon frühzeitig zu ihren Gunsten zu entscheiden. Nach einer Abtastphase in den ersten 20 Minuten verbuchten die kompakt agierenden Gäste die erste Großchance des Spiels. Stuart Dykewicz wurde stark von Ihsan Sönmez freigespielt, den Schuss aus kurzer Distanz parierte EGC-Torwart Schmidt jedoch sicher. In der Folge gelang es Müschenbach, das Spielfeld wesentlich schneller als die Hausherren zu überbrücken und so die beweglichen Stürmer Sönmez und Jan Nauroth in Szene zu setzen. Die Folge war eine Vielzahl an klaren Torchancen für die SG im gesamten Spielverlauf, die meist jedoch leichtfertig vergeben wurden. Im Gegensatz dazu konnte Wirges die einzige nominelle Spitze, Daniel Bode, viel zu selten ins Spiel integrieren.

Das 1:0 war symbolisch für das geradlinige Offensivspiel der Elf von Trainer Volker Heun: Max Mies schaltete nach Ballgewinn im Mittelfeld schnell um und bediente mit einem Pass in die Schnittstelle den einlaufenden Nauroth, der eiskalt vollstreckte (30.). Auch zu Beginn des zweiten Durchgangs war Müschenbach die gefährlichere Mannschaft und hätte bereits frühzeitig für klare Verhältnisse sorgen müssen. Dem zweiten Müschenbacher Treffer ging jedoch eine gute Möglichkeit der EGC-Reserve voraus, als Marvin Severin nach einer Flanke von Arthur Henich fast für den Ausgleich gesorgt hätte. Im direkten Gegenzug setzte sich Sönmez außen durch und passte in die Mitte, wo EGC-Abwehrspieler Marvin Schnug zwar vor seinem Gegenspieler am Ball war, diesen jedoch zum 0:2 ins eigene Tor klärte (51.). Die zweite Halbzeit glich in der Folge einem offenen Schlagabtausch, bei welchem beide Mannschaften jedoch die nötige Effizienz vor dem gegnerischen Tor vermissen ließen. Wirges kam trotzdem zum Anschlusstreffer, als Jannik Sturm nach einem Lattenknaller aus 30 Metern von Henich am schnellsten reagierte und zum 1:2 traf (73.). In der Schlussviertelstunde lag dann sogar der Ausgleich in der Luft, zu dem es dann jedoch nicht mehr reichte.

Der Wirgeser Trainer Gabriele Carrozzo sagte: "Müschenbach war in der ersten Halbzeit cleverer. In der zweiten Halbzeit haben wir jedoch mehr Druck gemacht und hätten zum Schluss das 2:2 verdient gehabt." Sein Trainerkollege Volker Heun lobte: "70 Minuten haben wir heute sehr gut gespielt, es jedoch versäumt, mehr Tore zu schießen. Julian Schmitz hat uns dann mit zwei sehr guten Paraden den Sieg gesichert." Darüber hinaus bilanzierte Volker Heun das erste Jahr seiner Trainertätigkeit in Müschenbach: "Wir haben seit meiner Übernahme vor einem Jahr einen sensationellen Punkteschnitt, der nur durch den guten Zusammenhalt in Mannschaft und Verein möglich ist."

Wirges II: Schmidt - Henich, Roenspies, Schnug, Haas - Scumaci - Römer (68. Ölmez), Schlesiger (48. Keeler), Severin, Sturm - Bode (59. Brugnano).

Müschenbach: Schmitz - Zeuner, Kunz, Walkenbach, Bleich - Fabian Hüsch (90. Klöckner), Mies, Zeiler (59. Kemper), Stuart Dykewicz - Sönmez, Nauroth (86. Schütz).

Schiedsrichter: Niklas Bellgardt (Puderbach) - Zuschauer: 50.

Tore: 0:1 Jan Nauroth (30.), 0:2 Marvin Schnug (51., Eigentor), 1:2 Jannik Sturm (73.).


SG Müschenbach patzt: 1:2 gegen Puderbach


In der Bezirksliga Ost sorgte die SG Puderbach mit ihrem 2:1 (0:0)-Sieg in Hachenburg gegen die SG Müschenbach für eine Überraschung. Nach einer halben Stunde des harmlosen Abtastens nahm die gastgebende Elf von Trainer Volker Heun das Spiel mehr und mehr in die Hand und drückte die Gäste weit in deren Hälfte zurück. Die beste Chance, sein Team in Front zu bringen, verpasste Jan Nauroth gleich doppelt, doch er scheiterte in der 41. und 55. Minute an Torwart Philipp Krokowski. Nach einem Foul an Andreas Bleich zirkelte Sönmez den fälligen Freistoß genau auf den Kopf von Maximilian Mies, der zur Führung vollendete (65.). Nur drei Minuten später pfiff der Schiedsrichter einen Zweikampf zwischen Mergim Dobruna und Robin Kunz ab und entschied auf Foulelfmeter. Den umstrittenen Strafstoß klärte der Ex-Puderbacher Julian Schmitz gegen Dominik Hartstang überragend zur Ecke (66.). Gedanklich noch bei dem gehaltenen Elfmeter, ließ die Müschenbacher Abwehr Daniel Seuser sträflich ungedeckt, der den Eckstoß per Kopf zum Ausgleich verwandeln konnte (67.). Doch es sollte noch schlimmer kommen für die Heun-Elf, denn nach einem langen Ball aus dem Mittelfeld traf Daniel Bayer zur Führung für die Gäste (70.). Der Spielverlauf war somit auf den Kopf gestellt. "Außer der fahrlässigen Chancenverwertung kann ich meiner Mannschaft keinen großen Vorwurf machen", sagte Heun. Als der eingewechselte Fisnik Blakaj am Fuß getroffen wurde, entschied der Schiedsrichter erneut auf Strafstoß. Doch wieder einmal untermauerte Krokowski seine gläzende Form und entschärfte gegen den sonst so treffsicheren Maximilian Mies (82.). Die Müschenbacher taten in der Folge alles, um das Spiel umzubiegen, doch gegen die mit "Mann und Maus" verteidigenden Puderbacher und Krokowski war nichts zu holen. "Heute haben wir ein sehr kampfbetontes Spiel mit dem nötigen Glück endlich einmal für uns entschieden", sagte Gästetrainer Oliver Haag. Müschenbach/Hachenburg: Schmitz - Zeuner, Kunz, Walkenbach, Bleich - Hüsch, Mies, Zeiler, S. Dykewicz - Nauroth, Sönmez (68. Blakaj). Schiedsrichter: Philipp Bodewing (Altendiez). - Zuschauer: 120. Tore: 1:0 Maximilian Mies (65.), 1:1 Daniel Seuser (67.), 1:2 Dennis Bayer (70.). Besonderheiten: Julian Schmitz (Müschenbach) hält Foulelfmeter von Dominik Hartstang (66..); Philipp Krokowski (Pudebach) hält Foulelfmeter von Maximilian Mies (82.); Gelb-Rote Karte gegen Akram Chebab (Puderbach, 85.), wiederholtes Foulspiel.

Hamm holt nach 2:0-Führung "nur" einen Punkt gegen Müschenbach

Hamm. Der VfL Hamm hat in der Fußball-Bezirksliga Ost mit 2:0 gegen die SG Müschenbach/Hachenburg geführt, musste sich jedoch mit einem 2:2 zufrieden geben. "Wir wussten um die Hämmscher Qualitäten und waren uns der schweren Aufgabe bewusst", sagte Müschenbachs Trainer Volker Heun im Anschluss an die Partie vor 80 Zuschauern. Bis zu seinen Spielern schien die Aussage allerdings zunächst nicht durchgedrungen zu sein. Zwar besaß die Heun-Elf den ersten Hochkaräter, die Latte verhinderte bei einem Freistoß von Benjamin Walkenbach jedoch die Auswärtsführung (18.). Danach war Hamm am Zug. Pascal Binneweiß hatte sich gut durchgesetzt und markierte die Führung für die Rot-Schwarzen fast im direkten Gegenzug (20.). Auch im Anschluss daran zeigte Müschenbach die reifere Spielanlage, offenbarte bei Hamms langen Bällen aber wiederholt Schwächen. Und Trainer Heun hätte nach eigenen Angaben keinen Pfifferling mehr auf sein Team gesetzt, als Michael Weyer den Aufsteiger in der 73. Minute dann sogar mit 2:0 in Führung brachte. Die SG widerlegte die Befürchtungen ihres Trainers. Kapitän Maximilian Mies verkürzte per Strafstoß, nachdem Stuart Dykewicz gefoult worden war (73.). "Da agierten wir einfach zu ungestüm", ärgerte sich VfL-Trainer Jens Hanas." Nun schwanden die Kräfte der Gastgeber und die Müschenbacher waren die deutlich aktivere Elf. Die Hämmscher ließen sich mehr und mehr zurückdrängen. Nach einem langen Einwurf von Andreas Bleich, den die Abwehr nicht entscheidend klärte, vollendete Fabian Hüsch schließlich zum 2:2 (80.). "Sicherlich ist es ärgerlich, wenn du zu Hause 2:0 führst und man sich dann mit einem Remis begnügen muss. Wir machen einfach zu viele individuelle Fehler. Trotzdem bin ich mit dem Punkt zufrieden. Nach der Niederlagenserie war es wichtig, überhaupt nochmal zu punkten", sagte Hanas. Sein Gegenüber Volker Heun meinte: "Durch die schwindenden Kräfte der Hämmscher sind wir doch noch zum Ausgleich gekommen, und wenn das Spiel noch länger gedauert hätte, wäre uns vielleicht auch noch der Siegtreffer geglückt." Hamm: Zeycan - Nachtigal, Neufeld (78. Franke), Höhner, Keller - Stoll, M. Trautmann, Raack - Binneweiß - Weyer, Arndt Müschenbach/Hachenburg: Schmitz - Klöckner (12. Sönmez), Walkenbach, Bleich, Zeiler (50. Blakaj) - Hüsch, Mies, Kemper (50. Kunz), Dykewicz - Nauroth, Zeuner Schiedsrichter: Markus Wotzlawek (Bad Breisig). Zuschauer: 80. Tore: 1:0 Pascal Binneweiß (20.), 2:0 Michael Weyer (71.), 2:1 Maximilian Mies (73.), 2:2 Fabian Hüsch (80.

SG Müschenbach schiebt sich wieder nah an die Tabellenspitze heran

Müschenbach. Die SG Müschenbach/Hachenburg hat in der Bezirksliga Ost dank einer starken kämpferischen Leistung verdient mit 2:1 (1:0) gegen das bis dahin noch ungeschlagene Team des VfB Linz gewonnen
SG-Trainer Volker Heun attestierte seiner Mannschaft einen taktisch disziplinierten Auftritt und betonte, wie wichtig der Sieg sei, um sich nachhaltig von den unteren Plätzen zu distanzieren. Bereits nach drei Minuten startete der auffällig spielende Fabian Hüsch einen Sololauf durch das gegnerische Mittelfeld und sorgte mit seinem platzierten Schuss fast für die Müschenbacher Führung.
In der Folge entwickelte sich eine unterhaltsame Partie, die stark von der Taktik geprägt war. Linz versuchte auf Ballkontrolle zu spielen, agierte jedoch im letzten Drittel zu harmlos, um Müschenbachs Torwart Julian Schmitz in Bedrängnis zu bringen. Im Gegensatz dazu versuchte Müschenbach aus einer gestaffelten Defensive immer wieder Nadelstiche nach vorne über die schnellen Offensivspieler zu setzen. So zum Beispiel in der 23. Minute, als Jannik Zeuner den agilen Jan Nauroth bediente, dieser jedoch zu überhastet per Heber abschloss, anstatt die deutliche Überzahlsituation auszuspielen.
Der weitere Verlauf der ersten Halbzeit war geprägt von vielen klaren Torchancen der Gastgeber. In der 30. Minute ging Müschenbachs Kontertaktik fast auf, als sie nach einem Linzer Eckball blitzschnell umschalteten. Tim Zeiler marschierte am linken Flügel entlang, flankte stark auf den freistehenden Stuart Dykewicz, der jedoch trotz gut getimten Kopfballs am glänzend reagierenden Sebastian Seitz scheiterte. Auffällig war, dass die Müschenbacher Offensive trotz der schwierigen Platzverhältnisse teilweise sehenswert kombinierte und sich so klare Torchancen erspielte. Eine dieser Chancen nutzte Jannik Zeuner, der jüngste Spieler auf dem Platz, als er aus kurzer Distanz Glück hatte, dass die Fußabwehr des Gästekeepers im Tor landete (44.).
In der zweiten Halbzeit fand Linz besser ins Spiel und war die aktivere Mannschaft. Eray Kizilkan dribbelte sich gekonnt durch die zu passive Müschenbacher Hintermannschaft und ließ Julian Schmitz keine Chance mit seinem Schuss zum 1:1 (50.). Im direkten Gegenzug nutzte Jan Nauroth einen zu kurzen Rückpass eines Linzer Abwehrspielers aus und traf blitzschnell zum erneuten Führungstreffer (52.). Linz erhöhte in der Folge zwar den Druck, die letzte Durchschlagskraft blieb jedoch aus, um das Müschenbacher Tor ernsthaft in Gefahr zu bringen.
In der Bewertung des Spiels waren sich beide Trainer einig. Volker Heun meinte: "Wir haben trotz akuter Personalsorgen ein sehr gutes Spiel gemacht und hätten sogar noch höher gewinnen können. Der Sieg ist insofern hochverdient." Als "unerklärlich" bezeichnete er jedoch die Leistungsschwankungen seiner Mannschaft und fordert mehr Konstanz für die Zukunft. Sein Trainerkollege Paul Becker ärgerte sich über eine verschlafene erste Halbzeit und den schlimmen Fehler vor dem 2:1.
Müschenbach: Schmitz - Klöckner, Walkenbach, Bleich (72.Kunz), Zeiler - F. Hüsch, Kemper, Mies, S. Dykewicz - Zeuner - Nauroth.
Linz: S. Seitz - Schäfer, Bernard, Lacher- M. Seitz, Becker (75. Kalisch), Kizilkan, Krupp, Hoxhaj (65. Joch) - Kuqi, Schuht (75. Collu).
Schiedsrichter: Robert Depken (Koblenz).
Zuschauer: 100.
Tore: 1:0 Jannik Zeuner (44.), 1:1 Eray Kizilkan (50.), 2:1 Jan Nauroth (52.).



TuS Montabaur trifft einfach nicht


Montabaur. Das war bestimmt kein Spiel für Fußballgenießer, das den 70 Zuschauern am Sonntag im Mons-Tabor-Stadion in Montabaur mit der Bezirksligapartie zwischen dem gastgebenden TuS und der SG Müschenbach/Hachenburg geboten wurde. Und so konnten sich die Gäste, allen voran ihr Trainer Volker Heun, über den 1:0 (0:0)-Auswärtssieg auch gar nicht so recht freuen. Heun: "Ich bin von meiner Mannschaft enttäuscht. Mit einer solchen Leistung, wie wir sie hier geboten haben, kommt man in dieser Liga nur ganz selten zu drei Punkten."
Diesen drei Punkten trauerte natürlich TuS-Trainer Benedikt Lauer nach, der vornehmlich in der ersten Halbzeit eine gute Leistung seiner Mannschaft gesehen hatte. In der Tat legten die Gastgeber los wie die Feuerwehr und erspielten sich in den ersten 20 Minuten eine Handvoll hochkarätiger Torchancen. Aber der Umgang mit diesen Hochkarätern war grob fahrlässig.
Und das in einer Phase des Spiels, da die Gästeelf in der Abwehr wie ein Hühnerhaufen umeinanderlief und in Mittelfeld und Angriff überhaupt nicht stattfand. Heun: "Dafür habe ich keine Erklärung, und ich weiß auch nicht, warum wir dann ein wenig besser in die Partie fanden. Ich denke, dass die Gastgeber nach dem Auslassen guter Möglichkeiten frustriert etwas nachgelassen haben. Denn dass wir stärker geworden sind, das konnte ich beim besten Willen nicht erkennen."
So kann man mit Abstrichen Lauers Meinung von guten 45 Minuten teilen, wenn da nicht diese Blockade vor dem Tor des Gegners gewesen wäre. Eine Blockade, die unmittelbar nach der Pause mit dem Müschenbacher Siegtreffer beantwortet wurde. Die TuS-Defensive war ganz offensichtlich noch in der Kabine, denn keiner fühlte sich für Ihsan Sönmez zuständig, der den Ball Stuart Dykewicz vorlegte, der einfach einschieben musste und TuS-Torwart Mark Lollert keine Chance ließ (47.). Mit dieser Aktion war das Fußballspiel faktisch zu Ende, denn was nun folgte, war mehr oder minder Not gegen Elend.
Zufällig sich ergebende Chancen wurden auch weiterhin weggeschenkt, und in der Bewertung der zweiten Halbzeit nach diesem Treffer waren sich beide Trainer einig: Heun: "Das war doch kein Fußballspiel mehr, sondern nur ein Hin- und Her-Gebolze. Keine Mannschaft hatte einen Plan, und von daher hatte eigentlich keine den Erfolg verdient." Auch Lauer suchte vergeblich nach den Ursachen dafür, warum seine Mannschaft nach ordentlicher erster Halbzeit in eine fußballerische Steinzeit zurückfiel, die im Zuschauer eklatant Erinnerungen an den Abstiegskampf des Vorjahres wach werden lässt.
Von unserem Mitarbeiter Peter Armitter
Montabaur: Lollert - Merl, 71. Husaj), Schulz, Sprenger (71. Sumiyoshi) - Schwickert ,M. Obrebski, Denker, Tillmanns, Hatta, - Stähler, Brenner.)
Müschenbach: Schmitz - Zeiler, Bleich (17. Walkenbach), Kunz, Kemper (35. Klöckner), Dykewicz, Mies, Zeuner, Hüsch - Sönmez, Nauroth (80. Müller).
Schiedsrichter: Jan Lehmann (Hahnstätten).
Zuschauer: 70.
Tor: 0:1 Stuart Dykewicz (47.).


Windhagen nimmt Kampf an und gewinnt in Müschenbach


Müschenbach. Auf dem schwer zu bespielenden Rasenplatz in Müschenbach unterlag die gastgebende SG Müschenbach/Hachenburg in der Bezirksliga Ost dem SV Windhagen mit 0:2 (0:1). Nach der deutlichen Niederlage gegen Tabellenführer Westerburg und dem jüngsten Unentschieden in Weitefeld muss die Elf von Trainer Volker Heun weiter auf ihren nächsten Dreier warten.
Die Gäste von Trainer Martin Lorenzini legten nach 20 Minuten den Grundstein für den Erfolg. Nach einem schönen Pass in die Schnittstelle entschärften die Müschenbacher zunächst auf der Linie, ehe Nico Schiela gedankenschnell die Führung markierte (20.). In der Folge entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe. Beide Mannschaften waren kämpferisch stark und neutralisierten sich weitestgehend im Mittelfeld. Die Folge: kaum Torraumszenen, von klaren Torchancen ganz zu schweigen.
Nach der Pausen kam das Heun-Team gut in die Partie und kombinierte ansehnlich, für große Gefahr sorgte die SG jedoch nicht. "Wir haben immer wieder versucht, über die Außen in den Strafraum zu gelangen, letztendlich muss man aber sagen, dass uns das nicht zwingend genug gelungen ist", sagte Volker Heun. Ähnlich sah es auch sein Kollege Martin Lorenzini: "Die Müschenbacher waren in Durchgang zwei präsenter, die besseren Chancen jedoch hatten wir. Spielen wir die Konter konsequenter zu Ende, kann uns die Vorentscheidung schon früher gelingen."
So dauerte es bis fünf Minuten vor dem Abpfiff, ehe Routinier Matthias Metzen den 2:0-Endstand besorgte. Nach einem Eckstoß konnten die Müschenbacher in Person von Julian Schmitz zuerst noch klären, den Abpraller verwertete Metzen jedoch sicher (85). Heun sprach von einem Spiel auf Augenhöhe, in dem der Gast aus Windhagen schlussendlich effektiver gewesen sei. Lorenzini war vor allem froh, dass sein Team auf dem schwierigen Bodenverhältnissen den Kampf angenommen hat. " Nach der unnötigen Pokalniederlage unter Woche gegen Linz war es heute wichtig, kämpferisch dagegenzuhalten. Am Ende ist Sieg sicher nicht unverdient."
Müschenbach/Hachenburg: Schmitz - Zeuner (60. Blakaj), Kunz, Walkenbach (85. Müller), Bleich - Hüsch, Mies, Kemper, S. Dykewicz - Nauroth, Sönmez.
Windhagen: Hilkes - Buchmüller (75. Brandt), A. Alt, Blumenthal, Berghoff - Schiela (81. Siebert), Höhler, Heßler, Prenku - Metzen (86. Borschel), C. Alt.
Schiedsrichter: Ehsan Amirian (Burgschwalbach) - Zuschauer: 120.
Tore: 0:1 Nico Schiela (20.), 0:2 Matthias Metzen (85.).



Neitzert sichert der SG Weitefeld einen Punkt Langenbach.

Die Rückkehr an seine langjährige Wirkungsstätte ist für Volker Heun immer ein besonderes Ereignis. Mit seinem neuen Verein, der SG Müschenbach/Hachenburg, musste sich das Trainer-Urgestein der Fußball-Bezirksliga Ost am Freitagabend aber mit einem 1:1 (1:0) beim Ex-Klub SG Weitefeld-Langenbach/Friedewald/Neunkhausen begnügen.Nach verhaltenem Beginn mit einem geblockten Schussversuch von Weitefelds Fabian Lohmar waren die Gäste gleich bei ihrer ersten guten Gelegenheit hellwach: Im Duell der beiden Zehner behauptete sich Müschenbachs Stuart Dykewicz auf der linken Seite gegen Dennis Penk, zog dann vom Strafraumeck bis auf die Torlinie durch, um mit viel Übersicht Tim Zeiler anzuspielen, der sich aus zehn Metern nicht zweimal bitten ließ und eiskalt flach ins rechte Eck versenkte (13.). Erste Chance, erstes Tor - und dabei blieb es auch bis zur Pause. Ein Grund: Die Weitefelder zeigten sich in der Folge defensiv zwar stabil, allzu viele Ideen im Spiel nach vorne hatten sie aber nicht. Eine der wenigen guten Aktionen in der Gefahrenzone leitete Weitefelds Lohmar per Lupfer ein. Mario Weisang nahm den Ball an, drehte sich - bekam das Spielgerät dann aber von Gästekeeper Julian Schmitz vom Fuß gepflückt (34.). Auch der 18-Meter-Schlenzer von Kevin Lopata kurz vor der Pause ließ die Müschenbacher nicht allzu lange zittern, ging er doch links am Tor vorbei. Nach dem kampfbetonten, aber fairen ersten Durchgang erhöhten die Weitefelder merklich das Tempo und drückten dem Spiel fortan ihren Stempel auf. Scheiterte Dominik Neitzert mit seiner ersten Volley-Abnahme noch an Keeper Julian Schmitz (52.), machte er es in der 64. Minute nach einem Pass von Mario Weisang besser und glich aus fünf Metern aus. Der eingewechselte Maximilian Strauch mit seinem ersten Ballkontakt (67.) und Weisang per Kopf (71.) hätten die inzwischen verdiente Führung erzielen können, vergaben aber. Die Müschenbacher meldeten sich erst in der Schlussphase wieder zu Wort, als Fisnik Blakaj aus acht Metern das Tor verfehlte, nachdem zuvor Neitzert auf der Linie geklärt hatte (78.). "Wir hätten mehr aus unserer Druckphase machen müssen", sagte Weitefelds Trainer Jörg Mockenhaupt, der letztlich aber ebenso wie sein Vorgänger und Kollege mit dem Ergebnis leben konnte. "Aufgrund der Führung und unserer Leistung in den ersten 30 Minuten geht der Punktgewinn schon in Ordnung", fand Volker Heun. Weitefeld-Langenbach/Friedewald/Neunkhausen: Sakalakoglu - Peng, S. Kempf, Aguilar, Cichowlas - Kleinhenz (66. Strauch), Ermert, Neitzert, Lohmar (82. Utsch) - Weisang (80. F. Kempf), Lopata. Müschenbach/Hachenburg: Schmitz - Zeuner, Walkenbach, Kunz, Bleich - Hüsch, Kemper, Mies, S. Dykewicz - Sönmez (90. Müller), Zeiler (71. Blakaj). Schiedsrichter: Fuat Yalcinkaya (Bendorf). Zuschauer: 180. Tore: 0:1 Tim Zeiler (13.), 1:1 Dominik Neitzert (64.).

Westerburg gewinnt auch das Topspiel in Müschenbach

Müschenbach. Anstoß, Tor: Keine Minute war das Spitzenspiel des vierten Spieltags alt, da zeigte Marvin Binge, dass er nach langer Verletzungspause nichts verlernt hat. Nach einem langen Ball vernaschte Binge Tim Zeiler und traf sehenswert zum 0:1. Die Westerburger waren gut drin in der Partie und die Müschenbacher auch nach dem Rückstand noch im Tiefschlaf. In der 7. Minute hätte Manuel Jung um ein Haar erhöht, in der 18. Minute scheiterte Christian Hartmann nach schöner Vorarbeit von David Gläser. Gläser war es, den die Heun-Elf zu keinem Zeitpunkt in den Griff bekam. Vor allem seine Eckstöße sorgten immer wieder für Gefahr.

Mario Wasna erhöhte in der 21. Minute nach einer präzisen Flanke von der linken Seite auf 0:2, ehe die Müschenbacher sechs Minuten später aus dem Nichts zum Anschluss kamen. Die Gästeabwehr konnte an der Außenlinie nicht entscheidend klären, und auch wenn Niklas Leukel zuerst entschärfte, fand der Ball durch Jan Nauroth doch noch den Weg ins Tor (27.).

Als der sehr zweikampfstarke Matthias Wengenroth in der 29. per Foulelfmeter an Müschenbachs Torwart Julian Schmitz scheiterte, wähnte Trainer Volker Heun seine Mannschaft nach verschlafener Anfangsphase zurück im Spiel. "Ich habe tatsächlich geglaubt, dass nach dem Anschlusstreffer und dem nicht verwandelten Elfmeter für uns doch noch was gehen könnte." Doch Gästekapitän Hartmann machte Heuns Pläne noch vor der Pause zunichte und untermauerte einmal mehr, dass sein Team bei Standards brandgefährlich ist. Ecke Gläser, Kopfballverlängerung David Meuer, Tor Christian Hartmann (38.). Seinen Fehler zum zwischenzeitlichen 1:2 hatte Hartmann somit egalisiert. Fast wäre sogar noch das 4:1 gefallen, doch Jung vergab die Chance nach einem Gläser-Eckstoß kurz vor der Pause(43.).

Nach einem sehenswerten ersten Durchgang ist die zweite Halbzeit schnell erzählt. Westerburg tat nicht mehr als nötig, verwaltete den Vorsprung sicher. Müschenbach fehlte an diesem Tag jegliche Durchschlagskraft, um ernsthaft für Gefahr zu sorgen. Nach einem langen Ball von Meuer krönte Gläser seine starke Leistung in der 86. Minute zum 1:4 für sein Team.

Nach optimalen zwölf Punkten aus vier Spielen ist Westerburgs Trainer Oliver Meuer natürlich durchweg zufrieden mit dem Saisonstart, hegt allerdings keine Ambitionen. "Nächste Woche geht es gegen Osterspai, und dann sehen wir, wie es weitergeht." Volker Heun sprach von einer verdienten Niederlage und konnte sich das ängstliche Auftreten seiner Mannschaft vor allem im ersten Durchgang nicht erklären.

Müschenbach: Schmitz - Zeuner, Walkenbach, Kunz, Zeiler (28. Klöckner) - F. Hüsch, Mies, Bleich (78. Müller), S. Dykewicz - Sönmez (76. Blakaj), Nauroth.

Westerburg: Leukel - Johanns, Hartmann, Jung, Schmidt - Gläser, Wengenroth, Meuer - Binge (78. N. Heinen), Wasna (61. Heene), Niedermowe (55. Bichert).

Schiedsrichter: Alexander Mroß (Wolken) - Zuschauer: 150.

Tore: 0:1 Marvin Binge (1.), 0:2 Mario Wasna (21.), 1:2 Jan Nauroth (27.), 1:3 Christian Hartmann (38.), 1:4 David Gläser (86.).

Besonderheit: Müschenbachs Torwart Julian Schmitz hält Foulelfmeter von Westerburgs Matthias Wengenroth (29.).


Müschenbach trumpft ganz groß auf


Hundsangen. Ohne Chance war die SG Hundsangen/Obererbach bei der 0:7 (0:3)-Klatsche gegen die SG Müschenbach/Hachenburg, die weiter von der Tabellenspitze der Bezirksliga Ost das Teilnehmerfeld grüßt. Müschenbachs Trainer Volker Heun trat nach dem Traumstart seiner Mannschaft trotzdem erst einmal auf die Euphoriebremse: "Wir können zufrieden sein, haben mit neun Punkten aus den ersten drei Spielen die optimale Ausbeute erreicht. Das ist aber erst einmal nur ein solider Grundstock für diese Serie." Dennoch war es beeindruckend, wie seine Mannschaft die SG Hundsangen auf eigenem Platz auseinandernahm und dem Team eines restlos bedienten Trainers Egid Hannappel in keiner Phase des Spieles den Hauch einer Siegeschance gab. "Das war so ein Tag, an dem überhaupt nichts lief", resümierte Hannappel, "wenn man aber jeden entscheidenden Zweikampf verliert, sollte man sich schon mal Gedanken machen." Die Partie wurde bei drückender Hitze schon in den ersten 25 Minuten entschieden. Das Heun-Team spielte die noch schläfrige Hundsangener Abwehr mit einer einfachen, aber effektiven Spielkombination aus, Jan Neuroth kam in Ballbesitz und markierte clever und überlegt schon nach zwei Minuten die Gästeführung. Dicht gestaffelt, taktisch diszipliniert, ließ der Spitzenreiter den in der Offensive nicht vor Kreativität sprühenden Gastgebern nicht ins Spiel kommen. Das 0:2 in der 25. Minute musste dann Hundsangens Torhüter Leon Schmitt auf seine Kappe nehmen. Völlig unbedrängt landete sein Schlag nach vorn direkt bei Müschenbachs Kapitän Maximilian Mies, der die Steilvorlage dankbar annahm und aus fast 30 Metern den Ball direkt ins Netz beförderte. Nun spielten die Gäste sich in einen Rausch, und mit dem Ausbau der Führung auf 3:0 - Torschütze erneut Nauroth in der 41. - war das Spiel für die Hannappel-Elf schon zur Pause gelaufen."Heute haben wir wie ein Abstiegsaspirant gespielt", ärgerte sich Hundsangens Coach Egid Hannappel auch darüber, dass bei seinem Team gegen einen unbeirrt mit Tempo weiterspielenden Tabellenführer alle Dämme brachen. Nochmals Nauroth (50.), Ihsan Sönmez (56.), Tim Kevin Zeiler (60.) und Fisnik Blakaj (85.) sorgten für den Kantersieg des Heun-Teams. "Einstellung und Disziplin sind alles im Fußball, beides habe ich heute bei meiner Mannschaft absolut gesehen", freute sich Heun entsprechend. Hundsangen: Schmitt - Brühl, da Silva (72. Luetgenau), J. Hannappel, Noll - N. Steinebach (89. Bäcker), Yanagisawa, D. Hannappel, F. Steinebach - Hürter, Pistor (79. M. Hannappel). Müschenbach: Schmitz - Zeiler, Kunz, Mies, Walkenbach - D. Dykewicz (67. Denter), Hüsch, S. Dykewicz, Zeuner (73. Kemper) - Nauroth, Sönmez (61. Blakaj). Schiedsrichter: Paul Besjaew (Bendorf). - Zuschauer: 120. Tore: 0:1 Jan Nauroth (2.), 0:2 Maximilian Mies (25.), 0:3, 0:4 Jan Nauroth (41., 50.), 0:5 Ihsan Sönmez (56.), 0:6 Tim Kevin Zeiler (60.), 0:7 Fisnik Blakaj (85.). 

SG Müschenbach sorgt für schnelle Entscheidung

Müschenbach. Deutlicher als erwartet endete die Bezirksliga-Partie zwischen der SG Müschenbach/Hachenburg und der SG Elbert/Welschneudorf/Stahlhofen. Bereits nach 17 Minuten war die Partie beim Stand von 3:0 vorentschieden. Am Ende hieß es 6:0 (3:0) für die Mannschaft um Trainer Volker Heun, der mit der Leistung seiner Schützlinge sehr zufrieden sein durfte. Während sein Team mit zwei Siegen aus zwei Partien zunächst an der Tabellenspitze rangiert, muss die SG Elbert nach zwei verlorenen Spielen den Blick nach unten richten.

Nachdem die ersten zehn Minuten der Partie noch mehr einem Abtasten gleichgekommen waren, ging es in den folgenden sieben Minuten Schlag auf Schlag. Die flach hereingegebene Flanke von Fabian Hüsch fand mit Jan Neuroth den passenden Abnehmer zum 1:0 in der 13. Spielminute. Kurz darauf folgte ein kapitaler Fehler im Aufbauspiel der SG Elbert. Ihsan Sönmez schnappte sich den Ball und verwandelte eiskalt zum 2:0 in die rechte untere Ecke. Der Doppelschlag zeigte Wirkung bei den Gästen - und die SG Müschenbach wusste dies auszunutzen. Nahe der Eckfahne vertändelten die Gäste den Ball. Erneut war Ihsan Sönmez der reaktionsschnellste Spieler auf dem Feld und legte die Kugel zurück an die Strafraumlinie, von wo Duncan Dykewizc mit einem schönen Linksschuss die Partie vorzeitig entscheiden konnte. Die Effektivität der Heimmanschaft war Trumpf zu diesem Zeitpunkt, brauchte man doch nur drei Chancen für drei Tore. Das Spiel flachte nach diesen turbulenten Minuten ab und so blieb es auch beim 3:0- Halbzeitstand.

Nach dem Seitenwechsel bäumten sich die Gäste um Kapitän Lars Bode nochmal auf und zeigten starke Anfangsminuten. Die Großchance zum Anschlusstreffer durch Markus Griebe in der 55. Minute konnte aber durch den glänzend reagierenden Torhüter Julian Schmitz entschärft werden. Müschenbach überstand diese Druckphase unbeschadet und machte dann in der 66. Minute mit dem 4:0 durch Jan Nauroth den Deckel drauf. Nachdem Gäste-Keeper Kevin Jung in der 67. Minute mit einer Glanzparade das fünfte Gegentor noch verhindern konnte, musste er sich in der 72. Minute dem Schuss von Jan Nauroth geschlagen geben, der damit sein drittes Tor an diesem Tag erzielte. Beide Mannschaften schalteten mit fortlaufender Spielzeit einen Gang zurück, und so war es Stuart Dykewicz in der 88. Minute, der mit einem wunderschönen Solo-Lauf über das halbe Feld das 6:0 und damit den Endstand markierte.

Müschenbachs Trainer Volker Heun freute sich: "Natürlich ist das ein Traumstart aber das sind für uns jetzt sechs Punkte gegen den Abstieg, nicht mehr und nicht weniger. Wir sollten auf dem Boden bleiben und weiter hart arbeiten im Training."

Elberts Trainer Michael Diel sah, dass sein Team erneut Lehrgeld zahlte: "Wir haben uns wie letzte Woche selbst unnötig in Bedrängnis gebracht. Heute hat es einfach an Konzentration, Aggressivität und Willen gefehlt. Selbst nach dem 3:0 darfst du nicht aufhören Fußball zu spielen, sondern musst den Kopf hochbekommen."

Müschenbach: Schmitz - Kunz, Mies, D. Dykewicz, Zeiler (78. Klöckner) - Hüsch (74. Müller), Sönmez (68. Blakaj), S. Dykewicz, Nauroth - Zeuner, Walkenbach.

Elbert: K. Jung - Höber, Gombert, Bode, Brand - Müller, A. Jung (45. Billaudelle), Griebe, Orendzki - Klotz, Stera (79. Ferdinand).

Schiedsrichter: Philipp Benner (Koblenz).

Zuschauer: 150.

Tore: 1:0 Jan Nauroth (13.), 2:0 Ihsan Sönmez (14.), 3:0 Duncan Dykewicz (17.), 4:0, 5:0 Jan Nauroth (66., 72.), 6:0 Stuart Dykewicz (88.).

Der dritte Führungstreffer macht den Unterschied

Die Fußballer der SG Müschenbach/Hachenburg sind mit einem Erfolg in die Bezirksliga-Saison gestartet. Mit 3:2 (2:2) setzte sich die Mannschaft von Volker Heun gegen den SC Berod-Wahlrod durch. In der Bewertung des Ergebnisses herrschte Einigkeit bei den beiden Übungsleitern. Heun meinte: "Wir waren spielerisch besser, haben uns das Leben allerdings selbst schwer gemacht, weil wir zweimal die Führung hergegeben haben." Thomas Schäfer auf Seiten des SC sah den Grund für das Resultat in den Abwehrfehlern: "Wir haben die drei Gegentore selbst verschuldet und waren am Ende nicht mehr in der Lage, noch Druck auszuüben und zum dritten Mal auszugleichen." 25 zähe, von intensiven Zweikämpfen, aber auch vielen langen Bällen geprägte Minuten mussten die 200 Zuschauer in Berod zunächst "überstehen", ehe sich ein munteres Spektakel entwickelte. Stuart Dykewicz setzte Berods Nick Neumann nach einem Abwurf von Schlussmann Constantin Redel unter Druck, zog zum Tor und ließ sich die Möglichkeit zur 1:0-Führung der Gäste nicht entgehen (27.). Von nun an ging es Schlag auf Schlag. Auf der Gegenseite fand ein Freistoß Martin Müllers am langen Pfosten Dennis Hähr als Abnehmer, der mit einem Linksschuss ausglich (36.). Nachdem Berod anschließend durch Daniel Frohn (38.) und Martin Müller (39.) sogar Gelegenheiten zur Führung ausgelassen hatte, klingelte es erneut auf der anderen Seite: Duncan Dykewicz fand seinen Meister zunächst noch in Redel, den Abpraller beförderte Damian Henzel in die eigenen Maschen (44.). Schock für Berod? Keineswegs. Stefan Schäfer köpfte postwendend zum Gleichstand in den Winkel (45.). Die Reihenfolge der vorlegenden SG setzte sich auch im von beiden Seiten emotional und verbissen geführten zweiten Durchgang fort, in dem Schiedsrichter Lukas Heep aus Neuwied siebenmal Gelb zückte. Zunächst verpasste Ihsan Sönmez knapp (49.), ehe es Duncan Dykewicz mit einer Einzelaktion besser machte und die dritte Müschenbacher Führung an diesem Abend herstellte (60.). Die Beroder ließen danach deutlich erkennen, dass sie zum Saisonauftakt nicht punktlos bleiben wollten. Das Team von Spielertrainer Thomas Schäfer versuchte gegen ein paarmal nicht konsequent genug konternde Gäste alles, klare Torchancen blieben jedoch bis kurz vor Schluss aus. Dann zirkelte Daniel Frohn in der 90. Minute einen 25-Meter-Freistoß brandgefährlich aufs Müschenbacher Gehäuse, doch Schlussmann Florian Schmitz kratzte das Leder gerade noch aus dem Winkel und hielt seinem Team den Dreier fest.

Berod-Wahlrod: Redel - Neumann (63. Plag), Weller, Hähr, Henzel (85. Ostermann) - Velten (68. Udert), Frohn, Land, Müller - S. Schäfer, T. Schäfer.

 

Müschenbach/Hachenburg: Schmitz - Zeuner, Walkenbach, Bleich, Zeiler - Hüsch, Mies, D. Dykewicz, S. Dykewicz - Nauroth (90.+4 Kemper), Sönmez (90.+6 Klöckner).

Schiedsrichter: Lukas Heep (Neuwied) - Zuschauer: 200.

Tore: 0:1 Stuart Dykewicz (27.), 1:1 1:1 Dennis Hähr (36.), 1:2 Damian Henzel (44., Eigentor), 2:2 Stefan Schäfer (45.), 2:3 Duncan Dykewicz (60.).